Diego Rodríguez de Silva y Velázquez wurde Anfang Juni 1599 in Sevilla geboren, einer blühenden Stadt, in der damals der Großteil von Spaniens Seehandel mit seinen Überseekolonien abgewickelt wurde, und die das kulturelle Zentrum des Königreiches war. Der genaue Tag von Velázquez' Geburt ist nicht bekannt, lediglich sein Taufdatum, der 6. Juni. Die Familie Velázquez de Silva hatte ein gutes Auskommen, der Vater war Anwalt portugiesischer Abstammung, die Familie mütterlicherseits gehörte Spaniens niederem Adel an.
Nach einer kurzen Lehrzeit beim Maler Francisco Herrera, begann der äußerst talentierte zehnjährige Diego eine fünf Jahre dauernde Ausbildung bei Francisco Pacheco del Río, der weniger ein bedeutender Maler, denn ein hervorragender Kunsttheoretiker war. Zudem war Pacheco ein Anhänger des Stils von Caravaggio, was sich auf seinen jungen Schüler übertrug. In der Werkstatt bzw. dem Haushalt seines Lehrers lernte Diego mit dessen Tochter Juana auch seine spätere Ehefrau und Mutter seiner beiden Töchter kennen. Die Hochzeit fand 1618 statt. Diego Velázquez begann nun seines Karriere als selbstständiger Künstler, was sich in dem an Künstlern nicht armen Sevilla als schwierig erwies.
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1622 reiste der junge Maler gemeinsam mit seinem Schwiegervater nach Madrid und stellte sich bei Hofe vor, wo er tatsächlich den Titel eines Pintor del Rey ("Maler des Königs"). Als Beispiel seiner Kunst hatte Velázquez ein Gemälde im Stil seines Werkes Christus im Hause von Martha und Maria dabei, ein Stillleben, kombiniert mit einer biblischen Szene. Dies war die einzige Art von Stillleben, die im damaligen Spanien Anklang fand.

König Philipp IV. wollte ihn jedoch als Porträtmaler an seinen Hof binden. Er finanzierte den Umzug der Familie Velázquez nach Madrid und stellte dem Maler ein Atelier im Schloss zur Verfügung. Aus einem vom König veranstalteten Malerwettbewerb 1627 ging Velázquez als Sieger hervor und erhielt den Titel eines Leibtürhüters, wodurch er eine Wohnung im Schloss erhielt. Als Peter Paul Rubens ein Jahr später in diplomatischem Auftrag in Madrid weilte, weckte er in Velázquez den Wunsch, die Malerei Italiens vor Ort kennenzulernen.
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1629 brach Velázquez nach Italien auf, wo er in Venedig Gemälde Tintorettos und in Rom Werke von Raffael und Michelangelo kopierte. Die Kopien schickte er an seinen königlichen Auftraggeber in Madrid. Mit Apollo in der Schmiede des Vulkan schuf er in dieser Zeit aber auch ein eigenes Werk, das sowohl den Einfluss der italienischen Meister erkennen ließ, wie auch die Inspiration durch die antiken Statuen, die Velázquez in Rom studierte.

Zurück in Madrid erhielt Velázquez vermehrt Aufträge für Porträts der Königsfamilie, von Mitgliedern des Hofes und des spanischen Adels. Unterstützung erhielt der angesehene Maler durch die Mitarbeiter seiner Werkstatt, der ab 1633 auch sein Schwiegersohn Juan Bautista Martínez del Mazo angehörte. Hinzu kamen Bilder für die Ausstattung der königlichen Residenzen sowie der Titel eines Kammerherrn der privaten Gemächer im Jahr 1643.

Mit der gleichen Ernsthaftigkeit, vielleicht sogar ein wenig würdevoller, führte Velázquez auch jene Auftragsarbeiten für den König aus, die die zahlreichen Hofnarren, die die damalige Hofgesellschaft amüsieren sollten, darstellen.
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Bedeutend in dieser Zeit ist neben zahlreichen Reiterporträts auch Die Übergabe von Breda, das einen Sieg Spaniens im Achtzigjährigen Krieg zum Thema hat und als erstes Historienwerk, das gänzlich auf mythologische Elemente verzichtet, angesehen.

Von 1648 bis 1651 hielt sich Velázquez erneut in Italien auf. Er tätigte Einkäufe für die königliche Kunstsammlung und wurde in Rom in die dortige Accademia di San Luca aufgenommen.

Zudem malte er das herausragende Porträt von Papst Innozenz X. sowie mit Venus vor dem Spiegel den einzigen Akt seiner Karriere.
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Velázquez' letzte Jahre am spanischen Hof waren von königlichen Auftragsarbeiten und Ehrungen geprägt: 1652 wurde er zum Hofmarschall ernannt, 1656 malte er sein bekanntes Werk Las Meninas, 1658 erfolgte der Ritterschlag als Mitglied des Santiago-Ordens.
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Diego Velázquez starb nach einem Fieberanfall am 6. August 1660 in Madrid. Der Einfluss seiner Malerei ist jedoch bis in die heutige Zeit spürbar, nicht zuletzt dadurch, dass Künstler wie Picasso, Manet, Goya, Bacon und Dalí Velázquez' Werke immer wieder aufgegriffen oder neu interpretiert haben.

