Mit Hilfe der Röntgentechnik haben Forscher des Centre national de la recherche scientifique (CNRS) unter der Leitung von Victor Gonzalez eine Mikroprobe aus Leonardo da Vincis berühmtestem Werk, der Mona Lisa, untersucht, wobei das Hauptaugenmerk auf der Grundschicht des Gemäldes lag, die schon lange Gegenstand von Spekulationen war. Die Ergebnisse der Analyse wurden in der vergangenen Wochen in der renommierten Fachzeitschrift Journal of the American Chemical Society veröffentlicht.
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Teil der vorausgegangenen Spekulationen war die Vermutung, dass Leonardo Bleioxidpulver in der Grundschicht verwendete. Für das Malen auf Holz, im Fall der Mona Lisa Pappelholz, ist der sorgfältige Auftrag einer Grundierung auf dem Bildträger notwendig. Bei den jetzigen Untersuchungen wurde die seltene chemische Verbindung Plumbonacrit, bestehend aus Blei, Wasser-, Sauer- und Kohlenstoff, entdeckt, die bestätigt, dass Leonardo tatsächlich Bleioxidpulver in seiner Bleiweißgrundierung verwendete, um die Farbschichten zu verdicken und schneller trocknen zu lassen, was von seiner Experimentierfreudigkeit und seinem Sinn für Innovationen zeugt.
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Plumbonacrit ist in Gemälden Alter Meister nur sehr selten anzutreffen. 2019 konnte es allerdings in den Impastoschichten von drei Gemälden Rembrandts nachgewiesen werden (die Untersuchung wurde ebenfalls unter der Leitung von Victor Gonzalez durchgeführt). Die nunmehrige Entdeckung der Verbindung in Leonardos Mona Lisa unterstreicht, wie spezielle Techniken und Rezepturen über viele Künstlergenerationen hinweg weitergegeben und weiterentwickelt wurden.
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