Wenn das Auktionshaus Satow am 24. April erneut zur Auktion einlädt, dürfen sich Freunde und Sammler von Kunst, Antiquitäten, Schmuck und Kunsthandwerk auf eine 894 Lose starke Offerte freuen.

Wie bereits des öfteren im Auktionshaus Satow ist Ivo Hauptmann gut vertreten. 23 Werke des Malers werden dieses Mal zum Aufruf kommen. Besonders hervorzuheben sind hier die Zeichnung Margaretha Hauptmann im Adlon Berlin aus dem Jahr 1922 ( Margaretha Marschalk war die langjährige Geliebte und schließlich zweite Ehefrau von Gerhart Hauptmann) sowie das 1965 als Aquarell entstandene Porträt Erica von Scheel. Erica von Scheel war als Designerin selbst künstlerisch tätig und ab 1912 die erste Ehefrau von Ivo Hauptmann.

Ein drittes Damenporträt Ivo Hauptmann, das in der Auktion zum Aufruf kommt, zeigt mit einer „Frau M.“ eine Freundin der Familie dar. Des Weiteren kommen von Hauptmann Aquarelle und Pastellarbeiten zum Aufruf, bei denen es sich um Blumenstillleben handelt, oder die von seinen Reisen nach Hiddensee, in die Schweiz und nach Griechenland erzählen.

Ein weiteres Highlight stellt das hochformatige, 157 x 64,5 cm messende Ölgemälde Weiblicher Akt des Expressionisten Paul Kother dar. Kother stand in Kontakt mit Künstlerkollegen wie Max Pechstein, Ernst Ludwig Kirchner und Conrad Felixmüller und teilte sich in Dresden zeitweilig ein Atelier mit Otto Mueller. 1916 wurde er mit dem Ehrenpreis der Preußischen Akademie der Künste ausgezeichnet.

Ebenfalls hervorzuheben ist das in Öl auf Hartfaser ausgeführte Gemälde Empfang der Krieger des Impressionisten Hans von Faber du Faur. Das Werk reit sich sehr gut in das Œuvre des Malers ein, der überwiegend Pferde und Reiter als Motiv wählte.

Der Düsseldorfer Maler Heinrich Hermanns interessierte sich für Standansichten und Architektur genauso wie für Landschaften, wobei ihn vor allem die Niederlande und die deutsche Nordseeküste fesselten. Als Impressionist war ihm sehr daran gelegen, Stimmungen und die Wirkung des Lichts einzufangen.
Die Porzellanofferte umfasst Arbeiten von Manufakturen wie Meissen, Rosenthal, KPM Berlin und Royal Copenhagen. Ebenfalls mit von der Partie ist ein frühes Erzeugnis der 1756 gegründeten französischen Manufaktur in Sevrès. Das schiffsförmige Tintenfass weist eine für Sevrès typische Bemalung sowie eine feuervergoldeten Bronzemontierung auf.

So wie Ivo Hauptmann ist auch Günter Grass mehrfach in der Auktion vertreten. Der mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnete Grass war nicht nur als Schriftsteller tätig gewesen, sondern auch als Maler, Grafiker und Bildhauer. Im Auktionshaus Satow kommen vier Bronzearbeiten des 2015 verstorbenen Grass zum Aufruf.

Natürlich hat auch die Schmuckofferte einige Highlights im Angebot. Da wäre beispielsweise die floral gestaltete Brosche aus Gelbgold mit drei Brillanten und 22 weiteren Diamanten zu nennen. Ausgeführt wurde sie vom Moskauer Juwelier Fedor Anatoljewitsch Lorie, dessen Betreib mit Fabergé zusammenarbeitete.
Ein weiteres interessantes Stück ist dieses um 1850 bis 1880 angefertigte Collier mit 24 Lava-Kameen von unterschiedlicher Größe und Farbe. Schmuckstücke und Objekte aus Lavagestein waren damals beliebte Souvenirs von Italienreisenden, die in Neapel den Vesuv besuchten oder sogar erklommen.

Unter den exquisiten Antiquitäten der Offerte darf dieser barocke Aufsatzschrank auf keinen Fall unerwähnt bleiben. Das Möbelstück aus furniertem Nussbaum besteht aus einem dreischübigen Kommodenteil und einem zweitürigen Aufsatz. Neben Bandelwerk ist er mit figürlichen Beinintarsien verziert.
Die Versteigerung findet am 24. April um 11 Uhr im Auktionshaus Satow statt. Vorbesichtigunen sind dort noch bis zum 23. April möglich.



