Einer der ältesten erhalten Koffer stammt aus dem Grab Tutanchamuns und diente dem ägyptischen Pharao vermutlich für die Reise ins Jenseits. Allgemein fanden sich in dem Grab zahllose Truhen voll kostbarer Objekte, von Stoffen und Kosmetika bis hin zu Geräten des täglichen Gebrauchs.
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Wenn die antiken Griechen oder Römer verreisten, war Gepäck stets mit dabei – egal, ob zu Land oder zu Wasser. Damals war der Koffer eine hölzerne und mit Bronze verstärkte Truhe, die, je nach Wohlstand ihres Besitzers, auch mit Ornamenten aus Edelmetallen oder Elfenbei verziert sein konnte. Eine größere Rolle, als das Aussehen, spielte die Nützlichkeit: die Deckel der Truhen mussten flach sein, um sie aufeinander stapeln zu können.
Praktikabilität war auch noch im Mittelalter ein fundamentaler Faktor bei der Gestaltung einer Reisetruhe. Den Wikingern dienten sie auf langen Seereisen sogar als Bettersatz.

Nach der Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 dienten tragbare Reisetruhen vor allem zum Transport der vielen Kostbarkeiten aus der Neuen Welt, die die Konquistadoren mit nach Europa brachten – die Geburtsstunde der Schatztruhe, die unlösbar mit dem nun aufkommenden großen Zeitalter der Piraten in Verbindung steht.
Im 18. und 19. Jahrhundert war die Grand Tour zu den Kunst- und Wissenszentren Europas ein Muss für einen jungen Mann, der seiner Ausbildung vervollkommnen wollte. Zunächst nur Adeligen vorbehalten, kamen später auch wohlhabende Bürger und schließlich sogar Frauen dazu. Damit es dem meist verwöhnten Reisenden unterwegs an nichts mangelte, wurden nicht selten dreißig bis vierzig Reisetruhen auf Kutschen und Wagen geladen. War man ein Forschungsreisender im 19. Jahrhundert, enthielten die Kisten und Truhen außerdem noch empfindliches Gerät.
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Da diese Truhen auf dem Dach oder dem rückwärtigen Gepäckträger einer Kutsche jedem Wetter Stand halten mussten, waren ihre Deckel oft gewölbt, damit das Regenwasser abfließen konnte.
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Durch die Industrielle Revolution und die nun aufkommende neue Reiselust mit Eisenbahn und Dampfschiffen veränderte sich das Aussehen der Truhen erneut und die Deckel wurden wieder flach, denn Stapelbarkeit in Gepäckwagen und -räumen war nötig. Louis Vuitton brachte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die erste Designer-Reisetruhe auf den Markt, die 1924 zum Koffer weiterentwickelt wurde und damit das Zeitalter des modernen Reisegepäcks einläutete, in dem man ohne Dienerschaft und mit wesentlich weniger Platzraubender Kleidung unterwegs ist.
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Dem historischen Reisekoffer wird heute ein zweites Leben als nostalgische Schatzkiste geschenkt, in der beispielsweise Kindheitserinnerungen einen sicheren Platz haben.
Auch bei Barnebys finden Sie viele Reisetruhen und Koffer aus unterschiedlichen Epochen, die auch in einer zeitgenössisch eingerichteten Wohnung eine gute Figur machen und ein echter Eyecatcher sind. Und sie erinnern uns an Zeiten, in denen die obligatorischen Gepäcklimits auf Flugreisen noch nicht einmal Ansatzweise vorstellbar waren.
