Egal, ob mit äußerst innovativen Materialien oder avantgardistischen Linien, diese sechs Design-Klassiker von gestern, überzeugen auch heute noch durch ihr futuristisches Konzept.
Oscar Niemeyer, Liegestuhl Rio

Der ikonische Liegestuhl Rio, den Oscar Niemeyer gemeinsam mit seiner Tochter Anna Maria entwarf, ist eine Hommage an ihre Heimatstadt Rio de Janeiro. Die in den 1970er Jahren entworfene Chaiselongue zeichnet sich durch weiche, aber klare Linien aus und besteht aus für die damalige Zeit äußerst innovativen Materialien: gebogenes Sperrholz, furniert mit offenporig gefärbter Esche, Messing und Leder. Es ist ein zeitloses Möbelstück, das nicht nur die Schönheit weiblicher Formen zelebriert, sondern auch die pulsierende brasilianische Metropole ehrt.
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Claudio Salocchi, Bücheregel Centro

Claudio Salocchi, Architekt, Designer und Professor am Mailänder Polytechnikum, wurde 1979 mit dem prestigeträchtigen Compasso d’Oro ausgezeichnet. Zu seinen interessantesten Kreationen gehört eine Reihe drehbarer Bücherregale, die er in den 1960er Jahren für Sormani entwarf. Diese erhielten große Aufmerksamkeit für ihre innovativen Strukturen mit Drehfunktion aus emailliertem und verchromtem Metall. Die Regalelemente wurden aus furniertem, lamelliertem und lackiertem Holz geschaffen.
Joe Colombo, Sessel Elda

Obwohl er tragischerweise bereits an seinem 41. Geburtstag an Herzversagen verstarb, hinterließ Joe Colombo einen bleibenden Eindruck in der Designgeschichte. Colombo schuf unvergessliche Möbel mit futuristischen und gewagten Linien und verwendete nicht weniger innovative Materialien. Er nannte diesen Sessel Elda als Hommage an seine Frau, der er das erste 1963 entworfene Exemplar schenkte. Das aus bedrucktem Kunststoff und Vinyl gefertigte Möbelstück wird nicht nur in großen internationalen Museen ausgestellt, sondern hatte auch einen Auftritt in der Filmreihe Die Tribute von Panem.
Frank Gehry, Stuhl Wiggle

Im Jahr 1969 erhielt der kanadisch-amerikanische Architekt und Designer Frank Gehry von einer Gruppe von Künstlern und Wissenschaftlern der NASA den Auftrag, das Studio von Künstler Robert Irwin umzugestalten. Angesichts des knappen Budgets und begrenzter Zeit entschied sich Gehry für die Entwicklung einer Möbelkollektion aus gestapelter Pappe. Das Ergebnis war eine Sammlung skulpturaler und futuristischer Designs, die Easy Edges-Serie, deren bekanntestes Stück der Wiggle Chair ist. Der ikonische Stuhl wurde später von Vitra hergestellt und verfügt über eine schmale Platte, die zu einer S-förmigen Sitzfläche gebogen ist.
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Frank Lloyd Wright, Racine Collection

Im Jahr 1936 übernahm Frank Lloyd Wright das Projekt zur Neugestaltung des Johnson Wax-Hauptquartiers in Racine, Wisconsin. Dieses architektonische Wunderwerk gilt heute als eines der ikonischsten Projekte von Wright und als Demonstration der Ingenieurskunst des 20. Jahrhunderts. Im Rahmen des Projekts entwarf Wright außerdem über 40 modulare Büromöbel, darunter Stühle, Arbeitstische und Chefschreibtische, von denen die meisten in einem markanten rotbraunen Farbton erhältlich sind. Diese bis heute unter dem Namen Racine Collection bekannten Designs wurden neu interpretiert und werden in Zusammenarbeit von Steelcase und der Frank Lloyd Wright Foundation produziert.
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Ettore Sottsass, Raumteiler Carlton

Ettore Sottsass widmete seine gesamte Karriere unermüdlichen dem Brückenschlag zwischen Design und Kunst und schuf dafür vielseitige Kreationen. Ein bemerkenswertes Beispiel sind seine farbenfrohen Carlton-Raumteiler, die wahre Ikonen des Memphis-Designs darstellen. Diese aus mitteldichter (Holz-) Faserplatte (MDF) und Kunststofflaminat gefertigten avantgardistischen Möbelstücke gehören zu den bekanntesten Sottsass-Kreationen auf dem Markt.
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Aktualisierte Version eines Artikels vom 13. September 2018




