Als Top-Los von Christie’s 20th / 21st Century: London Evening Sale am 1. März kommt Francis Bacons 1987/88 ausgeführtes Triptychon Triptych 1986-7 zum Aufruf. Erstmals enthüllt wurde das Werk 1987 in der New Yorker Marlborough Gallery und befand sich anschließend lange Zeit im Besitz von Marlborough International Fine Arts bevor es 2007 an einen Privatsammler gekauft wurde. Nun wird Triptych 1986-7, das Teil von zahlreichen Ausstellungen zwischen Minneapolis und Moskau war, zum ersten Mal auf dem Auktionsmarkt angeboten, wo es mit einem Schätzpreis von 35-55 Millionen GBP (ca. 42-66 Millionen Euro) zum Aufruf kommt.
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„Francis Bacon ist unverkennbar einer der größten Maler des 20. Jahrhunderts. Er hat all das, was es bedeutet, ein Mensch zu sein, eingefangen, ohne Angst, die stürmische Liebe aufzugreifen oder die tiefe Qual der Trauer zum Vorschein zu bringen. Seine Fähigkeit, das ganze Gambit unserer Emotionen zu übersetzen, ist in diesem Meisterwerk, Triptychon 1986-7, perfekt zusammengefasst. Das seltene, großformatige Triptychon-Format bot Bacon die Möglichkeit, sein Leben bis zu den historischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts zurückzuverfolgen und die Leinwände mit seinen gelebten Erfahrungen, seinen Triumphen und seinen Traumata zu versehen. Christie’s freut sich, das Gemälde als herausragendes Highlight unserer London Evening Sale zu präsentieren“, sagt Katharine Arnold, Head of Post-War and Contemporary Art bei Christie’s Europe.
Die linke Leinwand von Triptych 1986-7 gestaltete Bacon nach einem Pressefoto von 1919, das US-Präsident Woodrow Wilson beim Verlassen der Verhandlungen zum Vertrag von Versailles darstellt. Das rechte Motiv basiert auf Leo Trotzkis nach dessen Ermordung blutbeflecktem Arbeitszimmer. Bei der Person auf dem zentralen Bild scheint Bacons damaligen Partner John Edwards Modell gestanden zu haben, wobei die Darstellung an jene von George Dyer, Bacons große Liebe, der 1971 Selbstmord begangen hatte, in Triptych August 1972 erinnert.
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Triptych 1986-7 ist eines der wenigen der ohnehin seltenen und gesuchten großformatigen Triptychen Bacons in Privatbesitz.
Bacons aktueller Auktionsrekord wurde 2013 mit dem Verkauf des Triptychons Three Studies of Lucian Freud von 1969 aufgestellt, das bei seiner Versteigerung bei Christie’s im Jahr 2013 einen Preis von 142,4 Millionen USD (ca. 104,5 Millionen Euro) erzielte und damit zu jenem Zeitpunkt obendrein zum teuersten Gemälde der Auktionsgeschichte wurde.
Weitere Highlights der Londoner Auktion bei Christie’s am 1. März sind Lucian Freuds Werk Girl with Closed Eyes, das im selben Zeitraum wie Bacons Triptychon entstand (Schätzpreis 10-15 Millionen GBP) und Franz Marcs Gemälde Füchse, das im vergangene Jahr an die Erben seiner einstigen Besitzer restituiert worden war (Preis auf Anfrage).
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