Mit Sean Connery starb am 31. Oktober 2020 eine der größten Helden der Filmgeschichte. Erst im August hatte er noch seinen 90. Geburtstag gefeiert. Allerdings sei er schon länger krank gewesen, wie sein Sohn in den vergangenen Tagen mitteilte. Connerys Ehefrau, Micheline, gab an, dass der Schauspieler an Demenz litt und dass "er ging, wie er wollte, im Schlaf, ohne viel Aufhebens".
Sean Connery war 1930 in Edinburgh zur Welt gekommen. Sein Vater war Lastwagenfahrer, seine Mutter Kellnerin. In jungen Jahren nahm er Tanzunterricht, den er mit 16, genauso wie seine Schullaufbahn, abbrach, um zur Marine zu gehen. Während einer medizinischen Kontrolle wurde allerdings ein Geschwür diagnostiziert, sodass er sich fortan anderweitig seinen Lebensunterhalt verdienen musste.

In den 1950er Jahren begann er auf den Theaterbühnen des Vereinigten Königreichs Fuß zu fassen. Sein eigentlicher Einstieg in die Unterhaltungsbranche erfolgte jedoch 1953 bei der Teilnahme an der Wahl des Mister Universum, bei der er den dritten Platz belegte. Connery war damals erst 23 Jahre alt, doch sein Look, mit dem er später berühmt werden sollte, war bereits erkennbar.
Der Wendepunkt in Sean Connerys Leben kam im Jahr 1962, als er von den Produzenten Albert Broccoli und Harry Saltzman ausgewählt wurde, auf der Leinwand in die Rolle des von Schriftsteller Ian Fleming erdachten britischen Geheimagenten James Bond zu schlüpfen. Nach dem ersten Film, 007 jagt Dr. No, folgten bis 1971 fünf weitere: Liebesgrüße aus Moskau, Goldfinger, Feuerball, Man lebt nur zweimal und Diamantenfieber.
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Sean Connery wird oft als der "einzig wahre James Bond" bezeichnet und mit dieser Rolle wie mit keiner anderen assoziiert. Dabei spielte er im Laufe seiner Karriere in vielen weiteren bekannten Filmen mit und wurde mit mehreren prestigeträchtige Auszeichnungen geehrt: Von Alfred Hitchcocks Marnie, über Der Name der Rose nach dem Roman von Umberto Eco, bis hin zu dem Mafia-Streifen The Untouchables – Die Unbestechlichen unter der Regie von Brian De Palma, wofür er 1988 den Oscar als Bester Nebendarsteller erhielt. Ebenfalls weltberühmt sind seine Auftritte in Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, Jagd auf Roter Oktober, Highlander und Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen, der 2002 einer seiner letzten Filme war.

Zu Sean Connerys wichtigsten Auszeichnungen gehören der bereits erwähnte Academy Award, zwei BAFTA Awards und drei Golden Globes. Und natürlich der Ritterschalg durch die Queen im Jahr 2000 in seiner Heimatstadt Edinburgh.
2005 zog er sich von der Leinwand zurück, nachdem er Hauptollen in den Filmreihen Der Herr der Ringe und Harry Potter abgelehnt hatte. 2012 hatte er in dem schottischen Animationsfilm Sir Billi seinen letzten Auftritt, als er der Hauptrolle seine Stimme lieh.
Ich glaube nicht, dass ich jemals wieder spielen werde. Ich habe so viele wundervolle Erinnerungen, doch diese Tage sind vorbei.
Connery, der zweimal verheiratet war und einen Sohn aus erster Ehe hatte, behielt Privates stets lieber für sich. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er mit seiner Familie in seinem Haus auf den Bahamas, wo er am 31. Oktober die Augen für immer schloss.

Einer, der Stil hatte, unabhängig davon, ob er in einem Maßanzug herumlief oder im Kilt, war Sean Connery.
Sean Connery war zweifellos ein Mann mit einem ganz besonderen Charisma, dessen Ausstrahlung Charme und zeitlose Eleganz vermittelte. "Stil kann man nicht kaufen. Man kann Modetrends nachjagen, aber Stil hat man oder hat ihn eben nicht. Einer, der Stil hatte, unabhängig davon, ob er in einem Maßanzug herumlief oder im Kilt, war Sean Connery", meint auch Barnebys-Mitgründer Pontus Silfverstolpe.
Ein Stück dieser charismatischen Stil- und Filmikone zu besitzen, hat in der Vergangenheit schon immer Fans und Sammler auf Auktionen hohe Preise zahlen lassen.

Fangen wir mit der Kategorie Armbanduhren an. Als Sean Connery James Bond in 007 jagt Dr. No zum ersten Mal verkörperte, trug er einen Rolex Submariner Ref. 6538 am Handgelenk. Tatsächlich gehörte die Uhr eigentlich dem Produzenten (oder dem Regisseur) des Films, der sie seinem Hauptdarsteller für die Aufnahmen überließ, denn das Budget war knapp bemessen. Connery sollte dem Submariner treu bleiben. Nur dreimal trug er als James Bond eine andere Uhr: Eine Gruen Precision 510 in Man lebt nur zweimal und Diamantenfieber sowie eine Breitling Top Time in Thunderball. 2018 versteigerte Christie's den Rolex "James Bond" Submariner Ref. 5638 aus dem ersten Film für 1.068.500 USD (913.568 Euro), was einen neuen Auktionsrekord für einen Rolex Submariner bedeutete.
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Getoppt werden konnte das jedoch von dem legendären 1965 Aston Martin DB5 aus Goldfinger und Thunderball, der im August 2019 bei RM Sotheby's die Rekordsumme von 6,385 Millionen USD (5,689 Millionen Euro) erzielte. Als Modell für die Werbetouren der beiden 007-Filme, war das Auto mit 13 funktionierenden Agenten-Gadgets ausgestattet worden.
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Im Sommer dieses Jahres kam die südfranzösische Villa Château de l'Anglais, in der Connery und seine zweite Frau Micheline Roquebrune eine Zeit lang gelebt hatten, auf den Immobilienmarkt. 5000 m² verteilen sich dort auf sechs Etagen und den alles umgebenden Garten. Die Villa bietet einen atemberaubenden Blick auf die Baie des Anges und den Hafen von Nizza. Der Wert des Anwesens wird auf 30 Millionen USD geschätzt. Ob es bereits einen Käufer gibt, ist nicht bekannt.

Bei Sammlern heiß begehrt sind die Plakate zu den James Bond-Abenteuern, in denen Sean Connery den Agenten verkörperte. Ganz besonders wertvoll sind die Plakate zum ersten Film, der den Grundstein zu der überaus erfolgreichen Reihe legte. Erstes Bondgirl war darin Ursula Andress, die Maßstäbe für alle folgenden Filmauftritte im Bikini setzte.

Es ist eine endlos lange Reihe an Erinnerungsstücken, die Sean Connery und seinen Filmfiguren gewidmet sind. Angefangen bei Requisiten, Filmkostümen und -autos bis hin zu signierten Fotos, Manuskripten und Champagnerflaschen. Werfen Sie doch einmal einen Blick in unsere Datenbank mit erzielten Preisen. Dort werden Sie viele Objekte vorfinden, die der Legende Sean Connery gewidmet sind.
Das Schöne am Sammlern von Memorabilia, die an eine berühmte Person erinnern, ist doch, dass diese Person dadurch niemals in Vergessenheit geraten wird, auch wenn sie nicht mehr unter uns weilt.




