Wer das Auktionshaus Schuler kennt, der weiß, dass die viermal im Jahr präsentierten Auktionen stets eine vielfältige Auswahl zu bieten haben, in denen Sammler von Kunst, Antiquitäten, Uhren, Accessoires und weiteren Kategorien garantiert auf ihre Kosten kommen. Und wem das Zürcher Auktionshaus noch kein Begriff ist, der sollte die kommende Versteigerung nutzen, um dies zu ändern. Einen ersten Überblick dazu möchten wir Ihnen im Folgenden mit sechs Highlights verschaffen.
Traditionell setzten sich die Auktionen von Schuler aus klassischen Saalauktionen und einer reinen Onlineauktion („Blaue Auktion“) zusammen, die gleichermaßen mit Qualität und Vielfalt punkten können. Kommenden Monat findet die Blaue Auktion am 6. Juni statt, gefolgt von der ersten Kategorie der Saalauktionen, "Teppiche, Flachgewebe, Textilien“, am 7. Juni um 15 Uhr.

Weiter geht es am 10. Juni um 10 Uhr mit „Tischkultur“, gefolgt von „Jugendstil, Art déco“. Hier ist das erste Highlight zu finden, das wir Ihnen näher vorstellen möchten, eine wundervolle Steingutvase von Albert Boué & Georges Delvaux. Albert Boué und Georges Delvaux gehörten zu jenen Keramikunternehmern, die sich ab dem späten 19. Jahrhundert im südöstlich von Paris gelegenen Montigny-sur-Loing niederließen. Zu den Spezialitäten von Montigny gehörte die Barbotine-Malerei, bei der Ton mit Metalloxiden eingefärbt wurde, wodurch lebendige Dekorationen entstanden. Ein wunderbares Beispiel dafür kommt mit der vorliegenden Vase mit floralen Motiven im impressionistischen Stil zum Aufruf.
Nachdem der erste Auktionstag noch die Kategorien „Miniaturen, Objets de Vertu“, „Silber“, „Kunsthandwerk“, „Ikonen“ und „Historische Waffen“ (hier ist eine Prunk-Radschlossbüchse aus dem 17. Jahrhundert besonders hervorzuheben) im Angebot hat, startet der 11. Juni um 9 Uhr mit „Asiatica“.

Hier kommt der erste Teil der eindrucksvollen Privatsammlung der Schweizer Bankierin Suzanne Henriette Marguerite Braley (1893–1970), die von etwa 1910 bis 1920 in Shanghai lebte, zum Aufruf. Neben einem aus Jade geschnitzten Pinselwascher aus dem frühen 20. Jahrhundert kommen auch ein Libationsgefäß der Qing-Dynastie sowie ein Wassertropfer aus derselben Epoche zum Aufruf. Der Wassertropfer wurde aus Biscuit-Porzellan gefertigt und gelb glasiert. Sehr eindrucksvoll sind das plastisch ausgeführte Relief und die vom Bambus inspirierte Gestaltung von Ausguss und Henkel.
Nach einem Abstecher zu den „Antiken“ darf auf eine vielfältige Schmuckofferte mitgeboten werden, die antike, Vintage und moderne Stücke vereint. Anschließend dürfen sich Sammler von Taschen- und Armbanduhren auf ein nicht minder abwechslungsreiches Angebot freuen.

Neben einer Breguet Classique "Grande Complication Tourbillon Messidor“ und einer „Tortue XL“ von Cartier zählt zwei Fliegeruhren von IWC aus den 1940er Jahren zu den Highlights dieser Offerte. Auf dem schwarzen Zifferblatt des vorliegenden Exemplars sind arabische Zahlen, Eisenbahn-Minuten, Leuchtzeiger und das Fliegerdreieck auf 12 Uhr zu finden. Mit dabei ist auch das Original-Lederarmband.

Den Abschluss des zweiten Auktionstages bilden die „Accessoires de mode“, eine Kategorie, die das Herz von Fashionistas höher schlagen lässt – kein Wunder, heißen die Protagonisten hier doch u.a. Hermès, Chanel und Louis Vuitton. Letztgenanntes Haus ist mit einer Limited Edition seines Handtaschenmodells Capucines vertreten, deren rot-weißes Punkt-Design von keiner Geringeren als Yayoi Kusama gestaltet wurde.

Der dritte und letzte Auktionstag (12. Juni) ist um 9 Uhr zunächst der Kunst von Schweizer und internationalen Künstlern gewidmet. Hier ist mit zwei Gemälden der Schweizer Landschaftsmaler Alexandre Calame vertreten, der vor allem für die alpinen Bilder seiner Heimat bekannt ist. Beide Gemälde stammen aus der Privatsammlung des 2023 verstorbenen Zürchers Mario A. Seiler. Der Erlös aus diesen Verkäufen geht vollständig an die Stiftung Krebsforschung Schweiz. Beachten Sie auch drei weitere Arbeiten Calames in der Blauen Auktion, die dort zum selben Zweck versteigert werden.

Nach „Vintage Design und Klassiker“ sowie „Weine, Whisky und Spirituosen“ beendet die Kategorie „Möbel, Spiegel, Leuchter“ schließlich die Auktionsreihe. Besonders hervorzuheben ist hier ein barocker Nussbaum-Trois Corps des Ebenisten Mathäus Funk von ca. 1745. Mathäus Funk, der aus einer Berner Familie von Bildhauern, Bildschnitzern und Ebenisten stammte, hatte auf seinen Reisen, die ihn bis nach Frankfurt a. M. und Paris führten, die neuesten Möbelformen mit in seine Heimatstadt gebracht, wo er sie zu eleganten Möbeln verarbeitete und damit führend in Bern wurde.
Die Juni-Auktionen von Schuler finden am 6. Juni (Onlineauktion) sowie am 7. Juni und vom 10.-12. Juni im Auktionshaus, Seestraße 341, in Zürich statt. Vorbesichtigungen sind dort vom 31. Mai bis 4. Juni möglich.




