Am 28. August öffnet das Auktionshaus Satow seine Pforten, um Kunst- und Antiquitätenfreunde zu seiner 261. Auktion zu begrüßen. Freuen darf man sich auf eine knapp 1.100 Lose starke Offerte mit schönen und dekorativen Objekten.
Das Top-Los des Katalogs ist Teil der Gemälde-Offerte. Nachdem das Auktionshaus im Juli einen Gemäldezyklus mit den vier Jahreszeiten aus der Werkstatt von Jacopo da Ponte, genannt Bassano, versteigert hat, kann es nun eine weitere Arbeit des venezianischen Malers des Manierismus anbieten.

Das 109 x 150 cm messende Leinwandgemälde zeigt das biblische Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen, in dem der Weizen und das Unkraut gemeinsam wachsen, um erst nach der Ernte getrennt zu werden. Während der Weizen gebündelt und gelagert wird, wird das Unkraut verbrannt. Das Gleichnis steht dafür, dass es Gott vorbehalten ist, am Ende die gute von der bösen Saat zu trennen.

Der gute Hirte mit seiner Herde ist ein ebenfalls aus der Bibel bekanntes Motiv. Der französische Maler Charles Clair verband mit Tiermotiven jedoch eher mit seiner Jugend, die er als Sohn eines Bauern auf dem Land verbrachte. Anschließend studierte er Malerei in Nevers und Paris, wo er regelmäßig beim Salon des artistes français anstellte und 1913 mit einer Medaille ausgezeichnet wurde.

Zur modernen Kunst kommen wir nun mit dem Ölgemälde Segelboot aus dem Spätwerk Karl Kluths. Der intensive Farben bevorzugende Expressionist Kluth wurde stark von Edvard Munch geprägt, den er 1929 und 1934 in Norwegen besuchte. Auch seine Mitgliedschaft in der Hamburger Sezession prägte Kluths Stil, den er von 1952 bis 1965 als Lehrer an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg vermittelte.

Unter den Skulpturen der Auktion ist das eingangs erwähnte Werk eines waschechten Olympioniken zu finden. Die Bronze einer ruhenden jungen Dame im antiken Stil wurde vom französischen Bildhauer Joé Descomps-Cormier geschaffen, der für sein Heimatland 1924 bei den Olympischen Spielen in Paris antrat. Doch nicht etwa als Athlet, sondern als Künstler. Von 1912 bis 1948 waren nämlich auch künstlerische Disziplinen olympisch. Eine Medaille hatte Descomps-Cormier zwar nicht gewonnen, aber dabei sein ist schließlich alles!

Ebenfalls hervorzuheben ist diese Büste einer jungen Frau, die von einem italienischen Bildhauer des 19. Jahrhunderts vollplastisch aus Carrara-Marmor gearbeitet wurde. Mit viel Kunstfertigkeit hat er dabei das Gesicht der Dame mit einem dünnen Schleier „verhüllt“, sodass es dennoch zu erkennen ist.

In der Silber-Offerte, die viele hochqualitative Stücke aus Schweden umfasst, kommen auch einige fein gearbeitete Dosen zum Aufruf. Das vorliegende Exemplar mit Schildpattdeckel und -boden ziert das Wappen des Vereinigten Königreichs aus Perlmutt.

Apropos Silber: Mit einem Mercedes-Rennwagen („Silberpfeil) von Märklin kommt ein interessantes Sammlerstück für Motorsportfans zum Aufruf. Auf der Motorhaube des 30 cm langen Gefährts befindet sich die Signatur von Rennfahrer Hans Hermann, der 1954/55 Teil des Werkteams von Mercedes war.

Viel Bezauberndes begegnet uns in der Schmuck-Offerte, darunter dieses Paar Ohrclips von Bulgari aus Gelbgold, mit denen Sie voll im Trend liegen. Perlen dürfen in diesem Jahr nämlich in keiner Schmuckschatulle fehlen. Die Ohrclips können jeweils drei Perlen aufweisen.

Aus einer Kombination aus Weiß und Gold besteht auch dieser schöne Ring. Das Weiß besteht hierbei allerdings aus einer umlaufenden Reihe aus Diamanten im Baguetteschliff. Die lupenreinen Steine wiegen zusammen ca. 3,92 ct.

So abwechslungsreich wie die Gemälde-Offerte präsentieren sich auch die Möbel der Auktion, die von Antiquitäten bis zu modernen Designerstücken für jeden Geschmack etwas zu bieten haben. Zu den älteren Objekten gehört dieser barocke Kannenstock aus reich beschnitten Eiche, der sich hervorragend als Blickfang in Küche oder Esszimmer eignet.

Einen Klassiker des Mid-century-Designs haben wir mit der Esszimmergruppe Tulip vor uns, die der finnische Designer Eero Saarinen 1957 für Knoll International entworfen hat. Die Gruppe besteht aus einem runden Tisch und sechs Stühlen mit schwarz bezogenen Sitzkissen.

Fünfzehn Jahre jünger als Saarinens Entwurf ist die Tischlampe Brumbury des italienischen Designers Luigi Massoni. Die pilzförmige Lampe besteht aus weißem Plexiglas und hat einen verchromten Stand.
Die Auktion findet am 28. August um 11 Uhr im Auktionshaus, Sonnenstraße 8, in Satow statt.



