Ein Rennwagen ist schöner als die Nike von Samothrake.
Am 2. Oktober präsentiert Wannenes’ Abteilung für Classic Cars und Sportwagen erstmals in Halle 13 der bekannten Automobilausstellung „Milano AutoClassica“ die Auktion „Auto e Moto Classiche e Youngtimer“.
Die Offerte greift die Aussage Filippo Tommaso Marinettis Aussage aus seinem Futuristischen Manifest vom 20. Februar 1909 auf: „Ein Rennwagen ist schöner als die Nike von Samothrake“. Das Auto wurde zur Essenz der Moderne, zur Ikone der Geschwindigkeit und Simultaneität, zum Schlüsselelement einer künstlerischen und literarischen Poesie, die immer wieder in die Zukunft projiziert wird.
Die 39 Lose des Katalogs verteilen sich auf 28 Autos, 2 Memorabilia und 9 Motorräder, die ihre Schönheit und Einzigartigkeit miteinander verbindet. In der Welt der Autos und Motorräder nimmt eine rasante Leidenschaft immer die Pole-Position ein.

Von den Losen des Katalogs darf dieser Mercedes C55 AMG Performance Pack von 2005 keinesfalls unerwähnt bleiben. Der Wagen ist einer von nur neun Stück, die in den AMG Werken in Affalterbach gebaut wurden, von denen wiederum nur drei für den Straßenverkehr zugelassen worden. Einer dieser drei Wagen ist der vorliegende. Das exklusive Performance Pack umfasst einen überarbeiteten V8-Motor, der die Gesamtleistung von den sonst üblichen 365 PS auf 410 PS steigert und die Höchstgeschwindigkeit von 250km/h auf 280km/h erhöht. Exklusiv von AMG gestaltet wurden die Auspuffe, der Frontspoiler und die Felgen, die perfekt miteinander harmonieren (Los 23, Schätzpreis 24.000-60.000 Euro).

1963 wurde der Alfa Romeo Giulia GT als Nachfolgemodell des Giulietta Sprint präsentiert. Aufgebaut auf dem Chassis der Giulia-Limousine, unterschied es sich jedoch durch auf 235 cm verkürzten Radstand. Entworfen wurde das elegante Coupé mit zwei Vorder- und zwei kleineren Rücksitzen von Giorgetto Giugiaro im Auftrag von Bertone. Der von Wannenes präsentierte Alfa Romeo GT Junior 1300 „Scalino“ (Los 24, Schätzpreis 25.000-45.000 Euro) wurde 1969 erstmals zugelassen, jedoch bereits im Jahr davor produziert. Tatsächlich ist er eines der letzten Exemplare der ersten Serie.

Ein weiterer Traum aus den späten 1960er Jahren ist dieser 1969 Alfa Romeo Spider 1300 Junior „Osso di Seppia“, der Teil einer hervorragenden italienischen Alfa Romeo-Sammlung ist, deren Eigentümer sich intensiv um die Erhaltung seiner Autos gekümmert hat (Los 26, Schätzpreis 35.000-60.000 Euro).

Eines der historisch und für Sammler bedeutendsten Auktionslose ist jenes mit einem Fiat 509 S Zagato von 1927, von dem weltweit nur noch drei Exemplare existieren (Los 27, Schätzpreis 100.000-150.000 Euro). Der vorliegende Wagen mit der Chassis-Nummer 32022673 war von Rigoletto Belli, einem Fiat-Händler in Terni und damals recht erfolgreichen Gentlemen-Fahrer, erworben worden und als TR1000 registriert. Belli nahm 1927 mit seinem Fiat 509 S am Coppa della Perugina (5. Platz), am Terni Passo Somma (1. Platz), am Vermicino Rocca di Papa und am Tolentino Colle Paterno teil.

Ein weiteres Highlight ist dieser Porsche 911 2.7 Carrera von 1973 (Los 29, Schätzpreis 190.000-270.000 Euro), der noch über seine originale indischrote Lackierung (Code 027) und seine originale schwarze Kunstlederausstattung verfügt. Der Wagen ist einer der wenigen 2.7 Carrera, die 1973 nach Italien geliefert wurden. Er ist mit seinem Originalmotor ausgestattet, dem legendären 210 PS 2.7 mit der mechanischen Einspritzung des klassischen 6-Zylinder-Boxermotors, genau derselbe Motor, über den auch der legendäre 911 Carrera RS von 1972 verfügte.

Die rasante Leidenschaft, die Wannenes am 2. Oktober präsentiert, umfasst nicht nur Autos, sondern auch Motorradklassiker, wie dieses MV Augusta 750 S America von 1976, eines von nur 212 in jenem Jahr hergestellten Exemplaren. Die 750 America entstand auf Wunsch der amerikanischen Importfirma Chris Garville’s Commerce Overseas Corporation, die MV 1974 damit beauftragte, ein für den Überseemarkt geeignetes Motorrad zu produzieren. Das vorliegende Exemplar ging nach Großbritannien, wo es der damalige Besitzer modifizierte und rot umlackierte, damit es zu den Ferraris seiner Sammlung passte. Zurück nach Italien kehrte es vor zehn Jahren durch den Motorradspezialisten Alessandro Altinier und stellt ein bedeutenden Sammlerstück für jeden begeisterten Motorradfahrer dar (Los 8, Schätzpreis 80.000-110.000 Euro).
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