McQueen hat die orange-blaue Gulf-Lackierung auch außerhalb der Rennwelt bekannt gemacht und diesem wirklich besonderen Porsche 917K von 1970 ewige Starpower verliehen.
Der legendäre Porsche 917K von 1970, der in dem legendären Steve McQueen-Film Le Mans (1971) den Sieg einheimsen konnte, kommt unter den Hammer.
Obwohl der Film an den Kinokassen floppte und McQueens Produktionsfirma Solar Pictures bankrott ging, ist der Film nach wie vor bei Rennsportfans beliebt, die ihn sich regelmäßig wegen der atemberaubenden Aufnahmen des echten 24-Stunden-Rennens von Le Mans von 1970 und der Szenen, die McQueen und die Regisseure John Sturges und Lee H. Katzin nach dem Rennen auf abgesperrten Straßen in Frankreich, ansehen.
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McQueen wollte eigentlich selbst an dem Rennen in Le Mans teilnehmen, stieß jedoch auf den Widerstand der Versicherer des Studios. Er selbst fuhr den 917 Nr. 21 der nachgedrehten Szenen und in den Stuntsequenzen. Bei RM Sotheby’s diesjähriger Auktion im kalifornischen Monterey (12.-14. August) kommt der Porsche 917 mit der Nummer 22 zum Aufruf, der im Film von dem von Schauspieler Christopher Waite dargestellten Rennfahrer Larry Wilson siegreich über die Ziellinie gelenkt wurde.

Um die von McQueen geforderte Authentizität zu erreichen, wurden echte Rennfahrer und -wagen für die Produktion des Film herangezogen. McQueen, der wusste, dass der Rennsport nur selten glorreich ist, bestand darauf, dass seine Filmfigur, Michael Delaney, dass Rennen nicht gewinnt, sondern knapp hinter seinem Teamkollegen Wilson zurückbleibt. Dies führte zu einem Bruch mit Regisseur Sturges, der das Projekt daraufhin vorzeitig verließ, und dem Filmstudio, das sich einen siegreichen Delaney wünschte. Durch die nun erforderlichen Änderungen des Drehbuchs kam es außerdem zum Streit zwischen McQueen und Autor Alan Trustman, der anschließend nie wieder ein Drehbuch schreiben sollte. Als wäre das alles noch nicht genug, hatte der britische Rennfahrer David Piper während der Dreharbeiten mit einem weiteren 917 einen Unfall, der ihn einen Teil seines Beins kostete.
Ungeachtet seiner von Krisen überschatten Entstehungsgeschichte, hat sich Le Mans zu einem echten Kultklassiker der Filmgeschichte entwickelt.
Die bevorstehende Auktion ist nicht die erste, bei der ein Auto aus dem Umfeld von Steve McQueen versteigert wird. Im Januar 2020 kam sein Filmauto aus Bullitt zum Aufruf. Der 1968er Zustand GT wechselte für 3,4 Millionen USD den Besitzer und stellte damit einen Rekord auf.
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Der Porsche 917K Nr. 22 kam jedoch nicht nur im Film Le Mans zum Einsatz, sondern absolvierte auch im wahren Leben Rennen. So nahm er, gesteuert von David Hobbs und Mike Hailwood, am echten 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil, das die Szenen für den Film lieferte. Allerdings war für den Wagen und seine beiden Piloten aufgrund von Aquaplaning bereits nach 49 Runden Schluss. Tatsächlich konnten aufgrund des schlechten Wetters in jenem Jahr nur sieben Autos das Rennen beenden.
Der Porsche 917K (das K steht für „Kurzheck“) wurde 1970 eingeführt, nachdem Fahrer den ursprünglichen 917 bei hohen Geschwindigkeiten als zu schwer zu fahren empfunden hatten. Drei der neuen 917K-Wagen gingen 1970 in Le Mans an den Start, alle mit der Golf-Lackierung in Hellblau und Orange, wobei das vorliegende Exemplar mit der Nummer 22 das einzige mit orangefarbenem Dach war. Zudem verbarg sich unter seiner Motorhaube ein kleinerer und zuverlässigerer 4,5-Liter-Boxermotor, während die anderen mit einem 4,9-Liter-Motor ausgestattet worden waren.

Später baute Porsche den Wagen zu einem von drei 917 Spyder für die Deutsche InterSerie-Meisterschaft um. 1971/72 wurde er von Ernst Kraus gefahren, bevor er 1973 an Georg Loos und sein Gelo Racing Team übergeben wurde.
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1974 ging der Wagen schließlich in Rennsport-Rente, als er von Olivier Chandon, französischer Rennfahrer und Erbe der Champagner-Marke Moët & Chandon, erworben wurde. Chandon behielt den 917K bis 1988 und verkaufte ihn dann an den amerikanischen Sammler Mike Amalfitano.
Der jetzige Besitzer, der anonym bleiben möchte, kaufte das Auto 2010 für fast 4 Millionen USD und restaurierte es entsprechend seiner ursprünglichen und wegweisenden Spezifikation.
Der siegreiche Porsche 917K aus dem Film Le Mans stellt das Highlight der traditionellen Monterey-Auktion von RM Sotheby’s im August dar und kommt mit einem Schätzpreis von 16 - 18,5 Millionen USD (ca. 13,5 - 15,7 Millionen Euro) zum Aufruf. Der Wagen hat damit das Zeug, zum teuersten Porsche der Auktionsgeschichte zu werden, ein Rekord, der aktuell von einem weiteren 917K gehalten wird, der 2017 bei der Pebble Beach-Auktion von Gooding & Company für 14,08 Millionen USD verkauft worden war.
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