Kürzlich enthüllte das Rijksmuseum in Amsterdam die detaillierteste Aufnahme, die jemals von Rembrandts Meisterwerk Die Nachtwache gemacht wurde. Das 44,8 Gigapixel-Bild auf der Website des Museums erlaubt es dem Betrachter so nah ans Gemälde heranzuzoomen, dass die einzelnen Pinselstriche, Partikel und Pigmente, die Rembrandt verwendete, sichtbar werden.

Wie das Museum in einem Statement mitteilte, spielt die Fotografie eine Schlüsselrolle in der Operation Night Watch, dem bislang umfangreichsten Restaurierungsprojekt für das Meisterwerk. Das Projekt startete vergangenen Juli mitten in der Ehrengalerie des Museums: Nur durch eine Glasscheibe abgeschirmt, haben die Museumsbesucher die Möglichkeit, das Gemälde an seinem gewohnten Ausstellungsort auch weiterhin zu bewundern, und gleichzeitig die Restauratoren bei ihrer Arbeit zu beobachten. Nach einer Unterbrechung, während der die Digitalisierung des hochauflösenden Fotos durchgeführt wurde, wurden die Restaurierungsarbeiten am 13. Mai fortgesetzt.
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Fotografie ist eine wichtige Informationsquelle für Forscher.
Die fantastische Aufnahme setzt sich aus 528 Einzelbildern zusammen. Die 24 Reihen mit jeweils 22 Bildern wurden unter Verwendung neuroyaler Netze digital zusammengesetzt, wodurch eine Datei mit 44,8 Gigapixeln entstand. Der Abstand zwischen den Pixeln beträgt 20 Mikrometer. Diese Arbeit ist jedoch mehr als eine technologische Leistung, ermöglicht sie den Forschern doch, das Gemälde auch aus der Ferne detailliert zu untersuchen. Ebenso wird das Foto als Referenzpunkt Verwendung finden, um den Alterungsprozess der Leinwand zu verfolgen.
"Das Forscherteam von Operation Night Watch nutzt die neueste Technologie und erweitert ständig die Grenzen dessen, was wir für möglich hielten", sagt Taco Dibbits, Direktor des Rijksmuseums. "Fotografie ist eine wichtige Informationsquelle für Forscher, und Online-Besucher können mit ihr Rembrandts Meisterwerk detailliert bewundern."

In einem leeren Rijksmuseum nahm das Team am 13. Mai ihre Arbeit hinter der Glaswand wieder auf - natürlich unter Berücksichtigung der Hygiene- und Sicherheitsauflagen. Laut der Website des Museums erlaubt die schiere Größe des Gemäldes (363 × 437 cm), dass zwei Personen gleichzeitig daran arbeiten können, ohne ein Risiko einzugehen. Obwohl das Projekt aufgrund der Pandemie für zwei Monate eingestellt wurde, setzten die Experten ihre Arbeit im Homeoffice fort, indem sie die bisher gesammelten Daten analysierten.
Zur hochauflösenden Aufnahme von Rembrandts Nachtwache geht es hier.
Der Start zur zweiten Phase der Operation Night Watch war eigentlich für den Sommer 2020 geplant, wurde jetzt jedoch um ein Jahr verschoben.
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