74,4 Millionen Euro lautete das Ergebnis, nachdem Sotheby’s Paris am Abend des 22. Oktobers sämtliche Lose der Auktion „La Collection Schlumberger: Le Temps Retrouvé“ erfolgreich hatte versteigern können. Es ist die höchste Summe, die das renommierte Auktionshaus bislang mit einer reinen Kunstauktion in Frankreich erzielt hat.
Und das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können, wären am Morgen der Auktion nicht drei Werke von Paul Cézanne, die kürzlich als trésors nationaux eingestuft wurden, nicht von der Versteigerung zurückgezogen worden. Mit Unterstützung des französischen Kulturministeriums sollen die wegweisenden Gemälde nun stattdessen von Cézannes Heimatstadt Aix-en-Provence für das dortige Musée Granet erworben werden.
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Ein Großteil der 74,4 Millionen Euro entfielen auf das Top-Los der Auktion, ein bedeutendes Gemälde aus Claude Monets später Schaffenszeit. Iris entstand 1924-25, als sich Monet noch einmal mit jenen Blumen beschäftigte, die ihn bereits 1914-17 fasziniert hatten. Das vorliegende Gemälde gilt als das bedeutendste dieser Werkgruppe und war das größte von ihnen in Privatbesitz – oder ist es vielmehr noch immer, denn nach einem intensiven Gefecht zwischen sechs Bietern, das 45 Minuten dauerte, wurde Iris (Schätzpreis 22-30 Millionen Euro) für 50.045.000 Euro an einen Privatsammler aus Asien verkauft, der per Telefon zugeschaltet war.
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Dazu Thomas Bompard, Vice-President of Sotheby's France and Co-Director of the Modern & Contemporary Art Department: „In dem Augenblick, in dem man Iris an die Wand hängt, geschieht etwas Außergewöhnliches – etwas Magisches, Kraftvolles und Ergreifendes –, wie es nur bei den größten Kunstwerken der Fall ist. Monet malte Iris ganz am Ende seines Lebens, als sein Garten zu seinem Universum geworden war und er die Kunst der Malerei in ungeahnte neue Höhen führte. Ein Jahrhundert später versetzte eben diese radikale Schönheit einen Auktionssaal in Staunen und ließ den Atem stocken. Sechs Bieter, 45 Minuten, 50 Millionen Euro – ein neuer Rekordwert für Frankreich. Heute Abend gehörte Paris Monet.“
Der erzielte Preis und das langwierige Bieten widerspiegeln die Bedeutung, die das erstmalige Erscheinen von Iris auf dem Auktionsmarkt hatte – und das in dem Jahr, in dem sich Claude Monets Todestag am 5. Dezember zum 100. Mal jähren wird.
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