„Best of“ lautete das Motto der Auktionen im September bei Eppli in Stuttgart. Und das spiegelte sich auch in den erzielten Preisen wieder. Die herausragendsten davon haben wir für Sie im Folgenden zusammengestellt.

Der Auftakt der „Best of“-Auktionen fand am 4. September bei Eppli am Markt statt. Hier lag der Fokus vor allem auf Schmuck und Edelsteinen. Diese mit feinen Saphiren und Altschliffdiamanten besetzte Nadel in Form einer Mondsichel konnte ihren Startpreis von 950 Euro mit einem Ergebnis in Höhe von 1.600 Euro weit hinter sich lassen.

Ähnlich erging es diesem Ring des Tübinger Juweliers Schott, der mit 2.600 Euro an den Start ging. Am Ende war das Unikat mit blau-grünem Turmalin und 14 Diamantbaguettes einem Schmuckliebhaber 4.050 Euro wert.

Mehr als verdoppeln konnte diese sehr seltene und sammelwürdige Nautilus Jumbo von Patek Philippe ihren ohnehin schon hohen Schätzpreis von 50.000 Euro. Die Vintage Herrenuhr aus Edelstahl von 1983 wechselte für großartige 110.000 Euro den Besitzer.

Am 11. September ging es bei Eppli im Königsbau weiter mit Mode und Accessoires. Zu den Highlights zählte hier die bereits vergriffene Henkeltasche Petit Sac Plat von Louis Vuitton aus der Kollektion 2021. Der Neupreis lag bei 990 Euro, in der Auktion kam sie mit einem Startpreis von 850 Euro zum Aufruf. Das begehrte Modell ließ jedoch beide Preise weit hinter sich und wurde für 1.400 Euro verkauft.

Nicht nur um eine Rarität, sondern auch um ein historisches Sammlerstück handelte es sich bei dem Weekender HAC - Haut à Courroies 55 aus Leder und Canvas von Hermès. Die Tasche aus dem Jahr 1978 gehört zu den letzten Modellen, die mit einem seidenen Innenfutter mit Logo-Prägung ausgestattet wurden. Das Design der HAC stammt aus dem Jahr 1892 und hatte großen Einfluss auf das Aussehen der Kelly Bag und vor allem der Birkin Bag. Da erstaunt es kaum, dass der Startpreis von 1.800 Euro mit einem Ergebnis von 6.000 Euro weit übertroffen wurde.
Nach einer kleinen Verschnaufpause folgten am 25. September in der Eppli-Auktionshalle in Leinfelden-Echterdingen zwei weitere „Best of“-Auktionen. Zunächst stand eine breitgefächerte Offerte mit Kunst und Kunsthandwerk, Möbeln und Spielzeug sowie Asiatika, Uhren und Schmuck auf dem Programm.

Hier konnte Eppli ein Werk des deutschen Malers Ben Willikens für einen absoluten Spitzenpreis verkaufen. Aufgerufen für 13.000 Euro, wechselte das signierte und datierte Acrylgemälde Raum 3 von 1993 für 20.000 Euro den Besitzer. Bei dem ca. 150 x 160 cm großen Gemälde handelt es sich um eine charakteristische Arbeit des Künstlers, der für seine strengen Raumkonzeptionen in Grautönen bekannt ist. Seine Begeisterung für solche Kompositionen lebt Willikens seit geraumer Zeit auch als Bühnenbildner aus.

Eine weitere strenge, wenn auch weitaus farbenfrohere Komposition kam mit 4 Quadratprozessionen des deutschen Malers, Grafikdesigners und Fotografen Anton Stankowski zum Aufruf (Startpreis 4.200 Euro). Wie die rückseitige Datierung nahelegt, stammt das Werk ursprünglich aus dem Jahr 1928, wurde von Stankowski 1990, kurz bevor er es verkaufte, noch einmal überarbeitet. Versteigert wurde 4 Quadratprozessionen schließlich für 5.500 Euro.

Von der anhaltenden Begeisterung für Erzeugnisse der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM Berlin) zeugt der Verkauf dieser prächtigen Amphorenvase des 20. Jahrhunderts für 7.400 Euro. Damit konnte das antikisierende Stück mit beidseitiger Pâte-sur-Pâte-Malerei seinen Startpreis von 2.000 Euro beinahe vervierfachen.

Ihren Startpreis tatsächlich vervierfachen konnte eine Vase aus Glas, die aus dem beliebten französischen Haus Lalique stammt. Chrysalide („Schmetterlingspuppe“) lautet der Name der 11 kg schweren Modells aus Klarglas, dessen gepresstes Muster geflügelte junge Frauen darstellt. 500 Euro waren mindestens gefordert, 2.000 Euro wurden letztendlich gezahlt.

Eine Punktlandung vollführte hingegen ein Exemplar des von 1902 bis 1914 von Märklin hergestellten Central Bahnhof. Das nostalgische Modelleisenbahnzubehör aus farbig lithografierten Blech war einem Sammler die geforderten 1.200 Euro wert.

Eine hervorragende Punktlandung gab es auch in der anschließend stattfinden Münzauktion, wo ein Los mit neunzehn 20-Mark-Münzen in Gold für 6.800 Euro den Besitzer wechselte. Die Münzen aus dem Deutschen Kaiserreich bzw. Preußen zeigen meist das Profilporträt Wilhelms II. Doch auch dessen Großvater, Kaiser Wilhelm I., ist vertreten. Die Prägungen erfolgten zwischen 1873 und 1912.

Unter den Briefmarken der Offerte muss diese chinesische Marke aus dem Jahr 1980 hervorgehoben werden, die für 760 Euro zum Aufruf kam und für 1.500 Euro versteigert wurde. In China beging man damals das Jahr des Affen und ein entsprechendes Motiv wurde aus diesem Anlass gewählt.
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