559 Lose kommen am 4. und 5. Mai im Hamburger Auktionshaus Cortrie zum Aufruf. Die beiden Kataloge umfassen seltene und hochwertige Armband- und Taschenuhren sowie erlesenen Schmuck.
Der erste Auktionstag ist ab 16:30 Uhr dem Uhrenkatalog gewidmet. In dieser Offerte begeistert eine extrem seltene Taschenuhr à quatre couleurs, was bedeutet, dass für die Herstellung der Uhr Gelb-, Weiß-, Rosé- und Grüngold verwendet wurde. Die beidseitig verglaste Uhr zeigt rückseitig in feinster Emaille-Lupenmalerei Adam und Eva mit vielen Tieren im Paradies. Ausgelöst durch einen der beiden Automaten, wird das biblische Paar von einer Schlange umkreist.

Am zweiten Auktionstag wird ebenfalls ab 16:30 Uhr erlesener Schmuck versteigert. Hier kommt mit einem weißgoldenen Ring eine äußerst hochwertige Goldschmiedearbeit zum Aufruf. Als zentraler Stein wurde ein hochfeiner Brillant von 3,56 ct gewählt, den sechs weitere Diamanten im Smaragdschliff (zus. 0,52 ct) auf den Ringschultern ergänzen.

Die Armbanduhrenofferte des ersten Auktionstages umfasst viele aktuelle und Vintage Modelle begehrter Marken. Zweifellos eines der vielen Highlights ist eine Rarität aus dem Hause Patek Philippe: Die Nautilus Jumbo von 1979 wurde von ihrem Erstbesitzer an das Auktionshaus übergeben und verfügt über ein Stardust-Dial mit durchscheinendem Bronze-Schimmer.

Im nahezu neuwertigen Zustand hat ein Breguet Tourbillon die Auktion erreicht. Die 2012 erworbene Uhr verfügt über ein Automatic Power Reserve sowie ein klassisches Gehäuse aus 18-karätigem Gelbgold.

Weiter geht es mit einem extrem seltenen und einem sehr gesuchten Modell von Rolex. Bei dem seltenen Modell handelt es sich um den großen Chronographen Antimagnetique mit Vollkalender aus den 1940er Jahren.

Heute sehr gesucht ist die sogenannte Orange Hand Steve McQueen von 1972 aus der ersten Serie der Rolex Explorer II, die von 1971 bis 1985 produziert wurde. Die Uhr, die ursprünglich für Höhlenforscher und andere im Dunkeln tätige Menschen entwickelt worden war, hatte zunächst nicht viele Fans. Dies änderte sich, als bekannt wurde, dass Schauspieler Steve McQueen ein solches Modell am Handgelenk trug.
Nachdem Cortrie im März einen indischen Hochzeitsschmuck aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts versteigern konnte, kommen nun zwei weitere vergleichbare Stücke zum Aufruf. Hier glänzt zum einen eine hochwertige Goldschmiedearbeit mit Türkisen, Perlen und Rubinen.

Das andere Stück, ein Collier, kann beidseitig getragen werden. Während die Vorderseite Rubine, Diamanten und Smaragde zu einem Blumenmuster vereint, zeigt die Rückseite Blüten und Vogelmotive aus Emaille.

Sehr wahrscheinlich um ein unikates Stück handelt es sich bei einer goldenen Geschenknadel, mit der Herzog Heinrich von Anhalt-Köthen (1778-1847) vermutlich ein verdientes Mitglied seines Hofes auszeichnete. Geschenknadeln dieser Art waren vor dem Ersten Weltkrieg in den europäischen Herrscherhäusern üblich. Bei einem so kleinen Staat, wie dem 1847 aufgelösten Herzogtum Anhalt-Köthen, heute jedoch nur schwer zu finden.

Ebenfalls zum Anstecken ist eine handgearbeitete Art déco-Brosche in Form eines Schmetterlings. Ihr reicher Diamantbesatz von ca. 5 ct umfasst auch seltene rosa Altschliff-Diamanten.

Ein wahrlich komplexes Gebilde liegt mit einer vermutlich einzigartigen goldenen Anhängeruhr mit Petschaft vor, deren Zifferblatt und Werk genauso versteckt liegen wie die beiden Giftfächer im Deckel und im Fuß des als Vase oder Urne gestalteten Gehäuses.

Ein weiteres seltenes Sammlerstück liegt mit einer klassischen Savonette aus Roségold vor. Die Taschenuhr mit acht Komplikationen war eine von 35 Uhren, die Audemars Piguet um 1900 an den Uhrengroßhandel Dürrstein in Dresden schickte.

Die Auktionen finden am 4. und 5. Mai im Auktionshaus Cortrie in der Süderstrasse 282 in Hamburg statt. Jeweils vor den Versteigerungen können die jeweiligen Lose vor Ort in Augenschein genommen werden.
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