Am 19. November erzielte einer der berühmten schwarzen Zweispitze, die zum ikonischen Erscheinungsbild Napoleons I. beitrugen, im Auktionshaus Osenat in Paris 1,9 Millionen Euro, was einen neuen Rekord bedeutete. Damit konnte der Hut mit blau-weiß-roter Kokarde seinen Schätzpreis in Höhe von 500.000 Euro beinahe vervierfachen.
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Napoleon soll 120 Hüte besessen haben, von denen nur 16 heute erhalten sind, die meist in Museen auf der ganzen Welt ausgestellt werden. Daher war es eine große Ausnahme, dass sich der vorliegende Hut – ein "Heiliger Gral" für jeden Sammler von Objekten der Napoleonischen Ära – in Privatbesitz befand. Laut Auktionator Jean-Pierre Osenat „trägt dieser Hut die gesamte Symbolik der 15 Jahre in sich, die Frankreich revolutionierten und die Welt veränderten". Zweispitze wurden eigentlich mit einer Spitze nach vorne getragen. Napoleon setzte ihn jedoch als einziger mit der Längsseite nach vorne auf, wodurch ihn seine Soldaten während der Kriegsgefechte leicht erkennen konnten.
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Die spezielle Trageweise seiner Hüte behielt Napoleon während der gesamten 15 Jahre seiner kaiserlichen Herrschaft bei, wobei die Proportionen variierten. Sehr schlicht aus Filz gefertigt, ohne Ornamente oder Lederbesatz, unterscheidet sich der Zweispitz Napoleons von der extravaganten Hutmode, die von anderen in der damaligen Zeit getragen wurde. Der Rekordhut wurde von Pierre-Quentin-Joseph Baillon angefertigt, der 1806 zum Quartiermeister des Kaisers ernannt wurde. Die Kokarde fügte Napoleon hinzu, als er am 1. März 1815 von der Insel Elba zurückkehrte.
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Der bisherige Rekord für einen Hut Napoleons war 2014 ebenfalls bei Osenat aufgestellt worden, als ein Exemplar aus dem Besitz der Fürstenfamilie von Monaco für 1,88 Millionen Euro versteigert wurde. Ein weiterer Zweispitz, der dem neuen Rekordhut ähnelt, erzielte 2018 in Lyon 350.000 Euro und soll von Napoleon angeblich während der Schlacht von Waterloo getragen worden sein.
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