Seit gut einem halben Jahrhundert stellen Künstler mit ihren mehr als realistischen Plastiken den modernen Homo sapiens den Strömungen seiner jeweiligen Zeit gegenüber. In Kooperation mit dem Institut für Kulturaustausch Tübingen präsentiert die Kunsthalle Tübingen aktuell die Ausstellung "ALMOST ALIVE - HYPERREALISTISCHE SKLUPTUR IN DER KUNST", in der diese Aspekte aufgegriffen werden.
Als weltweit erste Ausstellung überhaupt zeichnet "ALMOST ALIVE" den Weg nach, den die faszinierenden Plastiken des Hyperrealismus seit den 1960er Jahren beschritten haben.

So wie die Pop Art begann die hyperrealistische Kunst in den 1960er Jahren die Auswirkungen des Massenkonsums auf den Menschen zu untersuchen. In den 1980er Jahren machte dieser politisch-soziale Aspekt Platz für die Emotionalität, die in einer von Existenzängsten und zunehmend mangelnder Intimität ihren Platz sucht.

Mit den heute ständig präsenten über-perfektionierten Körpern und Gesichtern in den Massenmedien geht auch der Hyperrealismus einen Schritt weiter und stellt sich durch überzogene oder gar entstellte Plastiken dar. Tabus werden gebrochen, womit dem voyeuristischen Betrachter die Verletzlichkeit der eigenen Körperlichkeit und Seele vor Augen geführt wird.

In ihrer Ausstellung zeigt die Kunsthalle Tübingen mehr als 30 Skulpturen von führenden internationalen Künstlern des Hyperrealismus, darunter Duane Hanson, Tony Matelli, Carole A. Feuerman, Sam Jinks und Robert Gober.
"ALMOST ALIVE - HYPERREALISTISCHE SKULPTUR IN DER KUNST" ist noch bis zum 21. Oktober für Besucher geöffnet. Begleitet wird die Ausstellung durch ein interessantes Rahmenprogramm mit Sonderführungen und Workshops. Alle Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite der Kunsthalle Tübingen.



