Die großen Auktion, die in Mai und November in New York stattfinden, zählen jedes Jahr zu den Highlights im Auktionskalender. Hier kommt nur das Beste vom Besten unter den Hammer, hier werden regelmäßig Rekorde erzielt, die die Kunstwelt in Staunen versetzen. Kommende Woche ist es wieder soweit und man darf gespannt sein, ob sie für den zuletzt ruhiger gewordenen Auktionsmarkt zum Triumph wird. Die Zutaten für einen solchen hätten Sotheby’s und Christie’s im Angebot.
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Zum Auftakt präsentiert Christie’s am 12. Mai 39 Meisterwerke aus der Sammlung des 2024 verstorbenen Barnes & Noble-Gründers Leonard Riggio, die dieser gemeinsam mit seiner Ehefrau Louise aufgebaut hatte. Das Top-Los ist hier Piet Mondrians Composition with Large Red Plane, Bluish Gray, Yellow, Black and Blue von 1922, das den 2022 bei Sotheby’s erzielten Auktionsrekord des Künstlers in Höhe von 51 Millionen US-Dollar übertreffen könnte. Weitere Highlights sind René Magrittes L'empire des lumières (1949), Pablo Picassos Femme à la coiffe d'Arlésienne sur fond vert (Lee Miller) (1937) und Alberto Giacomettis Femme de Venise I (1956). Insgesamt liegen die Erwartungen für „Leonard & Louise Riggio: Collected Works“ bei 250 Millionen US-Dollar.
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Im Anschluss findet der „20th Century Evening Sale“ statt, der von Mark Rothkos No. 4 (Two Dominants) [Orange, Plum, Black] (1950-51), Claude Monets Peupliers au bord de l’Epte, crépuscule (1891) und Andy Warhols Big Electric Chair (1967-68) angeführt wird.
Auf „Impressionist and Modern Works on Paper“ und dem „Impressionist and Modern Art Day Sale“ am 13. Mai folgen am 14. Tag des Monats die 42 Lose des „21st Century Evening Sale“, in dem Jean-Michel Basquiats Baby Boom (1982) mit der höchsten Schätzung der Offerte (20-30 Millionen US-Dollar) ausgestattet wurde. Marlene Dumas’ Hauptwerk Miss January (1997) könnte nicht nur einen neuen Auktionsrekord für Dumas selbst, sondern auch für eine lebende Künstlerin allgemein erzielen (Schätzpreis 12-18 Millionen US-Dollar). Aktuell liegt hier Jenny Saville an der Spitze, deren Werk Propped 2018 für 9,55 Millionen GBP (12,4 Millionen US-Dollar) versteigert worden war.
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Den Abschluss der Marquee Week bei Christie’s bildet schließlich am 15. Mai der „Post-War and Contemporary Day Sale“.
Auch bei Sotheby’s ist die New Yorker Auktionswoche prall gefüllt. Das absolute Top-Los der Gesamtofferte kommt bereits am ersten Abend (13. Mai) in der „Modern Evening Auction“ zum Aufruf: Grande tête mince (1954) von Alberto Giacometti, ein aufgrund der Bemalung einzigartiges Bronzeporträt von dessen Bruder Diego, für das die Erwartungen bei 70 Millionen US-Dollar liegen. Weitere große Namen der insgesamt 65 Lose starken Auktion sind etwa Georgia O’Keeffe, Pablo Picasso, Wassily Kandinsky und Alexander Calder.
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Am 14. Mai wird die „Modern Day Auction“ von Rufino Tamayo, Henri Matisse und René Magritte angeführt, deren Werke mit Schätzpreisen im siebenstelligen Bereich aufgerufen werden. Am 15. Mai liegt der Fokus mit „Selections from The Collection of Barbara Gladstone“ und „Im Spazio: The Space of Thoughts (The Collection of Daniella Luxembourg)“ der Fokus zunächst auf zwei Single-Owner-Sammlungen, bevor „The Now and Contemporary Evening Auction“ den Auktionstag abrundet und mit Werken von Künstlern wie Jean-Michel Basquiat, Frank Stella, Robert Rauschenberg und Gerhard Richter begeistert.
Am 16. Mai geht die Auktionswoche bei Sotheby’s schließlich mit der „Contemporary Day Auction“ zu Ende.
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Die New Yorker Marquee Week steht unter dem Zeichen der wachsenden Verunsicherung des Kunstmarktes angesichts der aktuellen politisch-wirtschaftlichen Lage. Zudem steckt die Zeitgenössische Kunst derzeit in einer Krise mit sinkenden Umsätzen, wobei Werke etablierter Künstler mit starker Provenienz sowie sorgfältig kuratierte Single-Owner Collections nach wie vor gefragt sind.
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