Mehr als zwei Monate ist es her, dass Sotheby’s die für den Dezember geplante Versteigerung von Karl Lagerfelds Nachlass ankündigte. Eine Information, die wir natürlich sofort an Sie weitergeleitet haben.
Lesen Sie auch: Karl Lagerfelds Nachlass bei Sotheby’s

Nun steht der Dezember vor der Tür und damit auch die beiden Saal- und die beiden Onlineauktionen, die Sotheby’s diesem Ereignis widmet. Präsentiert werden die Events von Sotheby’s in Paris und Monaco, in dessen Nähe Lagerfeld zehn Jahre lang die legendäre Villa La Vigie („Der Ausguck“) besaß, die er einst vom damaligen Fürsten von Monaco, Rainier III. (besser bekannt als Ehemann von Grace Kelly) geschenkt bekam, unter der Auflage, sie zu renovieren. Das tat Lagerfeld dann auch sehr aufwändig im Rokokostil, den er in den 1980er Jahren sehr schätzte.
Zehn Jahre später kehrte Lagerfeld dem Rokoko den Rücken, um sich dem zeitgenössischen Design sowie erneut seiner Liebe zum Art déco zuzuwenden. Diese beiden Epochen sind es auch, denen wir in den Auktionen von Sotheby’s begegnen.

In der ersten Auktion, die vom 3.-5. Dezember in Monaco stattfindet, ist der Fokus im Bereich Design vor allem auf die 1920/30er Jahre ausgerichtet, wobei besonders auf Möbelstücke der französischen Art déco-Ikonen Louis Süe und André Mare hingewiesen werden muss. Eine wunderbare Ergänzung dazu stellen einige Blätter von Georges Lepape dar, dessen Modezeichnungen in diesen beiden Dekaden absolut wegweisend waren.

Weitere Highlights sind Werke von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, wie Takashi Murakami, John Baldessari und Jeff Koons sowie der Portugiesin Joana Vasconcelos, die Lagerfelds geliebte Katze Choupette in Fayence und Häkelwerk verewigte.

Lesen Sie auch: Au revoir, Karl Lagerfeld
Fortgesetzt werden die Saalauktionen am 14. und 15. Dezember in Lagerfelds Wahlheimat Paris, wo zeitgenössisches Design, das der Modeschöpfer in den letzten 20 Jahren seines Lebens sammelte, im Mittelpunkt steht. Ihm darin Gleichgesinnte dürfen sich auf futuristische Entwürfe von Mark Newson, Martin Szekely sowie Ronan und Erwan Bouroullec freuen.

Abgerundet werden die Auktionen mit hochwertigem Tischgeschirr und Silberwaren, edlem Reisegepäck, Zeichnungen von Lagerfeld höchstselbst sowie einer Auswahl der legendären schwarzen Jacketts, Sonnenbrillen und fingerlosen Handschuhe, die das Erscheinungsbild des Modeschöpfers so unverwechselbar machten.

Auch die Onlineauktionen (26. November - 6. Dezember und 6.-17. Dezember) umfassen eine Vielzahl von Objekten, die Lagerfelds aufwändigen Lebensstil und persönlichen Geschmack perfekt illustrieren. Ergänzt werden die Auktionen in Monaco und Paris im März 2022 durch eine weitere Versteigerung in Köln.
Weitere Neuigkeiten vom Auktionsmarkt finden Sie im Barnebys Magazin.




