Der Diebstahl des besagten Bildnisses des österreichischen Malers Gustav Klimt, hatte die Kunstwelt in Aufruhr versetzt, als es im Februar 1997 auf mysteriöse Weise aus der Galleria d'arte moderna Ricci Oddi in Piacenza verschwand, zwei Monate vor einer Ausstellung, deren Star es hätte sein sollen. Die Täter schienen das Gemälde durch ein Dachfenster ins Freie befördert zu haben, denn dort fand sich der Bilderrahmen. Der Wert des 1916/17 gemalten Porträt einer Dame, das seit 1931 in der Galerie ausgestellt wurde, wird aktuell auf 60 Millionen Euro geschätzt.
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Der Gärtner war's! Denn dieser entdeckte am 11. Dezember in einer Nische der Museumsmauer, die von Efeu verdeckt war, eine schwarze Tasche, in der sich das gestohlene Gemälde befand. Die hinzugezogene Polizei übergab den Fund an Experten, die die Echtheit überprüfen sollen.
Ermittlungsleiter Robert Riccardi, der bislang kein abschließendes Statement abgeben wollte, schließt nicht aus, "dass sich das Leinwandgemälde nicht die ganze Zeit über dort befand." Museumsdirektor Massimo Ferrari, ist von der Echtheit des Gemäldes überzeugt, da er die Etiketten, die während einer Leihgabe des Werkes auf dessen Rückseite angebracht worden waren, erkannt habe. "Natürlich muss das Gemälde von Experten auf seine Echtheit überprüft werden, aber auf den ersten Blick sprechen die Wachssiegel und die Etiketten, die wir auf der Rückseite der Leinwand sahen, dafür, dass es sich um das Originalwerk handelt", sagt auch Laura Bonfani, Vizepräsidentin der Ricci Oddi Galerie und Kollegin von Ferrari.
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1997 hatten die Diebe das Gemälde aus seinem Rahmen genommen, den sie anschließend auf dem Dach liegen ließen. Einige Stimmen meinten damals, dies wäre nur ein Ablenkungsmanöver gewesen, um Spuren zu verwischen. Mitarbeiter wurden verdächtigt und das Museumsgebäude von oben bis unten durchsucht – erfolglos. Nach der Entdeckung von DNA-Spuren und Fingerabdrücken auf dem Rahmen rückte der Fall vor einigen Jahren wieder in den Fokus der Ermittler. 2016 behauptete ein Mann, für den Diebstahl verantwortlich zu sein. Er versprach, dass das Gemälde bald wieder auftauchen würde.
"Das Gemälde befindet sich in ausgezeichnetem Zustand. Es ist nur schwer vorstellbar, dass es sich 22 Jahre lang in einer Mauernische in Bodennähe befunden haben soll, verdeckt von Vegetation", gibt Jonathan Papamarengh, Kulturassistent der Stadt Piacenza zu bedenken. Er sei sehr schockiert zu hören, dass das Werk direkt außerhalb des Museums gefunden wurde, und das obwohl nach dem Diebstahl alles gründlich durchsucht worden war. Zudem sei die Fund-Nische 1997 noch nicht von Efeu bedeckt gewesen.
Hat der geheimnisvolle Mann, der sich 2016 zu dem Diebstahl bekannt hatte, bezüglich der baldigen Rückkehr des Gemäldes also die Wahrheit gesagt?
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