176 Lose umfasst der Katalog zur 14. Kunstauktion, die am 13. Juli bei Ressler Kunst Auktionen in Wien stattfindet. Zum Aufruf kommen Arbeiten moderner und zeitgenössischer Künstler von hauptsächlich österreichischer Herkunft - dem Spezialgebiet des Hauses. Sehen Sie im Folgenden 12 Highlights, die einen wunderbaren Einblick in die Vielfalt zeitgenössischen Kunstschaffens bieten.

Von Markus Prachensky, einem Vertreter des Informel, kommt das in Acryl auf Leinwand ausgeführte Werk Amanpuri von 1999 zum Aufruf, das neben einem Gemälde von Otto Mühl das am höchsten bewertete Los der Auktion darstellt.

In vielen seiner Werke lässt der niederländische Künstler Bob Bonies den Konstruktivismus der Gruppe De Stijl wiederaufleben. So auch in dem vorliegenden Acrylbild von 1981.

Der einflussreiche österreichische Künstler Franz West ist mit vier Arbeiten in der Auktion vertreten: Neben dem aus Stahl geschaffenen abonnement (Garderobe) mit drei Arbeiten aus den 1970er Jahren.

Zu nennen sind hier vor allem eine titellose Collage in Mischtechnik mit Klebestreifen, die West 1976 auf Velin ausführte, sowie eine weitere Arbeit, die ein Jahr später auf Zeitschriftenpapier entstand.

Papier diente für so manches Highlight der Offerte als Bildträger, darunter Markus Lüpertz' kolorierte Zeichnung einer Frau mit Hund.

Mit Ölpastellkreide führte der slowenisch-italiensiche Künstler Zoran Mušič um 1970 die eindringliche Zeichnung Wir sind nicht die Letzten aus. Auf der Rückseite des dafür verwendeten Papiers befindet sich die Skizze einer Landschaftsdarstellung.

Vom amerikanischen Künstler Paul Jenkins, ein Vertreter der Abstraktion, kommt das Aquarell Phenomena Bull Run von 1982 zum Aufruf.

Ebenso mitgeboten werden darf auf die Gouache Columbus von A. R. Penck, die wie Jenkins' Werk aus den frühen 1980er Jahren stammt.

Vom Pionier der Konzeptkunst, dem kalifornischen Künstler John Baldessari, kommt der Siebdruck Two noses red and green zum Aufruf, dem die gern genutzte Ironie des Anfang des Jahres verstorbenen Baldessari innewohnt.

Arnulf Rainer ist vor allem für seine Übermalungen bekannt. Eine solche liegt auch mit dem in Mischtechnik ausgeführten Werk aus der Serie KANARIEN vor.

Im Bereich der Plastik ist eine Arbeit von Erwin Wurm aus dem Jahr 1984 hervorzuheben. Über seine dreidimensionalen Werke sagte Wurm einmal: "Ich versuche, über den klassischen Begriff der Bildhauerei hinauszudenken. Ich arbeite zweidimensional mit Volumen und dem Prinzip der Zu- und Abnahme. Dieses Prinzip impliziert eine chronologische Folge, was ich mit einem technischen Aspekt verbinde."

Hochinteressant ist auch das letzte Los, das wir Ihnen vorstellen möchten: Eine Arbeit des äußerst vielfältigen Martin Kippenberger. Der mit zwei Holzrädern ergänzte Betonguss Zwerg vor Kanone entstand 1996 für den Club an der Grenze, einem Treffpunkt für Künstler und Köche im Burgenland.
Die Auktion findet am 13. Juli um 18:30 Uhr in den Ausstellungsräumen der Galerie OstLicht, Absberggasse 27, in Wien statt. Dort kann die Ausstellung vom 10.-13. Juli besucht werden.
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