Ein 50-jähriger Tourist aus Österreich, der das Museo Antonio Canova im nordostitalienischen Possagno besuchte, beschädigte eine Plastik, die Paulina Bonaparte als Venus Victrix darstellt. Die klassizistische Arbeit war zu Beginn des 19. Jahrhunderts vom berühmten venezianischen Künstler Antonio Canova geschaffen worden.
Der Mann aus Österreich machte es sich nun neben der Lieblingsschwester Napoleons bequem, um die perfekte Urlaubserinnerung zu erhalten. Dabei gingen jedoch die zarten Zehen der Gipsstatue zu Bruch.

Der Mann aus der oberösterreichischen Gemeinde Aistersheim, der das Museum zusammen mit einer Touristengruppe besuchte, entschuldigte sich und gab an, die volle Verantwortung für den Vorfall und die Kosten für die Restaurierung des Werks übernehmen zu wollen. Das Gericht in Treviso hat aktuell noch nicht entschieden, ob es ein weiteres Verfahren geben wird.
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In einem Brief an Vittorio Sgarbi, einem italienischen Politiker und kontroversen Kunstkritiker sowie Präsident der Fondazione Canova, entschuldigte sich der Österreicher öffentlich: "Während meines Besuchs setzte ich mich auf die Statue, ohne den Schaden, den ich offensichtlich verursachte, zu bemerken. Es war eine unverantwortliche Tat meinerseits." Der Brief wurde in den Sozialen Netzwerken des Museums veröffentlicht.
Sgarbi hatte die Behörden informiert, um den Touristen verhaften zu lassen, bevor dieser nach Österreich zurückkehren konnte. Die italienische Polizei konnte den Mann dank der Onlinereservierung, die dessen Frau getätigt hatte, identifizieren. Der Mann hielt an seiner Version fest, dass er nicht bemerkt habe, dass er die Statue beschädigt hatte. "Ich bin nicht geflohen. Ich möchte mich in jeder Form entschuldigen." Als die Polizei die Ehefrau kontaktierte, gab diese unter Tränen alles zu.
Das Museum veröffentlichte eine Aufnahme der Überwachungskamera, die zeigt, wie der Mann halb auf der Staue liegt, während seine Frau das Ganze fotografiert. Nachdem er aufgestanden ist, schaut er sich die Skulptur noch einmal an und berührt sie leicht, bevor er sich umdreht und weggeht.
In einem Post in den Sozialen Netzwerken des Museums kommentierte Sgarbi: "Ich weiß den bürgerlichen Sinn dieses Mannes zu schätzen und nehme seine verlegenen Worte für das, was passiert ist, zur Kenntnis."
Das Werk von 1804 stellt ein Porträt von Napoleons Schwester Pauline, verheiratete Fürstin Borghese, dar. Während das Museo Antonio Canova das originale Gipsmodell ausstellt, ist die finale Marmorversion in der Galleria Borghese in Rom zu sehen. Das Museum in Possagno beherbergt eine Abgusssammlung, die dem Werk des Künstlers gewidmet ist.
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