Mit Namen wie Klimt, De Chirico, Walde, Chagall und Picasso war die Auktion „Moderne“, die am 18. November im Wiener Dorotheum stattfand, prominent besetzt. Es war jedoch ein weiterer berühmter Künstler, der die Offerte mit einem bedeutenden Werk anführte: Egon Schiele.
Schieles Kauernder Rückenakt (1917) stammt aus dem vorletzten Lebensjahr des Künstlers und zeigt diesen auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Das Werk wurde erst kürzlich an die Erben der einstigen Besitzer restituiert und kam mit einem Schätzwert in Höhe von 1,8 - 2,5 Millionen Euro zum Aufruf.
Lesen Sie auch: Eine Meister-Zeichnung von Schiele im Dorotheum
Nicht überraschend entstand ein intensives Bietergefecht, aus dem ein Interessent am Telefon siegreich hervorging. 3,23 Millionen Euro inkl. Aufgeld war er bereit, für das besondere Werk zu zahlen – eine Summe, die nicht unerheblich zu dem Gesamtergebnis der Auktion von über 10 Millionen Euro beitrug, was dem besten Resultat entspricht, das das Dorotheum bislang mit einer der Moderne gewidmeten Auktion erzielen konnte.
Die 3,23 Millionen Euro für Kauernder Rückenakt sind zudem der höchste Betrag, der jemals bei einer Versteigerung im Dorotheum für ein Werk Schieles gezahlt wurde. Bis vergangenen Dienstag war es die ebenfalls aus dem Jahr 1917 stammende Zeichnung Liegende Frau, die mit ihrer Verkaufssumme in Höhe von 2.345.000 Euro die Liste seit November 2017 anführte.
Für Egon Schieles Arbeiten auf Papier werden immer wieder sieben- oder sogar achtstellige Summen gezahlt. Der aktuelle Rekord wurde 2013 bei Christie’s in London aufgestellt, als Liebespaar (Selbstdarstellung mit Wally) für 7.881.250 GBP (ca. 12,5 Millionen USD bzw. 9,2 Millionen Euro) den Besitzer wechselte.
Weitere Neuigkeiten vom Auktionsmarkt finden Sie im Barnebys Magazin




