Ein vor Kurzem in einer Privatsammlung in Madrid wiederentdecktes Gemälde des spanischen Barockmalers Bartolomé Esteban Murillo (1618 Sevilla 1682) ist eines der Highlights der Old Masters-Auktion von Christie’s am 22. April in New York.
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Das Gemälde Der Heilige Franziskus umarmt Christus am Kreuz entspricht kompositorisch einem Gemälde gleichen Namens, das sich in der Sammlung des Museo de Bellas Artes in Madrid befindet, und eines der Werke ist, die Murillo für das Kapuziner-Kloster in seiner Heimatstadt Sevilla schuf.

Als Erstes kam den Experten in den Sinn, dass es sich wohl um eine von Murillo selbst ausgeführte Kopie seines Gemäldes handelt, die von einer Privatperson in Auftrag gegeben wurde. So etwas kam nicht selten vor und die Kopien wurden vom Meister selbst oder den Mitarbeitern seiner Werkstatt ausgeführt.
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Eine Röntgenuntersuchung brachte jedoch Details zutage, die übermalt wurden und von der bekannten Kompostion abweichen, darunter eine zusätzliche Gruppe Putti. Dies führte zu einer neuen These bezüglich des wiederentdeckten Gemäldes, wonach es nicht nach der bekannten Version für das Kapuziner-Kloster gemalt worden ist, sondern davor, sozusagen als Vorschlag für die Mönche, denen einige Details jedoch nicht gefielen, weshalb sie aus der Komposition verschwanden.

Diese Meinung vertritt auch Jonquil O’Reilly, Expertin für Alte Meister bei Sotheby’s, die hinzufügt: „Die wunderschön erhaltene Farboberfläche ermöglicht es, die flüssige, selbstbewusste Pinselführung des Künstlers voll zu würden.“
Murillos wiederentdeckte Version von Der Heilige Franziskus umarmt Christus am Kreuz kommt am 22. April bei Christie’s mit einem Schätzpreis von 1,2-1,8 Millionen USD zum Aufruf.
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