370 Lose in 14 Kategorien versteigert das Münchener Auktionshaus Rütten in seiner kommenden Auktion am 27. Februar.
Angeführt wird die Offerte von einem Los aus der Kategorie "Schmuck", die insgesamt 94 Positionen umfasst. Dabei handelt es sich um ein gelbgoldenes Armband mit hochfeinem Aquamarin, das Paloma Picasso für Tiffany & Co. entworfen hat.

Ebenfalls ein Stück für das Handgelenk ist diese automatische Herrenarmbanduhr Oyster Perpetual Datejust in Bicolor-Optik von Rolex.

Insgesamt hat die 33 Lose starke Uhren-Offerte eine vielfältige Auswahl im Angebot, die sich sehen lassen kann. So ist die elegante Tischuhr Marina von Jaeger-LeCoultre aus den 1960er Jahren mit ihrem chinesischen Dekor ein echter Hingucker.

Ebenfalls nach Fernost, vermutlich Japan, entführt uns diese interessante Taschenuhr in Birnenform mit eingebauter Spindeluhr. Während das zweiteilige Gehäuse ein Kirschblütenmuster aus Emaille aufweist, ist auf dem Zifferblatt eine Angler-Szene mit Pagode und Brücke zu sehen. Die ins aufwendig gestaltete Uhrwerk gravierte Signatur "Ja. Staples Odiham" deutet auf das späte 18. Jahrhundert als Entstehungszeitraum hin.

Im Stil des 18. Jahrhunderts gestaltet, stammt diese Taschenuhr von Reuge in der Schweiz wohl aus den 1990er Jahren. Die Uhr verfügt über Weckfunktion, Spieluhr und Figurenautomat.

Mit glänzendem Metall kann natürlich auch die Silber-Offerte dienen. Hervorzuheben ist ist hier eine Sammlerserie mit den Jahresbechern von 1980 bis 1991 von den Gebrüdern Kühn aus Schwäbisch Gmünd, die sich mit der Gestaltung der Becher an der Kunst der alten Augsburger und Nürnberger Silberschmiede orientierten.
Die mit 105 Losen umfangreichste Kategorie der Auktion ist dem Porzellan gewidmet. Neben Servicen und Serviceteilen ist es vor allem das figürlich Porzellan, das viele interessante und seltene Stücke umfasst.

Nach einem Modell von Franz Anton Bustelli von 1756 führte man im 20. Jahrhundert in der Manufaktur Nymphenburg diesen Sitzenden Chinesen mit Teetasse aus. Auch die seltene Meissner Figurengruppe Venus mit zwei Amoretten geht auf ein Modell aus dem 18. Jahrhundert zurück, das Johann Joachim Kaendler 1765 für die sächsische Manufaktur entworfen hat.

Ebenfalls selten anzutreffen ist die Figurengruppe Operntänzer und Tänzerin Camargo von Nymphenburg. Die weibliche Figur wurde nach der französischen Tänzerin Marie Camargo (1710-1770) entworfen, die die Erfinderin des absatzlosen Tanzschuhs war. Das Modell stammt ursprünglich aus der Frankenthaler Manufaktur, die von 1755 bis 1800 existierte. Viele Modelle waren von Nymphenburg übernommen und nachproduziert worden.

In der Kategorie "Gemälde" dürfen sich Kunstfreunde auf Landschaften, Porträts und Stilleben freuen – und auf drei Werke des "Katzen-Raffael" genannten Malers Benno Kögl, der sich – man ahnt es bereits – auf Katzenbilder spezialisiert hatte und damit die Nachfolge von Julius Adam (1852-1913) antrat, dessen Gemälde er neben eigenen Arbeiten kopierte.

Nicht unerwähnt bleiben dürfen zwei schöne Landschaftsbilder: Zum einen Frühlings-Erwachen des polnischen Impressionisten Stanislav Zhukovsky, zum anderen eine abendliche Gebirgsszene mit See und Angler des in München ausgebildeten und ansässigen Malers Adolf Lier.

Die Auktion findet am 27. Februar ab 13 Uhr im Auktionshaus Rütten in München statt. Da eine persönliche Teilnahme aktuell nicht möglich ist, empfiehlt das Auktionshaus die Gebotsabgabe via Internet. Vorbesichtigungen sind nur nach telefonischer Voranmeldung möglich.



