Geboren 1931 in Falkirk, Schottland, studierte Dame Elizabeth Blackadder (DBE, RA, RSA) von 1949 bis 1955 am Edinburgh College of Art bei Robert Philipson, William MacTaggart und William Gillies. Ein Reisestipendium führte sie 1954 nach Griechenland, Italien und Jugoslawien, wo sie von der byzantinischen Kunst und Mosaiken inspiriert wurde. Mit einem weiteren Stipendium im Jahr darauf reiste sie abermals nach Italien. Dieses Mal tauchte sie in die Kunst der Renaissance ein, beschäftigte sich aber auch mit zeitgenössischen Künstlern wie Giorgio Morandi, auf dessen außergewöhnliche Stillleben sie sich später in ihren eigenen Arbeiten berufen sollte. Die Zeichnungen, die sie während dieses frühen Italienaufenthaltes anfertigte, zeugen ebenso von ihrem großen Zeichentalent, das in den folgenden sechzig Jahren in ihrem Werk präsent blieb.

1956 heiratete Blackadder den Landschaftsmaler John Houston, mit dem sie nun gemeinsam häufig auf Reisen ging. Von ihrer Ausbildung bis zu ihren Reisen und sogar in ihrer Ehe war Elizabeth durch und durch Künstlerin.
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Trotz der Tatsache, dass sie niemals als "abstrakte Künstlerin" bezeichnet werden könnte, profitierte Blackadder stark von ihrem Verständnis der nicht-figurativen Revolution, die die europäische und amerikanische Malerei der späten 1950er und 1960er Jahre erfasste. 1962 wurde sie für ihr Gemälde White Still Life, Easter, ein halbabstraktes Stillleben auf einem flachen Bildraum, mit dem Gutrie Award der Royal Scottish Academy für das beste Werk eines jungen Künstlers ausgezeichnet. Im selben Jahr begann sie am Edinburgh College of Art zu lehren, was sie bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 1986 tat.

1965 suchte Blackadder nach neuen Wegen sich dem Stillleben zu nähern, wobei sie sich an Redpath und der Schule von Edinburgh orientierte, sich dabei jedoch auch eine eigene Vision aneignete, deren Inspirationquellen äußerst vielfältig waren und Miniaturen des Mogulreichs ebenso einschlossen wie die abstrakte Farbfeldmalerei.
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In den 1980er Jahren bereiste Blackadder mehrfach Japan, was ihre Arbeit durch östliche Einflüsse und Techniken bereicherte, wie etwa leuchtende Öl- und Aquarellfarben. In jenem und dem folgenden Jahrzehnt wandte sie für jedes der von ihr gewählten Genres eine unterschiedliche Arbeitsweise an. In jenen Jahren wurden ihre botanischen Arbeiten intensiver, während sie ihre Landschaften einfacher denn je ausführte. Gleichzeitig erhielten ihre Stillleben ein flacheres Aussehen, des beinahe auf jede Perspektive verzichtete. Außerdem begann Blackadder 1985 mit den Meisterdruckern des Glasgow Print Studio zusammenzuarbeiten, wo sie bis 2014 Stiche und Siebdrucke anfertigte.
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Die Objekte, die sie in ihren Stillleben zeigen wollte, wählte Blackadder stets mit bedacht: von beliebten Spielzeugen und Ornamenten bis hin zu japanischen und indischen Drucken, schienen ihre Motive in ihrem Raum zu schweben, oft umgeben von einer schimmernden Aura, die eine individuelle Präsenz und einen individuellen Charakter suggerierte. Diese aus aller Welt, von Asien bis Amerika, geborgten Details, machten ihre Werke wahrlich universell in ihrer visuellen Sprache.
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Elizabeth Blackadder war die erste Frau, die sowohl in die Royal Scottish Academy (1972), als auch die Royal Academy (1976) berufen wurde. 1982 wurde ihr für ihren Beitrag zur Kunst ein OBE verliehen, der 2003 zum DBE erhöht wurde. Sie wurde außerdem zum "Painter and Limner" Ihrer Majestät in Schottland ernannt, als erste Künstlerin, die von Queen Elizabeth II. derart ausgezeichnet wurde, und erhielt den Ehrendoktortitel mehrerer Universitäten. Im Jahr 2011 wurde anlässlich ihres 80. Geburtstags in den National Galleries of Scotland eine große Retrospektive ihrer Arbeiten präsentiert. Elizabeth Blackadder starb am 23. August 2021 im Alter von 89 Jahren.
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