Als Sotheby’s im Frühjahr ankündigte, noch in diesem Jahr die persönliche Sammlung des legendären Freddie Mercury zu versteigern, hatte wohl kaum jemand Zweifel, dass es sich bei diesem Event um eine VIP-Auktion der Superlative handeln würde. Aufgeteilt in drei Saal- und drei Online-Auktionen kommen rund 1.500 Lose mit Bühnenoutfits, handgeschriebenen Lyrics, Kunstwerken und vielen persönlichen Gegenständen zum Aufruf.
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Seit dem 11. August ist die Gebotsabgabe der drei Online-Auktionen eröffnet und das Interesse ist enorm. Zum jetzigen Zeitpunkt (24. August, 10:15 Uhr) haben fast 90% der knapp 900 Lose mindestens ein Gebot erhalten, viele sogar Gebote im zweistelligen Bereich.
Bereits am 18. August machte Sotheby’s in einem Artikel auf seiner Website darauf aufmerksam, dass sich ein auf den ersten Blick unscheinbarer Gegenstand zum absoluten Liebling unter den Losen mausert: Freddie Mercurys silberner Schnurrbartkamm von Tiffany & Co. Der Wert des nur 7 cm langen Kammes wurde vorab der Auktion auf 400-600 GBP geschätzt. Vor sechs Tagen waren die Gebote bereits auf 24.000 GBP gestiegen, heute sind es bereits 26.000 GBP nach 51 Geboten.

In dem Artikel über den Kamm betont Redakteurin Mariko Finch „den allgemeinen Trend, dass Sammlerstücke im Laufe der Zeit erheblich an Wert gewinnen“ – eine Aussage, die Alexander Bitar, Händler und Experte für Sammlerstücke aus dem Bereich Entertainment, nur bestätigen kann: „Objekte mit bemerkenswerter Provenienz zu bewerten ist schwierig und etwas kompliziert. Wir betrachten nicht das Objekt an sich, sondern seine historische Bedeutung hinsichtlich seiner Herkunft. Auktionshäuser tendieren dazu, niedrige und konservative Schätzungen abzugeben und dann den Markt über den Wert entscheiden zu lassen.“ Tatsächlich sind die Schätzpreise der drei Online-Auktionen allgemein niedrig angesetzt und wurden aufgrund des riesigen Interesses bereits oftmals weit übertroffen.
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Dass ausgerechnet ein Schnurrbartkamm im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, ist eigentlich kaum verwunderlich, steht er doch in direktem Zusammenhang mit Mercurys ikonischen Look der 1980er Jahre. „Die niedrige Schätzung reflektiert den eigentlichen Wert des Schnurrbartkamms ohne die Freddie Mercury-Provenienz. Da Mercury jedoch stark mit seinem Schnurrbart assoziiert wird, und es sich hier um seinen persönlichen Schnurrbartkamm handelt, ist es keine Überraschung, dass das Objekt für das 100-fache seines Schätzpreises versteigert werden wird“, führt Bitar weiter aus.
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Die drei Online-Auktionen enden am 11., 12. und 13. September und steigern mit ihrem regen Bietertreiben definitiv die Spannung auf die drei Saalauktionen, die am 6., 7. und 8. September bei Sotheby’s in London stattfinden werden. Welches Objekt sich dann wohl die Krone aufsetzen darf? Dass es sich dabei um Freddie Mercurys legendäres Bühnenoutfit, bestehend aus Königsumhang und Krone, handeln könnte, erscheint doch recht wahrscheinlich. Allerdings liegt der Schätzpreis hier bereits bei 60.000-80.000 GBP. Angesichts der vielen herausragenden Memorabilia kann ein Freddie Mercury-Fan eigentlich nur noch sagen: „I want it all and I want it now!“.
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