Im Jahr 2000 zogen Sigbrit und Mats in die Wohnung im ersten Stock, wo einst der Publizist Lars Johan Hierta (1801-1872) wohnte. Man nimmt an, dass das Haus aus dem Jahr 1661 von Nicodemus Tessin entworfen wurde, dessen gleichnamiger Sohn der Architekt des Stockholmer Schlosses war. In den 1990er Jahren wurde die Wohnung so originalgetreu wie möglich renoviert, mit Ausnahme der Küche und des Badezimmers, die über moderne Annehmlichkeiten verfügen.
Gemälde aus dem 18. Jahrhundert zeugen vom Reichtum der frühen Besitzer. Der Maler Johan Pasch soll sie erschaffen haben.

Mit ihrem ersten Gehaltsscheck hat Sigbrit einen klassischen Thonet-Stuhl gekauft. Im Laufe der Jahre ist ihre Thonet-Kollektion stetig gewachsen.
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Der erste Stock, auch Belle Étage genannt, verfügt über atemberaubend hohe Decken und üppiges Dekor. Jedes Zimmer des Hauses, wie auch dieses, verfügt über Wandmalereien und Kachelöfen.


Wir hatten und von Anfang an dafür entschieden, das bourgeoise Flair etwas abzuschwächen und Altes mit Neuem zu mischen, so wie es uns schon immer Spaß gemacht hat.
– Sigbrit

In Stockholms Gamla Stan zu wohnen, fühlt sich für Mats und Sigbrit ein wenig wie Landleben mitten in der Stadt an. "Es ist wie in einer netten Kleinstadt. Die Bevölkerung ist sehr gemischt, sowohl was ihr Alter als auch den jeweiligen Hintergrund betrifft." Geht sie in die Bücherei, fragt der Bibliothekar: "Wie geht es August?" August ist die Katze des Paares.
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Stühle und eine Chaiselongue im Stil des Neo-Rokoko, ein neu geschaffener Bruka-Schrank, ein blaues Kabinett, das als Erbstück viele Generationen der Familie erfreut hat, ein weiterer Stuhl von Afroart treffen sich im Schein einer IKEA-Lampe in der Küche.
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Einige Keramikkreationen aus zerbrochenem Porzellan, die mit kleinen Tier- und Puppenfigürchen geschmückt sind, stammen von Sigbrit selbst.
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Eine Tür führt vom Schlafzimmer zu einem begehbaren Kleiderschrank und zum Badezimmer. Auf den Nachttischen stehen Lampen von IKEA.

Die Wohnung ist eine glückselige Mischung aus Neuen und Altem, exklusiven Designs, Flohmarktfunden und IKEA-Möbeln. "Wir gehen nur nach dem Gefühl und kaufen, was uns gefällt", sagt Sigbrit.
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In der Halle hängt ein pompöser Kronleuchter aus dem früheren Zuhause des Paares. Draußen gibt es noch einen gemütlichen Innenhof, in dem früher die Druckerei von "Aftonbladet" untergebracht war, nachdem Lars Johan Hierta das gesamte Anwesen 1836 gekauft hatte.

Von Gemälden aus dem 18. Jahrhundert bis zu Thonet, IKEA und den kleinen Figuren, die wir in allen Räumen erblicken, sehen wir eine Momentaufnahme der Wohnung mit Zeugen der letzen 350 Jahre.
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Fotos: Kent Billeqvist
Stylistin: Sigbrit Kvarning

