Tsai Residence wurde 2006 im Auftrag von Christopher Tsai, einem chinesisch-amerikanischen Investmentmanager und Besitzer der größten Ai Weiwei-Sammlung der Welt, erbaut. Das Gemeinschaftswerk von Ai Weiwei und der Schweizer Agentur HHF Architects, ist die einzige Privatresidenz auf amerikanischem Boden, die von dem weltberühmten chinesischen Künstler entworfen wurde. Nachdem das Anwesen seit 2019 auf dem Markt war, fand es nun einen Käufer, der 4,9 Millionen USD (ca. 4,1 Millionen Euro) dafür zahlte, also etwas weniger als den zunächst geforderten Preis von 5,25 Millionen USD (ca. 4,4 Millionen Euro).

Bereits 2013 stand das Haus zum Verkauf. Damals zahlte der jetzige Verkäufer 4,25 Millionen USD (ca. 3,5 Millionen Euro). Zu der Tsai Residence gehören ein Haupthaus, ein Gästehaus ein Swimmingpool und 15 Hektar Land.
Lesen Sie auch: Die 6 einflussreichsten zeitgenössischen Künstler aus China

Immobilienmakler Graham Klemm beschrieb das Haus als "Kunst zum Wohnen". Tatsächlich behindern die architektonischen Freiheiten, die sich Ai Weiwei genommen hat, darunter das Y-förmige Gästehaus und das aus vier miteinander verbundenen Würfeln bestehende Haupthaus, keineswegs die Funktionalität des Gebäudes. Es sei "wohnlich und praktisch", wie Klemm hinzufügte, "alles, was der Besitzer eines Luxus-Hauses sich nur wünschen könnte."
Lesen Sie auch: Leben in einer Seifenblase
Das Gästehaus, das sich nicht weit entfernt vom Haupthaus befindet, gewann 2013 den American Architecture Award.

Die Neuigkeit, dass das Haus nun endlich verkauft wurde, gab die Journalistin Katya Kazakina auf Twitter bekannt.
Der Verkaufspreis der Tsai Residence spielt in einer ähnlichen Liga wie der höchste Preis, den ein Kunstwerk von Ai Weiwei auf dem Auktionsmarkt bislang erzielen konnte: Die Bronzefiguren Circle of Animals/Zodiac Heads wurden 2015 bei Phillips in London für 3,4 Millionen GBP (ca. 4,8 Millionen Euro) versteigert.

Der als Künstler engagierte und kontroverse Ai Weiwei tritt immer wieder als Architekt in Erscheinung. Sein berühmtestes Gebäude ist das Birds Nest, das Stadion in Peking, das er zusammen mit dem Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron für die dortigen Olympischen Spiele im Jahr 2008 entworfen hatte.
Weitere Neuigkeiten vom Kunst- und Auktionsmarkt finden Sie im Barnebys Magazin!




