Eine Erinnerung an alte Zeiten und ein schwedisches Sommeridyll: Kafferep vid Långsjön ("Kaffeetafel am Långsjön") gilt als Bror Hjorths bedeutendstes Werk und ist eine Ikone der schwedischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Im Mai kommt es bei Uppsala Auktionskammare unter den Hammer – eine großartige Gelegenheit, auf ein Werk des großen schwedischen Modernisten mitzubieten, die sich Kunstsammler nicht entgehen lassen sollten.

Bror Hjorth absolvierte seine künstlerische Ausbildung hauptsächlich in Paris, wo er in den 1920er Jahren lebte und arbeitete und sowohl von der alten als auch der modernen Kunst beeindruckt war. So fand er Inspiration in den Skulpturen und Reliefs altägyptischer und assyrischer Bildhauer, aber auch von deren modernen Kollegen wie Constantin Brâncuși und Ossip Zadkine sowie Malern wie Paul Gauguin und Eugène Delacroix.
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Nachdem sich Hjorth in den 1930er Jahren hauptsächlich mit der Bildhauerei beschäftigt hatte, schuf er in der darauffolgenden Dekade zahlreiche Gemälde, die seine Modell in Interieurs zeigten, sowie Familienporträts.
In dem monumentalen Gemälde Kafferep vid Långsjön aus dem Jahr 1940 schildert Bror Hjorth die Erinnerung an einen glücklichen Tag mit seinen Lieben in Långsjön in Kambo, ein paar Meilen nördlich von Uppsala, wo Hjorth lebte und sein Sommeratelier hatte.

Kafferep von Långsjön zeigt eine Geburtstagsfeier für Hjorths Schwägerin Lilli. Auf dem Sofa sitzt seine Mutter Charlotta und neben ihr der Vater Emil und Bror selbst, mit seiner charakteristischen runden Brille, dem geraden Pony, der Baskenmütze und der Fliege. Auf dem blauen Sofa gegenüber sitzt seine Frau Tove in einer gelben Jacke. Rechts steht die Gastgeberin mit der Kaffeekanne in der Hand, während die Kinder im Licht der untergehenden Sonne tanzen.
Eines der Kinder ist Eva Cederblad (später Nordenson). Ganz rechts ist sie zusammen mit Barbro Hjorth, Brors Nichte, zu sehen. Eva diente als Modell für mehrere Gemälde von Bror Hjorth aus den 1930er und 1940er Jahren, unter anderem Vilda indianer vid Långsjön (1941), Blommande Eva (1943) und Blå Eva (1943). Später wurde Eva als Kuratorin am Nationalmuseum (1953–77), Direktorin des Freilichtmuseums Kulturen in Lund (1977–82) und Direktorin des Freilichtmuseums Skansen (1982–92) zu einem bekannten Namen in der Kunstwelt.
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Kafferep vid Långsjön ist eine der Ikonen der schwedischen Kunst des 20. Jahrhunderts und Bror Hjorths berühmtestes Gemälde. Wie seine anderen Bilder, die sich durch eine robuste Formensprache und kräftige Farben auszeichnen, vermittelt Bror Hjorths Kaffeerep vid Långsjön pure Lebensfreude.
Das Gemälde hing zuvor im Foyer des Stockholmer Restaurants Operakällaren, im Haus des Regisseurs Hasse Ekman und im Haus des Geschäftsmanns Carl-Eric Björkegren. Zuletzt war es in der Ausstellung Trädgården – konst och natur under sex sekler ("Der Garten – Kunst und Natur aus sechs Jahrhunderten“) zu sehen gewesen, die von Februar 2023 bis Januar 2024 im Nationalmuseum stattgefunden hatte.
Die Auktionsbühne betreten hatte das Gemälde zuletzt im Herbst 2006 im Zuge von Bukowskis' Herbstauktion mit moderner Kunst, wo es für die Rekordsumme von 14,5 Millionen SEK (ca. 1,3 Millionen Euro) vom Kunstsammler und Unternehmer Kent Löwenberg (1943-2022) ersteigert wurde.
Jetzt ist Kafferep vid Långsjön mit einem Schätzpreis in Höhe von 12-15 Millionen SEK ausgestattet und wird in der kommenden internationalen Qualitätsauktion von Uppsala Auktionskammare, die vom 14.-16. Mai in Stockholm stattfindet, angeboten.
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Erst im November 2023 kam ein weiteres Meisterwerk von Bror Hjorth unter den Hammer. Dabei handelte es sich um Bondbröllop ("Bauernhochzeit"), das ebenfalls bei Uppsala Auktionskammare angeboten wurde. Das Gemälde aus dem Jahr 1924 hatte bei der Gelegenheit sein Auktionsdebüt gefeiert und erzielte beeindruckende 5.476.000 SEK (ca. 480.000 Euro).
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Wie hoch der endgültige Preis für das ikonische Gemälde von 1940 sein wird und ob es seinen eigenen Rekord aus dem Jahr 2006 überbieten kann, werden wir in einigen Wochen erfahren.
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