1.027 Lose kommen zum Aufruf, wenn das Auktionshaus Satow am 5. Juni zu seiner nächsten Kunst- und Antiquitätenauktion einlädt. Egal, ob Sie sich für Gemälde interessieren, für Möbel, Schmuck oder Kunsthandwerk, in dieser Offerte werden Sie auf jeden Fall fündig werden.
Unser erstes Highlight entstammt der umfangreichen Kunstofferte, die altmeisterliche Gemälde genauso umfasst wie moderne Arbeiten. Das Portrait der Malerin Marie Weber wurde von Friedrich August von Kaulbach gemalt, einem der Münchener Malerfürsten des späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, der zu einem der bestbezahlten deutschen Porträtmaler avancierte.

Mit dem vorliegenden Porträt hielt Kaulbach seine junge Kollegin Marie Weber aus Schwerin für die Nachwelt fest, die von 1903 bis 1906 an der Kunstschule München studierte. Weber zog es nach einigen Studienreisen durch Europa in die Heimat zurück, die das Motiv der meisten ihrer Gemälde ist.

Mit Karl Heinz Krug kommt ein weiterer geschätzter Münchener Maler zum Aufruf. In Krugs Atelier in der Kaulbachgasse (!) hatte einst auch Franz Marc gearbeitet, der erkennbaren Einfluss auf das Werk Krugs hatte.

Sehr freizügig geht es in diesem Werk von Ivo Hauptmann zu. Der weibliche Akt trägt das Monogramm des Künstlers, um wen es sich bei der dargestellten Person handelt, ist jedoch nicht bekannt.

Ivo Hauptmann, der der Sohn des Literaturnobelpreisträgers Gerhart Hauptmann war, ist nicht der einzige Maler der Auktion, der einen berühmten Vater vorweisen kann. Der Vater von Franz Schütz, der das vorliegende Gemäldepaar mit Rheinlandschaften schuf, war Christian Georg Schütz, ein bekannter Frankfurter Maler, der Landschaften und Veduten auf die Leinwand zauberte, aber auch italienische Ruinen.

Ein weiteres Gemäldepaar der Auktion wurde im 17. Jahrhundert im Stil von Philips Wouwermann oder Jan van Huchtenburgh gemalt. Die Ölgemälde zeigen Reitersoldaten, die sich vor ihrem Lager versammeln und die Landbevölkerung drangsalieren.

Ein Wandschmuck der etwas anderen Art kommt in der Porzellanofferte zum Aufruf. Die in einen schwarzen Rahmen gefassten und mit Reliefmalerei verzierten sieben Porzellanplatten ergeben 214 x 35 cm messende Abstrakte Landschaften, ein Unikat, das 1988 von Bildhauer Andreas Josef Kutsche entworfen und von der Manufaktur Meissen ausgeführt wurde.

Auf der Suche nach Dekorativem aus edlen Metallen machen wir zunächst Halt in der Silberofferte. Hier kommt ein Set von 12 schwedischer Fußbecher aus innen vergoldetem Silber zum Aufruf. Hübsche Details sind hier der floral durchbrochene Stand und das herzförmige Reliefdekor.

Angefüllt mit Edelmetallen ist natürlich auch die Schmuckofferte. Hier sei zunächst auf ein Paar gelbgoldene Ohrringe in Form von Leopardenköpfen hingewiesen, die ein herrliches Vintage-Flair verbreiten. Neben Verzierungen aus Brillanten kamen für die Gestaltung auch Rubine und schwarzes Emaille zum Einsatz.

Ein ganz außergewöhnliches Stück ist dieses große Collier aus Rotgold und Silber mit floralen Details, das mit Diamanten (ca. 8,0 ct) und Rubinen verziert wurde. Angefertigt wurde das außergewöhnliche Schmuckstück etwa zwischen 1850 und 1870.

Weniger auf Edelmetall denn auf Edelsteine setzte man bei der Gestaltung dieser Kette. Die insgesamt 43 cm lange Kette zieren insgesamt 77 facettierte Diamanten in unterschiedlichen Farben von zusammen ca. 230 ct.

So wie die Gemäldeofferte hält auch die Möbelofferte sowohl antike als auch moderne Stücke bereit. Um ein sehr dekoratives Stück handelt es sich bei diesem barocken Dielenschrank. Beide Türen des Korpus zieren figürliche Intarsien. Gekrönt wird das Möbelstück mit einem profilierten Zangenkopfgiebel.

Im krassen Gegensatz zur barocken Prachtentfaltung stehen die modernen Möbel des Bauhauses. Dieser Armlehnstuhl, der vermutlich vom bedeutenden Möbeldesigner Erich Dieckmann entworfen wurde, ist ein gutes Beispiel dafür. Über Intarsien verfügt er auch, jedoch beschränken sich diese auf schmale Bänder an den Beinen und der Rückenlehne.
Die Auktion findet am 5. Juni um 15 Uhr ohne Publikum im Auktionshaus Satow statt. Ihre Gebote können Sie online, telefonisch oder schriftlich abgeben. Vorbesichtigungen sind noch bis zum 4. Juni in der Sonnenstraße 8 in Satow möglich.



