Wer seiner Sammlung zum Jahresende noch ein schönes Stück hinzufügen oder ein monetäres Weihnachtsgeschenk in Kunst, Schmuck oder eine Antiquität verwandeln möchte, hat am 30. Dezember die perfekte Gelegenheit dazu, wenn das Auktionshaus Satow seine letzte Auktion im Jahr 2021 mit über 1.000 Losen aus verschiedenen Kategorien präsentiert.

Die Gemäldeofferte begeistert mit einem gewohnt breitgefächerten Angebot, das Werke der unterschiedlichsten Epochen umfasst. Das erste Gemälde, das wir Ihnen an dieser Stelle vorstellen möchten stammt von einem Maler der Düsseldorfer Malerschule des 19. Jahrhunderts, genauer gesagt, aus dem Umkreis von Benjamin Vautier. Das bezaubernde Genrebild zeigt einen kleinen Jungen, der voller Verdruss seiner Großmutter beim Garnaufrollen helfen muss, während ihn seine Freunde zum Spielen nach draußen locken wollen. Auch der vielbeinige Spielgefährte sieht sein junges Herrchen auffordernd an. Nur die Großmutter, seelenruhig in ihre Handarbeit vertieft, scheint von dem kleinen Drama nichts mitzubekommen.

Eine Mecklenburger Landschaft begegnet uns auf diesem Werk von Paul Kother. Der Expressionist Kother war in Dresden und Berlin tätig und mit vielen bedeutenden Kollegen, darunter Otto Mueller und Max Pechstein, bekannt und befreundet.

Der Einfluss des Kubismus auf die Arbeit von Fritz Kronenberg wird in diesem Spätwerk des Künstlers mehr als deutlich. Nach Reisen, die ihn Anfang der 1920er Jahre bis nach Spanien, die USA und Nordafrika geführt hatten, hielt sich Kronenberg in Paris auf, wo ihn vor allem das Werk Georges Braques so nachhaltig beeindruckte, dass er später bisweilen auch „Kronenbraque“ genannt wurde.

In der Skulpturenofferte sind vor allem die beiden französischen Bildhauer Prosper Lecourtier und Antoine-Louis Barye hervorzuheben. Während letzterer mit der bronzenen Darstellung eines Dromedars mit Reiter vertreten ist, begeistert Lecourtrier mit der sehr naturalistischen Bronzeplastik Zwei Jagdhunde.

Sammler von asiatischer Kunst werden sich für diese 50 cm hohen Jadeskulptur des stehenden Buddha begeistern, deren ursprüngliche rote Fassung noch großflächig erhalten ist.

Apropos Bemalung: Eine solche in der Signalfarbe Rot kennzeichnet diesen Rennwagen aus dem Hause Märklin. Das aus Blech gefertigte Gefährt verfügt über Gummireifen, ein Uhrwerk mit Schlüssel und eine elektrische Beleuchtung.

Die Schmuckofferte, die nach einer spannenden Melange mit Objekten aus Porzellan, Silber und weiteren Materialen zum Aufruf kommt, umfasst auch das am höchsten bewertete Los der Auktion. Dabei handelt es sich um dieses prachtvolle Collier mit passendem Armband aus 750er Gelbgold. Beide Stücke sind schauseitig in einem Dekor aus Schleifen und Blättern gestaltet und mit Brillanten von insgesamt ca. 12,5 ct besetzt.

Gelbgold ist auch die „Grundzutat“ dieses bezaubernden Art déco-Armbands von ca. 1920. Der nur 0,8 cm breite Handgelenkschmuck ist neben Brillanten von zusammen ca. 4,5 ct mit einer Reihe von Smaragden von zusammen ca. 9,0 ct verziert.

Als nächstes stehen Uhren auf dem Programm. Hier muss vor allem auf zwei Tischuhren hingewiesen werden, die beide überaus prachtvoll sind, jedoch auf ganz unterschiedliche Weise. So griff Alexander Kips, künstlerischer Leiter KPM Berlin, um 1900 für diese Uhr auf die Formensprache des 18. Jahrhunderts zurück und schuf ein Porzellangehäuse im geschwungenen Rokokostil. Bemalt wurde es mit feiner Blumenmalerei. Obenauf sitzt ein weiß gehaltener Putto, der eine Seifenblase bläst.

Vom Neorokoko zur Neogotik führt uns diese feuervergoldete Pendule Romantique à la Cathédrale. Die Neogotik war einer der frühesten Stile des Historismus und griff die Gotik des Mittelalters auf, die besonders für ihre Kirchenbauten bekannt ist. Und genau einen solchen kopiert die Uhr, die um 1830 in Paris hergestellt wurde. Die Position der für die gotische Kathedrale geläufige Fensterrose nimmt das ebenfalls vergoldete Zifferblatt ein.

Wie gewohnt bilden Möbel den Abschluss der Auktion. Zum Aufruf kommen Antiquitäten der unterschiedlichsten Epochen, die barocke Kommoden genauso umfassen wie Schreibtische des Biedermeiers. Wir wollen jedoch einen Blick auf einige Möbelstücke des 20. Jahrhunderts werfen, genauer gesagt aus der Epoche des Art déco.

Neben einer Säule aus Mahagoni und einer teilweise verspiegelten Anrichte aus Maserholz mus vor allem auf einen Schreibtisch aus Palisander hingewiesen werden. Eine weitere Anrichte aus Mahagoni wurde um 1925 in Frankreich ausgeführt.
Die Auktion findet am 30. Dezember um 11 Uhr im Auktionshaus Satow statt – leider ohne Saalpublikum. Gebote können jedoch schriftlich, telefonisch oder online abgegeben werden. Vorbesichtigungen sind jedoch täglich im Auktionshaus, Sonnenstraße 8, in Satow möglich.
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