Hat er oder hat er nicht? Hat der mexikanisch-amerikanische Technologieunternehmer und Kunstsammler Martin Mobarak tatsächlich Ende Juli ein authentisches Werk von Frida Kahlo verbrannt? Dieser Frage geht nun die Kulturbehörde Mexikos nach, denn die Werke Frida Kahlos gelten dort als nationale Kulturgüter, deren vorsätzliche Zerstörung strafrechtliche Folgen nach sich zieht.
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Bei dem Werk handelt es sich um das Aquarell Fantasmones Siniestros („Unheimliche Geister“), das Kahlo 1944 in ihr Tagebuch gemalt hatte. Sie schenkte es dem venezolanischen Kunstkritiker Juan Röhl, später gelangte es in den Besitz der in New York ansässigen Galeristin und Händlerin von lateinamerikanischer Kunst, Mary-Anne Martin, die es 2004 und 2013 an eine Stiftung bzw. einen Privatsammler verkaufte. Möglicherweise war es dieser Sammler, von dem Mobarak das Aquarell 2015 erwarb, wie er gegenüber dem Magazin VICE erklärte.
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Im Zuge seines Projekts Frida.NFT lud Mobarak am 30. Juli eine ausgewählte Gästeschar in sein Haus in Miami ein. Höhepunkt des Events war die Verbrennung von Fantasmones Siniestros über einem mit Trockeneis und Brennstoff gefüllten Martiniglas. Begleitet wurde die Aktion von einer Mariachi-Band, die dazu die bekannte mexikanische Volksweise Cielito lindo spielte.
Das verbrannte Werk Frida Kahlos wird nun von Frida.NFT in Form von NFTs angeboten, in einer Auflage von 10.000 Exemplaren zu jeweils 4.000 USD. Ein Teilerlös aus dem Verkauf soll wohltätigen Zwecken zugute kommen.
In der Kunstwelt kam die Auktion nicht gut an und auch die mexikanischen Behörden zeigten sich, wie eingangs erwähnt, alles andere als begeistert. Bleibt nun zu klären, ob tatsächlich das Originalwerk von Frida Kahlo, dessen Wert Mobarak mit 10 Millionen USD angibt, verbrannt wurde, oder doch nur eine Kopie.
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