Wie die finnische Zollbehörde gestern bekannt gab, haben ihre Mitarbeiter am Grenzübergang Vaalimaa am vergangenen Wochenende einen Kunsttransport beschlagnahmt, der gegen die aktuellen EU-Sanktionen gegen Russland verstoßen könnte.
Die mehrere Kisten umfassende Sendung enthielt Gemälde und Skulpturen im Wert von 42 Millionen Euro. Die Kunstwerke waren als Leihgaben in europäischen und japanischen Museen zu sehen gewesen und sollten nun offenbar über EU-Mitglied Finnland nach Russland zurückkehren.
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Die genauen Hintergründe sollen jetzt Ermittlungen erhellen, die der finnische Zoll gemeinsam mit dem finnischen Außenministerium und der Europäischen Kommission durchführt.
„Es ist wichtig, dass die Durchsetzung von Sanktionen effektiv funktioniert. Die Durchsetzung von Sanktionen ist Teil unserer normalen Geschäftstätigkeit und wir richten unsere Kontrollen immer risikobasiert aus. Die Sendungen, die jetzt strafrechtlich untersucht werden, wurden im Rahmen unserer üblichen Strafverfolgungsarbeit entdeckt“, sagt Sami Rakshit, Direktor der finnischen Zollbehörde, in der Pressmitteilung.
Bis zur Aufklärung des Falls werden die Kunstwerke nun entsprechend ihres Wertes und ihrer Bedürfnisse gelagert.
Update vom 11.4.2022: Wie der finnische Zoll am Samstag in einer weiteren Pressemitteilung bekannt gab, wurden die Kunstwerke für ihren Weitertransport nach Russland freigegeben. Möglich wurde dies durch die "Änderung der Verordnung (2022/428) über Sanktionen in Bezug auf Kunstwerke" durch die EU.




