24 Gemälde erzielten bislang auf dem Auktionsmarkt einen Verkaufspreis von mehr als 100 Millionen US-Dollar. Gemalt wurden sie von 14 Künstlern in einem Zeitraum von knapp 500 Jahren. Um einen solchen Preis zu erzielen braucht es natürlich mehr als Genie und kunstgeschichtliche Bedeutung. Ein solches Gemälde muss auch einen emotionalen Wert haben, der ein möglichst breites Publikum anspricht.
24. Pablo Picasso, Femme assise près d'une fenêtre (Marie-Thérèse)

Der Star des an Stars nicht armen 20th Century Evening Sale, den Christie's am 13. Mai 2021 live aus dem Rockefeller Center streamte, war das von Pablo Picasso am 30. Oktober 1932 gemalte Porträt seiner damaligen Freundin Marie-Thérèse Walther, Femme assise près d'une fenêtre. Das ikonische Werk zog das Interesse von sechs hartnäckigen Bietern auf sich, die 19 Minuten lang hart darum kämpften, bis der Hammer schließlich bei 103,4 Millionen US-Dollar (ca. 85 Millionen Euro) fiel. Femme assise près d'une fenêtre ist nicht das einzige Porträt in dieser Liste, das Picasso von Marie-Thérèse Walther gemalt hat.
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23. Pablo Picasso, Garçon à la pipe

Garçon à la pipe malte Pablo Picasso während seiner Rosa Periode (1904-06) auf dem Montmartre in Paris. Seine Werke jener Zeit waren geprägt von Karnevalskünstlern, Akten und familiären Beziehungen in Rosa- und Orangetönen - eine Abkehr von den düsteren Tönen der vorangegangenen Blauen Periode. Bei dem Modell handelt es sich vermutlich um einen Jungen aus der Nachbarschaft des Künstlers. Als Garçon à la pipe 2004 bei Sotheby's für 104,2 Millionen US-Dollar (ca. 87 Millionen Euro) verkauft wurde, waren viele überrascht, da das Gemälde nicht als eines von Picassos Meisterwerken betrachtet wurde.
22. Gustav Klimt, Birkenwald

Enormen Zuwachs erhielt die Liste der Gemälde, die bei ihrer Versteigerung mehr als 100 Millionen US-Dollar erzielten, am 9. und 10. November 2022, als Christie's die unglaubliche Kunstsammlung von Microsoft-Mitgründer Paul G. Allen für unglaubliche 1,6 Milliarden US-Dollar versteigerte. Eines davon ist Birkenwald, das Gustav Klimt im Jahr 1903 malte. Das Gemälde war Teil der Sammlung von Adele and Ferdinand Bloch-Bauer in Wien und entstand in dem Jahr, in dem Ferdinand Bloch-Bauer ein Porträt seiner Frau bei Klimt in Auftrag gab: die goldene Ikone Adele Bloch-Bauer I. Wie das Porträt wurde auch Birkenwald seinen Besitzern durch die Nazis enteignet und im Jahr 2006 an deren Erben restituiert. Allen kaufte es auf der darauf folgenden Versteigerung für rund 40 Millionen US-Dollar. Jetzt fand es für 104,6 Millionen US-Dollar (ca. 101,3 Millionen Euro) einen neuen Besitzer.
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21. Paul Gauguin, Maternité II

Mit Maternité II ist ein weiteres Werk aus der Paul G. Allen-Sammlung in dieser Liste vertreten. Paul Gauguin malte es 1899 während seines zweiten Aufenthaltes auf Tahiti, der vier Jahre später mit seinem Tod endete. Hatte sich Gauguin während seines ersten Südseebesuchs noch damit beschäftigt, das Alltagsleben der Bewohner auf seinen Leinwänden festzuhalten, wandte er sich bei seiner Rückkehr verstärkt christlichen Themen zu, wobei er die Charaktere dieser Szenen mit Tahitianern und Tahitianerinnen besetze. So auch bei Maternité II, das an Darstellungen der Madonna mit Kind erinnert. Allgemein handelt es sich um eine zeitlose Verehrung der Fruchtbarkeit und der Mutterschaft. Bei seiner Versteigerung im November 2022 erzielte Gauguins Werk 105,7 Millionen US-Dollar (ca. 102,4 Millionen Euro).
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20. Pablo Picasso, Akt mit grünen Blättern und Büste

1927 begegnete der verheiratete Pablo Picasso in Paris der 17-jährigen Marie-Thérèse Walter. Es folgte ein acht Jahre währende Liaison, der die gemeinsame Tochter Maya entsprang. Die Sinnlichkeit ihrer Beziehung wird in der üppigen Aktfigur im 1932 entstanden Gemälde Akt mit grünen Blättern und Büste deutlich, für die Marie-Thérèse Modell stand. Der Kunsthändler erwarb das Werk direkt bei Picasso und nahm es mit, als er 1940 nach New York umzog. Dort verkaufte er es 1951 an die Kunstsammlerin Frances Brody aus Los Angeles. Nach fast 60 Jahren in der Brody-Sammlung wurde Akt mit grünen Blättern und Büste im Mai 2010 für 106,5 Millionen US-Dollar (ca. 80 Millionen Euro) versteigert.
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19. Gustav Klimt, Dame mit Fächer

Nachdem mit Birkenwald im November 2022 erstmals ein Gemälde von Gustav Klimt für mehr als 100 Millionen Euro versteigert worden war, gesellte sich bereits im Juni 2023 ein weiteres hinzu, dass sogar einen noch höheren Preis erzielte: Dame mit Fächer, Klimts letztes Porträt, das sich bei seinem Tod noch auf der Staffelei in seinem Atelier befand, kam in Sotheby's Auktion „Modern and Contemporary Evening Auction, featuring Face to Face: A Celebration of Portraiture“ in London zum Aufruf und erzielte 85.305.800 GBP (ca. 99,2 Millionen Euro bzw. 108,5 Millionen US-Dollar). Das Ergebnis bedeutete nicht nur einen neuen Auktionsrekord für Gustav Klimt, sondern auch für ein Gemälde auf dem europäischen Auktionsmarkt.
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18. Jean-Michel Basquiat, Untitled

Über Schichten aus grellen Farben und abstrakten Formen dominiert ein schwarzer Schädel des Gemäldes von Jean-Michel Basquiat aus dem Jahr 1982. Als Basquiat 7 Jahre alt war, bekam er von seiner Mutter eine Ausgabe des 1858 erstmals veröffentlichten Lehrbuchs Gray's Anatomy, das die abstrahierten und verzerrten menschlichen Figuren seiner Kunst inspirieren sollte. Untitled wurde zum teuersten Werk eines amerikanischen Künstlers, als es 2017 innerhalb von nur 10 Minuten zu einem schwindelerrungen Preis verkauft wurde: 110,5 Millionen US-Dollar (ca. 101,2 Millionen Euro) legte der japanische Milliardär Yusaku Maezawa für Basquiats Gemälde auf den Tisch.
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17. Claude Monet, Meules

Die bauchigen Meules (Heuhaufen) sind neben den Seerosen Claude Monets bekanntestes Motiv. 1890 hatte der Maler ein Haus mit Garten in Giverny gekauft. Der Garten und die ländliche Umgebung wurden zu seiner wichtigsten Inspirationsquelle. Aus den sonst meist als Hintergrundstaffage dienenden Heuhaufen auf den Feldern macht Monet die Hauptmotive einer Werkreihe, in der er seine meisterhafte Beherrschung der Darstellung von Lichtverhältnissen präsentieren kann. Im Mai 2019 wurde Meules von 1890 für 110,8 Millionen US-Dollar (98,7 Millionen Euro) an den deutschen Software-Milliardär Hasso Plattner verkauft, dem Stifter des Museum Barberini in Potsdam.
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16. Pablo Picasso, Fillette à la corbeille fleurie

Wie Garçon à la pipe stammt auch Fillette à la corbeille fleurie aus Picassos Rosa Periode. Und auch bei diesem Modell handelte es sich um ein Kind aus der Nachbarschaft des Malers, vermutlich um ein Mädchen, das vor dem Moulin Rouge Blumen verkaufte. Aus Geldnot verkaufte der junge Picasso das Gemälde für nur 75 Francs (heute ca. 350 Euro) an einen Pariser Kunsthändler, der es wiederum an die amerikanische Schriftstellerin und Kunstsammlerin Gertrude Stein verkaufte, die in Paris lebte und Picassos Förderin werden sollte. Später wurde Fillette à la corbeille fleurie Teil der Sammlung von Peggy und David Rockefeller, die im Mai 2018 bei Christie's versteigert wurde. Picassos frühes Werk erzielte 115 Millionen US-Dollar (ca. 95 Millionen Euro).
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15. Vincent van Gogh, Verger avec cyprès

Vincent Van Gogh kam 1888 zum ersten Mal nach Arles, als er an Husten und einer allgemein schlechten Gesundheit litt. Die folgenden zwei Jahre in Südfrankreich erwiesen sich als die produktivste Zeit in der kurzen Karriere des Postimpressionisten, der dort Hunderte von Kunstwerken fertigstellte. Eines von Van Goghs frühen Werken in Arles war diese Darstellung eines Zypressengartens, dessen frühe Frühlingsblüten er mit der brillanten Verwendung von Pastellfarben einfing. Van Gogh-Ölgemälde dieses Kalibers werden selten versteigert, was wahrscheinlich der Grund dafür ist, dass es im November 2022 den so unglaublichen Preis von 117,1 Millionen US-Dollar erzielte, als es als Teil der 1,6-Milliarden-Dollar-Sammlung von Microsoft-Mitgründer Paul G. Allen versteigert wurde.
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14. Edvard Munch, Der Schrei

Der Schrei des norwegischen Malers Edvard Munch wird oft als der Startschuss zum Expressionismus betrachtet. Mittlerweile zur Ikone geworden, verarbeitete Munch damit ursprünglich einen Angstanfall, den er während eines Abendspaziergangs erlitten hatte. Insgesamt entstanden in den 1890er Jahren vier Versionen des Bildes in Öl, Tempera und Pastell. Während sich drei Versionen im Besitz norwegischer Museen befinden, hatte und hat die vorliegende Version einen privaten Eigentümer. Im Mai 2012 wurde es für knapp 120 Millionen US-Dollar (ca. 90,5 Millionen Euro) an den amerikanischen Milliardär Leon Black verkauft. Damals war es das bislang teuerste Gemälde, das bisher versteigert worden war.
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13. René Magritte, L’empire des lumières

Am Abend des 19. November 2024 versteigerte Christie's in New York 19 Kunstwerke aus der Sammlung der 2023 verstorbenen Interiordesignerin und Philanthropin Mica Ertegun. Ein Großteil der Gesamtsumme in Höhe von 184 Millionen US-Dollar entfiel auf das Top-Los der Offerte, das vorab der Auktion auf 95 Millionen US-Dollar geschätzt worden war: René Magrittes L'empire des lumières von 1954, für das ein Telefonbieter 121,2 Millionen US-Dollar (inkl. Aufgeld) zahlte. Das Werk, das einer Serie von insgesamt 17 Ölgemälden entstammt, die Magritte zwischen 1949 und 1964 ausführte, war seit 1968 Teil von Erteguns Sammlung gewesen.
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12. Paul Cézanne, La Montagne Sainte-Victoire

Paul Cézanne stammte aus Südfrankreich, geboren und aufgewachsen in Aix-en-Provence. Er teilte seine Zeit zwischen Paris und seiner Heimatregion auf, und eines seiner wiederkehrenden Motive war der Mont Sainte-Victoire, ein Kalksteinberg in der Provence, den er in den letzten 28 Jahren seines Lebens, als er wieder dauerhaft in der Provence lebte, immer wieder malte. Diese Version ist eine der spektakulärsten in Privatbesitz (die meisten befinden sich in den führenden Museen der Welt), und Cézannes Technik der Abflachung war ein Vorbote für den Aufstieg des Kubismus. Cézannes große Bedeutung in der Kunstgeschichte spiegelte sich im Preis für La montagne Sainte-Victoire, ein weiteres Highlight der Paul G. Allen-Sammlung, wieder: 137,7 Millionen US-Dollar (ca. 133,5 Millionen Euro).
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11. Pablo Picasso,Femme à la montre

Femme à la montre entstand 1932, einem besonders produktiven Jahr für Picasso, in dem er einige seiner berühmtesten Werke schuf, die von seiner Muse und Geliebten Marie-Thérèse Walter inspiriert waren. Das vorliegende Porträt, eine geometrische Komposition in kräftigen Primärfarben, zeigt Picasso von seiner besten Seite, was auch der beeindruckende Verkaufspreis in Höhe von 139,4 Millionen US-Dollar (ca. 130,7 Millionen Euro), der im November 2023 bei Sotheby's erzielt wurde, widerspiegelt.
10. Qi Baishi, 12 Landschaften

Das einzige Werk auf dieser Liste, das außerhalb der USA versteigert wurde, ist Twelve Landscape Screens, eine Serie von Tuschbildern, die 2017 für 140,8 Millionen US-Dollar bei der Beijing Poly International Auction in China verkauft wurden. Qi Baishi, der als einer der wichtigsten Künstler der chinesischen Moderne gilt, war bei seinen Arbeiten tief von chinesischen Kunstprinzipien durchdrungen, wieß keine westliche Inspiration auf und konzentrierte sich auf Landschaften, Flora und Fauna. Die Twelve Landscape Screens von 1925 ist eines von Qi Bashis wenigen großformatigen Werken, dessen einzige andere Version sich in einem chinesischen Museum befindet.
9. Francis Bacon, Three Studies of Lucian Freud

Die Freundschaft zwischen Francis Bacon und Lucian Freud war von künstlerischer Eifersucht und gegenseitiger Bewunderung geprägt. In den 1950er und 1960er Jahren malten sie das Porträt des jeweils anderen, bevor sie Mitte der 1970er Jahre im Streit endgültig auseinandergingen. In jener Dekade geschah es auch zu Bacons Bestürzung, dass das Triptychon Three Studies of Lucian Freud als drei separate Gemälde verkauft wurde. Später wurden sie jedoch wieder vereint und konnten so 2013 einen Rekord für Bacon aufstellen. Das Triptychon von 1969 ging für 142,4 Millionen US-Dollar (ca. 104,5 Millionen Euro) an Elaine Wynn, Ex-Frau von Las Vegas-Mogul Steve Wynn.
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8. Georges Seurat, Les Poseuses, Ensemble (Petite version)

Das teuerste Werk aus Paul G. Allens 1,6 Milliarden US-Dollar schwerer Kunstsammlung, Georges Seurats Les Poseuses, Ensemble (Petite version), wurde für 149,2 Millionen US-Dollar (ca. 144,6 Millionen Euro) verkauft. Das pointillistische Werk war Seurats Reaktion auf die starke Kritik an seinem Meisterwerk Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte (1884-86), das als zu steif und formell bezeichnet wurde, um das moderne Leben angemessen darzustellen. Während im Hintergrund von Les Poseuses ein Teil von Ein Sonntagnachmittag [...] zu sehen ist, posieren drei Aktmodelle lässig davor. Seurat malte zwei Versionen von Les Poseuses, wobei sich die größere Version in der Barnes Collection in Philadelphia befindet.
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7. Amedeo Modigliani, Nu Couché (sur le côté gauche)

Nu Couché (sur le côté gauche), das größte von Amedeo Modiglianis 35 Aktgemälden, die er zwischen 1916 und 1919 malte, wurde 2018 mit 157,1 Millionen US-Dollar (ca. 139,3 Millionen Euro) zum teuersten Kunstwerk, das jemals bei Sotheby's versteigert worden war. Die Reihe von Aktgemälden werden heute als revolutionäre Erneuerung des Genres gelobt und bewundert, stießen zu Lebzeiten des Künstlers jedoch meist auf Ablehnung. Ihre erste Ausstellung in einer Pariser Galerie wurde 1917 sogar von der Polizei geschlossen.
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6. Amedeo Modigliani, Nu couché

Auch dieses Aktgemälde Modiglianis war vermutlich Teil der skandalträchtigen Ausstellung von 1917. Verkauft wurde es 2015 bei Christie's für 170,4 Millionen US-Dollar (ca. 154,7 Millionen Euro) an den chinesischen Milliardär und Kunstsammler Liu Yiqian. Diese hohen Preise für seine Akte erscheinen sehr bitter, wenn man bedenkt, dass Amedeo Modigliani in Pariser Künstlerkreisen stets als ärmer als anderen armen Künstler galt, da er darauf bestand, seinen eigenen Stil zu finden.
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5. Pablo Picasso, Les femmes d’Alger (Version "O")

Les femmes d'Alger (Version "O") von 1955 ist die finale Fassung von Picassos Serie mit insgesamt 15 Gemälden. Mit ihnen setzte Picasso eine moderne Interpretation von Eugène Delacroix' Die Frauen von Algier in ihrem Gemach von 1834. Picassos kubistische Mischung von Figuren und Gliedmaßen sind eine Studie zu Farbe und Dekadenz, was ihn später in jenem Jahr dazu inspirierte, die Villa La Californie in Südfrankreich zu kaufen. Version "O" im Mai 2015 für 179,4 Millionen US-Dollar (159,8 Millionen Euro) an den ehemaligen Premierminister von Katar verkauft. Die übrigen Versionen befinden sich in Privatsammlungen und Museen.
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4. Jackson Pollock, Number 7A, 1948

Single-Owner-Sales von über Jahrzehnte hinweg zusammengetragenen Spitzensammlungen haben sich als feste Größe auf dem Auktionsmarkt etabliert – wofür die in dieser Liste mehrfach anzutreffende Sammlung von Paul G. Allen das beste Beispiel ist. Der Allen-Sammlung auf dem Fuße folgt jene von Verleger S.I. Newhouse, die seit 2019 in mehreren Etappen versteigert wird. In der aktuellen New Yorker Marquee Week, genauer gesagt am Abend des 18. Mai 2026, kamen bei Christie's weitere 16 Werke aus der Sammlung zum Aufruf. Angeführt wurde die Offerte von Jackson Pollocks Number 7A, 1948, das aus der entscheidenden Schaffensphase des Künstlers stammt. Geschätzt auf rund 100 Millionen US-Dollar, wurde das Werk schließlich für 181,2 Millionen US-Dollar (ca. 156 Millionen Euro) versteigert, was den bisherigen Auktionsrekord Pollocks verdreifachte.
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3. Andy Warhol, Shot Sage Blue Marilyn

Das zu dem Zeitpunkt teuerste Kunstwerk des 20. Jahrhunderts, Andy Warhols ikonisches Shot Sage Blue Marilyn, wurde im Mai 2022 bei Christie's für unglaubliche 195 Millionen US-Dollar (ca. 188,9 Millionen Euro) verkauft. Warhol begann mit der Herstellung von Siebdrucken mit dem Porträt Marilyn Monroes nach dem Tod der Schauspielerin im August 1962. Das Gemälde ist Teil der Shot Marilyns-Serie, die auch vier weitere Versionen in Rot, Orange, Blau und Türkis umfasst. Der Titel leitet sich von einem kuriosen Vorfall ab, als die Performancekünstlerin Dorothy Podber 1964 Warhol um Erlaubnis bat, die Werke fotografieren (engl. "shoot") zu dürfen. Doch anstatt die Werke zu fotografieren, zog Podber einen Revolver und feuerte auf den Stapel Leinwände. So entstand die Serie The Shot Marilyns. Das vorliegende Werk wurde in den 1980er Jahren von dem Geschwisterpaar Thomas und Doris Ammann, die die Galerie Thomas Ammann Fine Art in Zürich führten, von S.I. Newhouse erworben.
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2. Gustav Klimt, Bildnis Elisabeth Lederer

Am 18. November 2025 präsentierte Sotheby’s in New York ein mit Spannung erwartetes Kunstwerk aus der Privatsammlung von Leonard A. Lauder. Das Gemälde Bildnis Elisabeth Lederer (1914-16) von Gustav Klimt wurde nach einem intensiven Bieterwettstreit für 236,4 Millionen US-Dollar (ca. 202,6 Millionen Euro) versteigert. Der Schätzpreis hatte bei rund 150 Millionen US-Dollar gelegen. Sechs Bieter lieferten sich etwa 20 Minuten lang ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Das Höchstgebot stellte schließlich mehr als einen neuen Auktionsrekord auf – nicht nur für ein Werk von Gustav Klimt, sondern für die gesamte moderne Kunst und das 20. Jahrhundert. Zudem ist das Gemälde das zweitteuerste Kunstwerk, das jemals auf einer Auktion verkauft wurde.
1. Leonardo da Vinci, Salvator mundi

Das teuerste Gemälde, das jemals versteigert wurde – und bei dem unglaublichen Preis von 450,3 Millionen US-Dollar (ca. 386,4 Millionen Euro) wird es das wohl auch lange bleiben – ist Salvator mundi, das Leonardo da Vinci wohl um 1500 ausgeführt hat. Im Laufe seiner wechselvollen Geschichte befand sich das Gemälde im Besitz englischer Könige, einer amerikanischen Familie und eines russischen Oligarchen. Als es recht überraschend im November 2017 bei Christie's versteigert wurde, ließ es der Kronprinz von Saudi-Arabien, Mohammed bin Salman, von einem Mittelsmann für sich ersteigern. Nachdem es ursprünglich dem damals neueröffneten Louvre Abu Dhabi versprochen worden war, befindet es sich jetzt vermutlich auf der Yacht des Prinzen.
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Aktualisierte Version eines Artikels vom 15. Mai 2021




