Möglicherweise war es Ilias Lalaounis’ Bestimmung gewesen, eine Karriere in der Welt des Schmucks anzutreten, da er als Nachfahre von Goldschmieden in Delphi auf die Welt gekommen war – das berühmte Orakel des antiken Delphi hätte es vielleicht vorausahnen können. Wie dem auch sei, war es letztendlich doch sein außerordentliches Talent, das ihn die internationale Szene erobern ließ und ihm eine Fanbase bescherte, die sich sehen lassen konnte: Barbra Streisand, Jackie Kennedy Onassis und Charlize Theron, um nur einige zu nennen.
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Inspiriert von der Kunst der Antike, erweckte er diese wieder zum Leben, indem er Gelbgold mit alten Techniken wie Granulierung oder Filigranarbeit in Szene setzte. Auf diese Weise schuf er zeitgenössische Stücke, die einen Hauch der Vergangenheit in sich trugen.

Ilias Lalaounis wurde im Oktober 1920 in der Altstadt von Athen geboren, gut siebzig Jahre später gründete er dort ein Schmuckmuseum, wie es in Griechenland einzigartig und auf der Welt selten ist. Doch bis dahin war es noch ein langer Weg.
Lalaounis' Karriere begann im Schmuckunternehmen seiner Familie, das von seinem Onkel, Xenophon Zolotas, der 1989/90 für kurze Zeit Griechenlands Ministerpräsident war, geleitet wurde. Dort erlernte er die Goldschmiedekunst und studierte nebenher Wirtschaftswissenschaften. Großes Interesse hatte er an der Kunst des antiken Griechenlands, welche zu seiner größten Inspirationsquelle werden sollte, als er 1940 den Familienbetrieb übernahm.
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1969 beschloss er, sein eigenes Unternehmen, Ilias Lalaounis – Greek Gold S.A., zu gründen, um seiner Vision vollkommen folgen zu können. Bereits im darauffolgenden Jahr wurde seine Blow Up-Kollektion zur Sensation, als er seine Models von Kopf bis Fuß mit Goldschmuck behängte - ein Look, den der konservative und diamantenbesessene Schmuckmarkt nie zuvor gesehen hatte.
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Bis 2001 schuf Ilias Lalaounis 18.000 Schmuckstücke in 50 Kollektionen, die nicht nur von der griechischen Antike, sondern auch von der Kunst des präkolumbischen Amerika oder Ostasiens inspiriert waren und so das breitgefächerte Interesse ihres Schöpfers widerspiegeln. Diese Stücke bilden auch das Herz des Ilias Lalaounis Jewelry Museum in Athen, das 1994 seine Tore öffnete und neben den Kreationen seines Gründers auch antike und zeitgenössische Stücke aus Griechenland und aller Welt ausstellt.

Die Spuren, die Lalaounis im Schmuckdesign der 1960er und 1970er Jahre hinterlassen hat, sind bemerkenswert. Sein revolutionärer Stil kam an und wurde international gefeiert, sodass Geschäfte in Paris, Genf, New York, Hongkong und London eröffnet wurden
Auf der Höhe seines Erfolges organisierte Lalaounis eine internationale Schmuckausstellung in Athen. Neben Lalaounis selbst präsentierten auch große Namen wie Van Cleef & Arpels, Bulgari oder Harry Winston ihre Stücke.
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1976 erhielt Lalaounis einen seiner bedeutendsten Aufträge, als die persische Kaiserin Farah Pahlavi eine Kollektion mit Schmuckstücken, die von der persischen Kunst inspiriert sein sollten, bei ihm bestellte. Ausgestellt wurden die Kreationen im kaiserlichen Palast in Teheran. Heute sind Lalaounis’ Kreationen in vielen bedeutenden Museen auf der ganzen Welt zu sehen, darunter das Victoria & Albert Museum, das Philadelphia Museum of Art und das Museum für türkische und islamische Kunst in Istanbul.
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Ilias Lalaounis’ Beiträge für die Welt des Schmuckdesigns blieben nicht ungewürdigt, er erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Die bedeutendste war jene, als er 1986 einziger Juwelier überhaupt zum Mitglied der Académie des Beaux-Arts ernannt wurde.
Auch nach Ilias Lalaounis’ Tod im Jahre 2013 ist das von ihm gegründete Schmuckunternehmen in Familienbesitz und wird heute von seinen vier Töchtern geleitet.
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