Es war einer der spektakulärsten und größten Kunstdiebstähle der Nachkriegszeit in Deutschland, der sich in der Nacht zum 25. November 2019 im Grünen Gewölbe im Dresdener Residenzschloss abspielte: Zwei maskierte Männer drangen in das Museum ein und zertrümmerten im Pretiosensaal Vitrinen mit prachtvollem Diamantschmuck, der hauptsächlich aus dem 18. Jahrhundert stammte. Sie entwendeten 21 Stücke, deren Versicherungswert auf 100 Millionen Euro geschätzt wird.
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Die Spur der Ermittler führte nach Berlin und im Laufe der folgenden Jahre wurden mehrere Mitglieder des dort ansässigen Remmo-Clans verhaftet. Im Zuge der Gerichtsverhandlung gaben die Tatverdächtigen 31 Objekte zurück, wobei es sich um zum Teil vollständige Garnituren sowie um einzelne Stücke handelt, die den beschädigten Objekten zugeordnet werden konnten.
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Nun befinden sich diese 31 Objekte wieder an ihrem ursprünglichen Ausstellungsort im Grünen Gewölbe. Gestern gab es zunächst einen Pressetermin, bei dem auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Kulturministerin Barbara Klepsch (beide CDU) sowie Marion Ackermann, die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), zugegen waren.
Seit heute können auch Besucher die funkelnden Preziosen wieder bewundern, mit verlängerten Öffnungszeiten bis 20 Uhr. Zudem verlost das Museum 1.000 Eintrittskarten, um den Anlass gebührend zu feiern.
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Doch auch wenn es in den reparierten Vitrinen betörend funkelt und strahlt, ist doch noch immer nicht wieder alles beim Alten. Zum einen fehlt noch immer von bedeutenden Stücken jede Spur, darunter die Epaulette mit dem „Sächsischen Weißen“ und die Große Brustschleife der Königin Amalie Auguste, zum anderen wird man bei genauerem Hinsehen bemerken, dass die beschädigten Stücke noch nicht restauriert wurden. Grund dafür ist die noch immer gültige Sicherstellung durch das Landgericht, welches die Rückkehr der Juwelen ins Grüne Gewölbe genehmigen musste.
„Natürlich geben wir die Hoffnung nicht auf, auch die übrigen Juwelen dereinst wieder hier im Grünen Gewölbe ausstellen zu können. Wir sind der Soko Epaulette dankbar, dass sie weiter Hinweisen nachgeht. Wir können den Einbruch nicht ungeschehen machen. Aber wir können sicherstellen, dass er so nicht noch einmal passieren kann“, betont Marion Ackermann in einer Pressemitteilung der SKD.
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