In der Nacht zum Sonntag verschwanden drei wertvolle Ölgemälde aus der Christ Church Picture Gallery der Universität Oxford. Gemäß der Times soll dich der wert des Diebesguts auf insgesamt 12 Millionen GBP (ca. 13,2 Millionen Euro) belaufen.
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Der Großteil dieser Summe bezieht sich auf Reitender Soldat, das Anthonis van Dyck um 1616 malte. Anthonis (oder Anthony) van Dyck war ein flämischer Maler, der als Hofmaler König Charles I. in England Karriere machte. Das nun gestohlene Gemälde war jedoch noch in Antwerpen entstanden, wo der äußerst talentierte van Dyck 1615 im Alter von nur 16 Jahren eine eigene Werkstatt eröffnet hatte.

Das Gemälde van Dycks war der Sammlung 1765 von General John Guise gespendet worden, ebenso wie Annibale Carraccis Trinkender Junge von ca. 1580, das nun ebenfalls Beute der Diebe wurde. Carracci war einer der Pioniere der Barockmalerei, der das nun nicht mehr vorliegende Bild im Alter von 20 Jahren malte, als er Italien bereiste, um die dortigen Meister, allen voran Tizian, zu studieren.

Bei dem dritten gestohlenen Gemälde handelt es sich um Salvator Rosas Felsenküste mit Soldaten, einen Plan studierend (ca. 1640er Jahre). Rosa war ebenfalls ein italienischer Maler des Barock, der in den 1640er Jahren in Florenz lebte und arbeitete, wo er von Kardinal Carlo de' Medici gefördert wurde. Bekannt ist Salvator Rosa für seine flamboyanten Landschaften.
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Nach dem Diebstahl bleibt die Christ Church Picture Gallery vorerst geschlossen. Berühmt ist die Galerie, die 1968 von der Queen in ihrer Funktion als Schirmherrin des Christ Church Colleges öffentlich zugänglich gemacht worden war, vor allem für ihre Sammlung Alter Meister, die von John Guise gestiftet worden waren. Die 200 Gemälde und 2000 Zeichnungen der Sammlung umfassen wertvolle Arbeiten von Leonardo da Vinci, Raffael, Tintoretto und Albrecht Dürer. Über die Hintergründe des Diebstahl ist aktuell noch nichts bekannt.
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