Am 31. Januar versteigerte Sotheby’s New York die rund 41 Lose der Auktion „A Scholar Collects“, die Arbeiten von vornehmlich französischen Künstlern des 18. Jahrhunderts umfasste.
Mit zwölf Werken besonders gut vertreten war Élisabeth-Louise Vigée-Lebrun, die sich zu Lebzeiten den Ruf einer ausgezeichneten Porträtmalerin erwerben konnte, von der sich das Who-is-Who des französischen (und später auch russischen) Adels auf die Leinwand bannen ließ, allen voran Königin Marie Antoinette, mit der sie sogar eine Art Freundschaft verband.
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Von Vigée-Lebrun zum Aufruf kamen ein frühes Ölporträt ihrer Mutter sowie in Pastell oder Kreide ausgeführte Bildnisse und Landschaftsstudien auf Papier. Die Landschaftsstudien waren am günstigsten zu haben, während für das Porträt der Mutter, das Pastellbildnis der Herzogin von Guiche sowie das in Kreide ausgeführte Porträt von deren Mutter, Madame de Polignac, der engsten Vertrauten Marie Antoinettes, Schätzpreise im unteren bis mittleren sechsstelligen Bereich veranschlagt worden waren.
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Mit dem höchsten Schätzpreis der gesamten Offerte (700.000-1.000.000 US-Dollar) kam Vigée-Lebruns Selbstporträt im Reisekostüm zum Aufruf. Die exquisite Arbeit (wohl das beste Pastell in Vigée-Lebruns Œuvre) war zuletzt vor mehr als vierzig Jahren auf dem Auktionsmarkt angeboten worden. Entstanden war es in Rom, wohin die Künstlerin Ende 1789 gemeinsam mit ihrer Tochter Julie vor der Französischen Revolution geflüchtet war. Es war nicht das erste Selbstbildnis, dass Vigée-Lebrun in Italien ausführte, bereits zuvor hatte sie in Florenz den Auftrag zu einem solchen erhalten, das der dortigen Sammlung von Selbstporträts im Palazzo Pitti bzw. in den Uffizien hinzugefügt werden sollte. Das Pastell schenkte sie François Guillaume Ménageot, dem damaligen Direktor Académie de France in Rom, der sie bei ihrer dortigen Ankunft unterstützt hatte.
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Alle Arbeiten Vigée-Lebruns fanden einen neuen Besitzer, wobei das wunderbare Selbstporträt mit 3,085 Millionen US-Dollar nicht nur seinen Schätzpreis weit hinter sich ließ, sondern auch einen neuen Rekord für eine Arbeit auf Papier einer Alten Meisterin aufstellte.
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Bereits seit 2019 darf sich Élisabeth-Louise Vigée-Lebrun rühmen, die teuerste Alte Meisterin auf dem Auktionsmarkt zu sein, nachdem ihr Porträt des indischen Gesandten Muhammad Dervish Khan von 1788 bei Sotheby’s für 7,2 Millionen US-Dollar versteigert wurde.
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