Lars-Gunnar "Nubben" Nordström war ein Vorreiter der Abstrakten Kunst in Finnland und dort ebenso eine der zentralen Figuren für den Durchbruch der Konkreten Kunst. Nun werden rund 30 seiner dynamischen und von klaren geometrischen Formen geprägten Kompositionen in einer Sonderauktion der Uppsala Auktionskammare versteigert. Grund genug, den Künstler einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Lars-Gunnar Nordström wurde 1924 geboren und wuchs in einer Architektenfamilie in Helsinki auf. Als 22-Jähriger studierte er dort Möbeldesign an der Central School of Art und widmete sich in seiner Freizeit der Malerei. Schon früh entwickelte er eine spezifische Malweise, die auf einem Ganzen aus Linie, Farbe und Fläche basierte. Der Stil wurde charakteristisch für Nordströms Werk, sowohl in der Malerei als auch in der Bildhauerei.
1949 hatte er seine erste Einzelausstellung in Helsinki. Im selben Jahr reiste er nach Paris, wo er eine Ausstellung mit Werken von Victor Vasarely besuchte. Nordström war fasziniert von Vasarelys rhythmischen Kompositionen und seinem Stil, den er selbst anstrebte.
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Zu dieser Zeit kam Lars-Gunnar Nordström mit einigen seiner nordischen Stilkollegen in Kontakt: Olle Bærtling, Richard Mortensen und Eric H. Olson. Dank seiner engen Kontakte zu Künstlern in den nordischen Ländern, aber auch in Paris und New York erreichte Nordström schließlich internationale Bekanntheit. Seine Arbeiten wurden unter anderem in der Galerie Hybler in Kopenhagen (1966), der Galerie Aronowitsch in Stockholm (1967) und beim Scandinavian Festival in Denver in den USA (1968) gezeigt. Sein großer Durchbruch gelang ihm 1970 mit einer großen Einzelausstellung im Amos Anderson Art Museum in Helsinki.
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Nordström wurde unter anderem vom Schweizer Künstler Max Bill gelobt, der sagte: „Lars-Gunnar Nordström ist der einzige gute finnische Maler!“. Es war Max Bill, der 1944 zusammen mit Josef Albers in der Kunsthalle Basel die erste internationale Ausstellung konkreter Kunst organisierte.
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Die Vertreter der Konkreten Kunst experimentierten mit Farbe, Form und Rhythmus. Sie argumentierten, dass ein konkretes Gemälde nichts anderes als sich selbst darstellt. Die konkrete Kunst ist von allen gegenständlichen und symbolischen Elementen befreit, was den Konkretismus von der abstrakten Kunst unterscheidet, die ihre Formen aus der Realität ableitet, sie aber vereinfacht.

Im Jahr 2000 musste Lars-Gunnar Nordström aufgrund einer schweren Krankheit seine aktive Karriere beenden. Fünf Jahre später fertigte er mit Hilfe eines Assistenten seine letzten großformatigen Gemälde an und starb schließlich am 10. August 2014, nur wenige Tage vor seinem 90. Geburtstag.
Charakteristisch für Nordströms Gemälde sind mathematische Präzision, wenige intensive Farben und unterschiedliche geometrische Flächen, die zu dynamischen Kompositionen führen. Nordström arbeitete nicht nur mit Ölfarbe, sondern schuf auch Skulpturen aus Materialien wie Eisen und Aluminium sowie Arbeiten mit Fliesen- und Glasmosaik.
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Heute ist die Kunst von Lars-Gunnar Nordström auf dem Auktionsmarkt gefragt und sowohl seine Gemälde als auch Skulpturen werden vor allem in Schweden und Finnland erfolgreich verkauft. Und in wenigen Tagen ist es wieder soweit: Am 26. September betreten 32 Werke aus einer schwedischen Privatsammlung in den Räumlichkeiten der Uppsala Auktionskammare in Stockholm die Auktionsbühne. Die Sammlung umfasst Gemälde, Studien und Collagen von Lars-Gunnar Nordströms erstem konkreten Versuchen der 1950er Jahre bis zu seiner späteren Produktion in den 1980er Jahren. Welches Werk ist Ihr Favorit?
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