Los geht es am 30. August um 8 Uhr mit der 16. Kunst-Auktion des Hauses, die neben Porzellan und weiteren Objekten auch eine interessante Auswahl an luxuriösen Stiften der Marke Pelikan umfasst.

Unter den zuletzt Genannten ist dieser Füllfederhalter aus der Serie Die sieben Weltwunder das absolute Highlight. Gewidmet ist der Stift dem heute nur noch rudimanetär erhaltenen Artemis-Tempel im westtürkischen Ephesus und dementsprechend gestaltet: Der palladiumbeschichtete Korpus mit Details aus Gelbgold ist einer griechisch-ionischen Säule nachempfunden, in den Stift selbst ist eine Abbildung der berühmten Artemis von Ephesos eingraviert. Der Füllfederhalter stammt aus einer auf 440 Stück limitierten Auflage.

Eines der bezauberndsten Lose der Porzellanofferte ist dieser 28 cm hohe King Charles Spaniel, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von der Manufaktur Rosenthal nach einem Modell von Dorothea Moldenhauer ausgeführt wurde. Dorothea Moldenhauer, bekannt für ihre naturalistischen Darstellungen, war eine Tierbildhauerin, die ihr Talent an der Dachauer Malschule von Hans von Hayek und bei Willy Zügel in München (ein Schüler bzw. ein Sohn von Tiermaler Heinrich von Zügel) formen ließ. Neben ihren Bronzearbeiten schuf Moldenhauer Modelle für die Porzellanmanufakturen Rosenthal und die Schwarzburger Werkstätten sowie die Majolika-Manufaktur in Karlsruhe.

Ein seltenes Original der 1920/30er Jahre liegt mit dieser Art-déco-Uhr vor, deren Korpus mit verschiedenfarbigen, geschnittenen Bernsteinstücken verziert ist. Der elegante und funktionstüchtige Zeitanzeiger wurde in Königsberg hergestellt.
Auch in der um 8:45 Uhr folgenden Numismatik-Auktion werden Uhren angeboten, wie beispielsweise eine goldene Taschenuhr von Zenith, die eines der Highlights der Offerte darstellt. Doch natürlich stehen Münzen hier im Mittelpunkt, die aus den unterschiedlichsten Regionen und Epochen stammen.

Aus einer Privatsammlung stammt dieser Denar der Römischen Kaiserzeit, der das Porträt der Diva, also der vergöttlichten, Julia Maesa († um 224/25) zeigt, einer faszinierenden und umstrittenen Persönlichkeit des frühen 3. Jahrhunderts, der es durch geschicktes Taktieren gelang, den Kaiserthron für ihre Enkel Elagabal (218-222) und Severus Alexander (222-235) zu sichern. Obwohl sie selbst nur ein angeheiratetes Mitglied der Severer-Dynastie und selbst nie Kaiserin war, erhielt sie zu Lebzeiten den Titel Augusta und nach ihrem Tod den einer Diva.

Auch auf eine interessante Auswahl an Schmuckstücken und Gold- und Silberobjekten dürfen Gebote abgegeben werden. Unter Letzteren muss diese außergewöhnliche Garnitur hervorgehoben werden, die aus einem Prunklöffel und einer Prunkgabel von jeweils ca. 38 cm Länge besteht. Während beide Objekte über eine plastische Schiffsdarstellung am Griff verfügen, ist der Löffel mit einer bäuerlichen und die Gabel mit einer Schäferszene verziert. Hergestellt wurde das Set um 1830 aus 800er Silber von der Firma Schleissner in Hanau.
Um 11:30 Uhr folgt am 30. August schließlich die 138. Spielzeug-Auktion des Wormser Auktionshauses, die am nächsten Tag sowie am 1. und 2. September (Beginn jeweils 8 Uhr) fortgesetzt wird. Die Umfangreiche Offerte umfasst Eisenbahnen nebst Zubehör genauso wie Blechspielzeug, Steifftiere, Puppen und Modellautos.

Hier sei neben einem Packard Cabriolet von Schuco, einer Schlepptenderlok der Badischen Staatsbahn von Lemarco und einem TWE 700 Typ 1 Triebwagen von Märklin auf diese Micro-Metakit-Tenderlok der Königlich-Bayerischen Staatsbahn hingewiesen, die in Handarbeit für eine limitierte Auflage von nur 140 Stück angefertigt wurde.
Abgerundet wird das aktuelle Angebot des Wormser Auktionshauses am 3. September mit einer Militaria-Auktion, die um 9 Uhr beginnt.
Alle Versteigerungen finden im Auktionshaus, Weinbrennerstraße 20, in Worms-Pfeddersheim statt. Vorbesichtigungen können dort vor und während den Auktionen nach telefonischer Anmeldung vorgenommen werden.
Entdecken Sie alle aktuellen Lose des Wormser Auktionshauses gleich hier!



