René Lalique zählt zu den bedeutendsten Vertretern des Art Nouveau und des Art déco, dessen Kreationen im Bereich des Schmucks und der Glaskunst zu den emblematischsten Schöpfungen dieser beiden aufeinanderfolgenden Stilepochen zählen. Seit 2011 ist ihm und seinem Werk im elsässischen Wingen-sur-Moder, wo Lalique 1921 eine zweite Fabrik eröffnet hatte, ein eigenes Museum gewidmet, das rund 650 Exponate beherbergt.
Lesen Sie auch: René Lalique: Wenn Parfümflakons zum Kunstwerk werden
Seit dem 5. Juli 2026 ist das Museum jedoch um 20 Ausstellungsstücke ärmer, nachdem sich in den frühen Morgenstunden bislang noch nicht identifizierte Täter gewaltsam Zugang zu dem Gebäude verschafften und mit historischen Schmuckstücken im Wert von etwa 4 Millionen Euro entkamen. Zwar wurde ein Alarm ausgelöst, doch reagierte der zuständige Sicherheitsdienst nicht schnell genug. Die letztendlich von einer Reinigungskraft, die als erste am Tatort eingetroffen war, alarmierte Gendarmerie hat die Ermittlungen aufgenommen. Das Museum bleibt vorerst geschlossen.
Lesen Sie auch: Gold und Juwelen im Fokus von Museumsdieben
Das Musée Lalique zählt seit dem katastrophalen Einbruch-Diebstahl im Louvre zu den als „sensible Orte“ eingestuften französischen Museen. Die Sicherheitsmaßnahmen waren verstärkt worden, konnten im vorliegenden Fall, der sich in einem Zeitfenster von nur 11 Minuten abspielte, jedoch nicht rechtzeitig greifen.
Weitere Neuigkeiten aus der Kunstwelt finden Sie im Barnebys Magazin




