Seine Unmittelbarkeit und Kraft verkörpern die „Starqualität“, die Magritte zu einem festen Bestandteil des Pantheons der begehrtesten Künstler des Marktes macht.
René Magritte, dessen Spitzname “le saboteur tranquille” („der stille Saboteur“) lautet, wurde durch seine Fähigkeit, die Realität mit mysteriösen und deplatzierten Details in Zweifel zu ziehen, zu einem der bedeutendsten Vertreter des Surrealismus.
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Am 2. März kommt im Zuge der Modern und Contemporary Art Auction von Sotheby’s Magrittes berühmtes Gemälde L’Empire des lumières („Das Reich der Lichter“) in London zum Aufruf – und zwar zum ersten Mal überhaupt. Andere Versionen des Werks wurden in der Vergangenheit von bekannten Sammlern wie Nelson Rockefeller und Peggy Guggenheim erworben und können im MoMA in New York, in der Menil Collection in Houston und im Königlichen Museen der Schönen Künste in Brüssel bewundert werden.

Das nun angebotene Werk ist eines der 17 Gemälde aus der einzigen von Magritte geschaffenen Serie und stammt aus der Sammlung Gillion Crowet. Der Anwalt Pierre Crowet war einer der wichtigsten Förderer Magrittes, der das Gemälde 1961 für dessen Tochter Anne-Marie Gillion Crowet schuf. Magritte traf Anne-Marie zum ersten Mal, als er noch völlig unbekannt war und die damals 16-jährige wurde zu seiner Muse und Inspirationsquelle, unter anderem für bedeutende Werke wie La Fée ignorante (1956).
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L’Empire des lumières wird von Helena Newman, Präsidentin von Sotheby’s Europe, als „Meisterwerk der Kunst des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet. „Seine Unmittelbarkeit und Kraft verkörpern die ‚Starqualität‘, die Magritte zu einem festen Bestandteil des Pantheons der begehrtesten Künstler des Marktes macht“, betonte Newman in einer Presseerklärung.

Das „paradoxe“ Bild wird durch die Tag-Nacht-Dichotomie und den Kontrast zwischen dem hellen Himmel und der Hausfassade bestimmt, die im Schatten liegt, obwohl sie von Straßenlaternen beleuchtet wird. Das Ergebnis ist eine leicht verstörende Atmosphäre, die 1973 als Inspiration für eine Szene des Horrorfilms Der Exorzist diente.
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Für Magritte wiederum sollen die folgenden Zeilen des Gedichts L’Aigrette von André Breton die Inspirationsquelle für sein Meisterwerk gewesen sein: „Si seulement il faisait du soleil cette nuit“ („Wenn es heute Nacht doch nur Sonne gäbe“).
Sollte es den Erwartungen entsprechen, könnte L’Empire des lumières einen neuen Rekord für Magritte aufstellen. Die Schätzung in Höhe von 60 Millionen USD ist in der Tat doppelt sich hoch wie der aktuelle Auktionsrekord des Künstlers, der im November 2018 bei Sotheby’s New York aufgestellt wurde, als Le Principe du Plaisir (1937) für 26,8 Millionen USD seinen Besitzer wechselte. Ein entsprechendes Ergebnis wäre eine weitere Bestätigung für die Stärke des Marktes und die starke Nachfrage nach Werken höchsten Renommees.
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