Möchte ein Stein als Edelstein bezeichnet werden, muss er über bestimmte Eigenschaften verfügen: einen natürlichen Ursprung, einen hohen Härtegrad (mindestens 7 auf der Mohsskala) , Seltenheit und hohe Qualität. Nur eine kleine Gruppe unter den Schmucksteinen erfüllt diese Kriterien, die geläufigsten Beispiele hierfür sind Rubine, Saphire, Smaragde und natürlich Diamanten.

Dann ist da jene Gruppe der Schmucksteine, die früher etwas abschätzig mit „Halbedelsteine“ bezeichnet wurde und deren Mitglieder, wie beispielsweise Granat, Lapislazuli, Karneol oder Jaspis, über einen geringeren Härtegrat und ein wesentlich häufigeres Vorkommen verfügen. Schließlich sind noch jene Steine zu nennen, die nicht mineralischen, sondern organischen Ursprungs sind, z. B. Bernstein, Koralle und Perlmutt.
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Edelsteine begleiten den Menschen seit Jahrhunderten, wobei ihre Beliebtheit einem steten Wandel unterliegt, der von Glaubensansichten, persönlichem Geschmack und schließlich von Marken gesteuert wird. So war der farblose Diamant während des Mittelalters als Schmuckstein noch völlig unbedeutend, während er heute das höchste der Gefühle darstellt. Mit ihrer enormen Vielfalt sind bei der Verwendung von Edelsteinen der Kreativität keine Grenzen gesetzt, sei es in der Juwelierkunst, der Uhrmacherei oder auch in der Mode. Entdecken Sie nun sechs interessante Fakten über die facettenreichen Steine.
1. Der rosa Saphir ist ein Symbol der Liebe
Gemäß einigen asiatischen Traditionen ist der rosa Saphir das ultimative Liebessymbol, dessen Schönheit mit der geehrten Lotusblume verglichen wird. Die Farbe dieses Edelsteins kann vom blassesten bis hin zu einem lebhaften Rosa reichen. Auch im antiken Rom wurde er gerne für Verlobungsringe verwendet. Die meisten rosa Saphire stammen aus Sri Lanka und Myanmar, außerdem wurden in den 1990er Jahren auf Madagaskar mehrere Vorkommen entdeckt.
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2. Was das Pharaonenreich mit dem viktorianischen Zeitalter verbindet
Koralle war sowohl im Alten Ägypten als auch in der viktorianischen Epoche ein beleibter Schmuckstein. Im Reich am Nil und später auch im Römischen Reich hängten Eltern ihren Kindern zum Schutz Korallenperlen um den Hals. Der Gelehrte Plinius der Ältere empfahl auch Erwachsenen, Korallen zu tragen, um Versuchungen abzuwehren. Der Glaube an diese Schutzkräfte lebte im viktorianischen Zeitalter wieder auf und Kinder trugen Korallenschmuck meist am Handgelenk.

3. Dem Smaragd verfielen eine ägyptische und eine Hollywood-Königin
Die Geschichte des Smaragds reicht 2,97 Milliarden Jahre zurück. Die ältesten Vorkommen wurden in Südafrika identifiziert. Kleopatra soll sie bereits getragen haben, für Nachschub sorgten Smaragdminen am Roten Meer. 1963 schlüpfte Elizabeth Taylor in die Rolle der berühmt-berüchtigten ägyptischen Königin, wofür sie mit Smaragdschmuck ausgestattet wurde. Taylor trug die grünen Steine auch privat sehr gerne und 2011 brach ihr Smaragdschmuck mehrere Auktionsrekorde.
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4. Der Youngster unter den Edelsteinen
Der Tansanit wird aufgrund einer Werbekampagne von Tiffany & Co. aus dem Jahr 1968 oft mit der Marke in Verbindung gebracht. Entdeckt wurden die blauen Kristalle angeblich 1967 von einem Massai-Hirten beim Hüten des Viehs entdeckt. Man wandte sich an den Experten Manuel d’Souza, der zunächst an Saphire dachte, die Steine dann aber schnell als Varietät des Zoisits identifizierte, ein Mineral, das seit dem frühen 19. Jahrhundert bekannt ist. Tiffany & Co. erkannte schnell das Potenzial des blauen Stein als Alternative zum teureren Saphir und erklärte sich bereit, sein Haupthändler zu werden. Anstatt den Stein als „blauen Zoisit“ zu vermarkten, was wenig attraktiv klang, nannte Tiffany den Edelstein „Tansanit“, um damit seine einzigartige geografische Herkunft zu betonen. Die anschließende Werbekampagne besiegelte dann die „Tiffany-Tansanit-Connection“.
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5. Eine fürstliche Kollektion
Fürstin Grace Kelly hatte eine besondere Vorliebe für rosa Saphire. Anlässlich ihres 30. Todestags kreierte Montblanc 2012 die Princesse Grace de Monaco-Kollektion in limitierter Auflage. Das Design war eine Anlehnung an die Blütenblätter jener Blume, die 1956 anlässlich der Hochzeit des Hollywoodstars mit dem monegassischen Fürsten Rainier Princesse de Monaco getauft worden war. Für das Projekt hatte sich Montblanc mit der Princess Grace Foundation-USA zusammengetan, die aufstrebende Talente der Kunstwelt fördert.
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6. Rätselhafte Geburt
Der Ametrin, der mit seinen Farben, die von Gelb bis hin zu Flieder und tiefem Purpur reichen, begeistert, ist eine Mischung aus Amethyst und Citrin. Entsprechend wurde sein Name aus diesen beiden Bezeichnungen zusammengefügt. Der Legende nach gelangte der Stein mit einem Konquistador nach Europa, der der spanischen Königin einen Ametrin aus Brasilien schenkte. Heute ist die Anahi-Mine in Bolivien der einzige Ort, an dem Ametrine abgebaut werden. Wie genau er entstanden ist, ist auch heute noch umstritten.








