Für seine Sommerauktion am 24. Juli hat das Münchener Auktionshaus Rütten eine schöne Offerte mit mehr als 200 Losen in fünfzehn Kategorien zusammengestellt, die Kunstwerke von mehreren Kontinenten umfasst.
Unter den Gemälden der Auktion ist besonders eine stimmungsvolle, auf Holz gemalte Ölskizze hervorzuheben, die eine stimmungsvolle amerikanische Gebirgslandschaft mit Indianerzelten im Abendrot darstellt. Die Signatur in der unteren rechten Ecke verweist auf den deutsch-amerikanischen Künstler Albert Bierstadt, der, von den Landschaftsmalern der Düsseldorfer Schule ausgebildet, den Wilden Westen bereiste und in großformatigen Gemälden dem Publikum an der Ostküste vorstellte. Auf seinen Reisen fertigte er Ölskizzen an, die er später in seinem Atelier in New York für seine Gemälde verwendete.

Nachdem er gegen Ende seines weitergehend in Vergessenheit geraten und bankrott gegangen war, wurde sein Werk, das den amerikanischen Westen in seiner einstigen und zu erhaltenden Schönheit zeigt, im Zuge der Umweltbewegung seit den 1960er Jahren wiederentdeckt.

Auch Bierstadts Zeitgenosse Franz Alt liebte es, von seiner Heimat Österreich aus, zu reisen und die dabei vorgefundenen Städte und Orte zu porträtieren. Alt bereiste Europa von London bis Moskau und von Paris bis Südtirol. Bei Rütten kommt ein Aquarell zum Aufruf, das den Marktplatz des Städtchens Fribourg in der Schweiz darstellt.

Mit Bildnis eines jungen Mädchens mit roter Schleife im Haar von Oumbertos Argyros, ist auch ein bedeutender Vertreter des griechischen Impressionismus in der Auktion vertreten. Argyros war nach seinem Studium am der Akademie der Bildenden Künste in München zunächst dem Realismus verbunden, wandte sich später jedoch dem Impressionismus zu. Sein Wissen und Können vermittelte jungen Künstlern als Professor an der Hochschule der Bildenden Künste Athen.

Nach Stationen in Amerika und Europa machen wir mit dieser geschnitzten Darstellung des Buddha Shakyamuni nun einen Abstecher nach China. Während das Haar des meditierenden Religionsgründers mit blauer Lapisfarbe hervorgehoben wurde, weisen Körper und Lotussockel Reste einer goldfarbenen Lackfassung auf. Am Rücken befindet sich eine Nische für Weihegaben.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde in Sachsen das Geheimnis der Herstellung von Porzellan entschlüsselt, das bis dahin aus China importiert werden musste. Es war die Geburtsstunde der Manufaktur Meissen, die bis heute nicht an Anziehungskraft eingebüßt hat. Bei Rütten ist sie u.a. mit der nach einem Modell von Kaendler ausgeführten Figurengruppe Terpsichore vertreten.

Wenden wir uns nun den edlen Metallen zu, deren Vielfalt sich anhand der vielen unterschiedlichen Kategorien, in denen sie vertreten sind, erschließen lässt. In der Kategorie „Silber, Versilbertes“ ist eine Schauplatte mit einem Dekor aus Muscheln, Früchten, Ähren und Blumen des Augsburger Silberschmieds Abraham II. Warnberger zu nennen, der auf derartige Stücke spezialisiert war.

Das Spitzenlos unter den Münzen ist dieser Friedrich d’or von 1778 mit dem Porträt des damals in Preußen regierenden Friedrich II. In jenem Jahr führte Friedrich ein letztes Mal Krieg gegen seine Erzfeindin Maria Theresia: Der Bayerische Erbfolgekrieg ging jedoch fast gänzlich ohne militärische Auseinandersetzungen über die Bühne.

In der Schmuckofferte setzen wir nochmals über den großen Teich und treffen auf ein interessantes Stück von Tiffany & Co. Der 2,9 cm breite Armreif aus Platin ist mit sieben unterschiedlich geformten Boulder- und Matrix-Opalen besetzt.

Boulder- und Matrix-Opale sind eine Opal-Varietät mit besonders schönem Farbspiel aus Australien. Ein Matrix-Opal ziert auch diesen außergewöhnlichen Anhänger, dessen Gelbgoldfassung zudem vier Brillanten zieren.

Ebenfalls alles andere als gewöhnlich ist dieses Paar Ohrstecker mit Zierkordel-Abhängungen. Auch bei diesen dekorativen Pretiosen wurde Gelbgold mit Diamanten kombiniert.

Eine Liebeserklärung aus Gold und Diamanten stellt dieser bezaubernde Ring von Piaget dar. Den drehbaren Innenring ziert ein Relief mit zwölf Herzen, von denen eines mit zehn Brillanten verziert wurde.

Unbedingt hervorzuheben ist auch die schöne Auswahl an antiken und Vintage-Uhren. Eine von ihnen ist dieses alte Modell für die Dame von Rolex mit quadratischem Gehäuse, bei dem einmal mehr auf die Kombination von Gelbgold und Diamanten gesetzt wurde.
Die Auktion findet am 24. Juli um 13 Uhr im Auktionshaus Rütten, Nymphenburger Straße 133, in München statt. Die Teilnahme im Saal ist begrenzt möglich. Dafür und für einen Besuch der Ausstellung (20.-22. Juli) wird um eine telefonische Voranmeldung gebeten.
Alle Lose der Auktion können Sie aber auch gleich hier entdecken!



