Obwohl die Beatles ihre letzte gemeinsame Aufnahme am 20. August 1969 hatten, dauerte es bis Ende 1974, dass sich die Band offiziell auflöste. Dieser historische Moment, der die Pop-Musik für immer veränderte, ist in dem Dokument, das alle vier Beatles unterzeichneten, festgehalten. Das auf Musik-Memorabilia spezialisierte Autkionshaus Gotta Have Rock and Roll hat diesen Auflösungsvertrag aktuell im Angebot und schon bald könnte er Ihnen gehören.
Die Auflösung der Beatles
Als Ringo Starr am 18. August 1962 Teil der Beatles wurde, hatten jene Fab Four zusammengefunden, die weltberühmt werden sollten. Doch mit dem Aufstieg dieses größten Phänomens der Popkultur wuchsen auch die internen Probleme der Band. Peter Jacksons gelobte Dokumentation The Beatles: Get Back von 2021 beleuchtet die Entstehung des letzten Beatles-Albums. Der Zuschauer bekommt die Spannungen zwischen den vier Musikern zu spüren und es wird deutlich, dass das Ende nahe ist. Schlagzeuger Ringo Starr hatte die Band bereits 1968 für die Dauer von zwei Wochen verlassen und Gitarrist George Harrison kehrte ihr Anfang 1969 für fünf Tage den Rücken. Im August desselben Jahres informierte John Lennon seine Kollegen, dass er die Beatles verlassen würde und im April 1970 erklärte Paul McCartney öffentlich, dass er sich von der Band verabschieden würde. Dennoch war die Auflösung der Beatles bis 1974 nicht offiziell.

Das bedeutende Dokument von 1974
Das Dokument, das die Auflösung der Beatles besiegelte, wurde von allen vier Bandmitgliedern unterzeichnet: George Harrison, John Lennon, Paul McCartney und Ringo Starr (als Richard Starkey). Harrison und Lennon unterschrieben zweimal, sowohl als Bandmitglieder, als auch als Directors of Apple Corps Ltd. Das Plattenlabel Apple war 1968 von den Beatles gegründet worden und ersetzte das frühere Unternehmen Beatles Ltd.
Lesen Sie auch: Von Haydn bis Hip-Hop: Musik für Sammler
Das Dokument sollte am 19. Dezember in New York unterzeichnet werden. Ringo hatte bereits unterschrieben und würde telefonisch anwesend sein. McCartney, Harrison und Lennon sollten persönlich vor Ort sein. Doch Lennon tauchte nicht auf und so unterschrieben an dem Tag nur McCartney und Harrison. Zehn Tage später, John Lennon befand sich im Urlaub in Florida, genauer gesagt in Disney World, traf er sich mit einem Anwalt, der das von allen bis auf ihn unterzeichnete Dokument dabei hatte. Lennon füge seine beiden Signaturen hinzu und das Datum wurde entsprechend geändert – damit waren die Beatles offiziell Geschichte.

Gotta Have Rock and Roll hat das Los mit einem Schätzpreis von 300.000-500.000 US-Dollar ausgestattet, was einige sicherlich als niedrig betrachten, bedenkt man die Bedeutung des Dokuments. Die Auktion endet am 30. Juni.
Weitere spannende Objekte der Auktion
Auf die über 600 Lose der Auktion, die am 30. Juni endet, kann online auf der Website von Gotta Have Rock and Roll mitgeboten werden. Neben dem Auflösungsvertrag kommen auch andere bemerkenswerte Beatles-Objekte zum Aufruf, darunter eine handgeschriebene Setlist, die ebenfalls die Signaturen aller Bandmitglieder trägt (Schätzpreis 300.000-500.000 US-Dollar), sowie ein von John Lennon und Paul McCartney signiertes Exemplar des White Album der Beatles von 1968 (Schätzpreis 50.000-75.000 US-Dollar).

Abgesehen von den Beatles-Objekten umfasst die Auktion auch einige spektakuläre Gitarren, die von einigen der ganz Großen der Musikgeschichte gespielt wurden, darunter Elvis Presley (100.000-150.000 US-Dollar), Keith Richards (50.000-75.000 US-Dollar), David Gilmour (30.000-40.000 US-Dollar) und David Bowie (15.000-20.000 US-Dollar).
Lesen Sie auch: Victoria & Albert Museum erwirbt das Archiv von David Bowie
Weitere äußerst beeindruckende Lose der Auktion sind die handgeschriebenen Verse von Lay Lady Lay von Bob Dylan (500.000-750.000 US-Dollar) sowie der von Robert Plant niedergeschriebene Text des Led Zeppelin-Klassikers Kashmir (100.000-150.000 US-Dollar).
Die teuersten Musik-Memorabilia der Auktionsgeschichte
Als 2019 der erste Management-Vertrag der Beatles mit Brian Epstein für 345.000 US-Dollar versteigert wurde, war es eines der teuersten Beatles-Memorabilia, die jemals verkauft worden waren. Ein paar Jahre zuvor hatte der von John Lennon handgeschriebene Text zu A Day in the Life schlappe 1,2 Millionen US-Dollar erzielt.
Lesen Sie auch: Die traurige Geschichte des teuersten Konzertposters der Auktionsgeschichte

Blickt man allgemein auf die teuersten Musik-Memorabilia, spielen bespielte Musikinstrumente ganz oben mit. Angeführt wird diese Liste von der 1959 Martin D-18E, die Kurt Cobain 1993 bei der ikonischen "MTV Unplugged"-Performance von Nirvana spielte. Die Gitarre wurde für 6 Millionen US-Dollar versteigert. In einer Benefizauktion erzielte die Fender Stratocaster – The Black Strat - von Pink Floyds David Gilmour 5,3 Millionen US-Dollar. Und natürlich sind auch die Beatles auf dieser Liste anzutreffen; zum einen mit Ringo Starrs Ludwig-Schlagzeugfell, die 1964 beim Auftritt der Beatles in der Ed Sullivan Show zum Einsatz gekommen war, zum anderen John Lennons Gibson J-160E, die beide für über 2 Millionen US-Dollar den Besitzer wechselten.
Weitere Neuigkeiten vom Auktionsmarkt finden Sie im Barnebys Magazin!



