Aufgewachsen im Amerika der 1980er Jahre bekam James Dillon Wright aka Dillon Boy die volle Breitseite der Pop-Kultur mit. Außer auf seinem Skateboard verbrachte er seine Zeit am liebsten im Comicladen. Durch privaten Zeichenunterricht wurde eine Kreativität schon früh gefördert.

Sein erstes Berufsziel: Comiczeichner bei Marvel. Mit 12 Jahren bewarb er sich dort. Zwar bekam er keine Stelle, jedoch ein Paket mit Anleitungen zum Comiczeichnen und -schreiben. Dadurch motiviert, begann er nun verstärkt seine Helden der Comics auf Papier festzuhalten. Dass neben Begeisterung auch Talent im Spiel war, beweist der oben genannte erste Verkauf im Alter von 14 Jahren.
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Dillon Boys große Kunst liegt darin, die wohlgekannten Figuren der Marvel-Comics oder Disney-Filme in eine neue und überraschende Situation zu bringen – gern gewürzt mit einer Prise Erotik. Und genau dieser "Überraschungsmoment" und auch das bisseilige Augenzwingern sind es, die den Betrachter faszinieren. Daher wundert es nicht, dass Dillon Boys Werke Fans und Sammler auf der ganzen Welt haben und in vielen Ländern ausgestellt wurden.
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Dillon Boys mit Schablonen und Acrylfarbe ausgeführte Arbeiten beschränken sich nicht nur auf fiktive Charaktere. Genauso porträtiert er berühmte Persönlichkeiten aus der Film- und Musikwelt und aus der Politik. Bestes Beispiel dafür ist ein Porträt Barack Obamas von 2008.
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Das Werk The Blue Knight entstand im Zuge von Obamas Präsidentschaftskampagne, für die Shephard Fairy sein bekanntes HOPE-Poster kreierte. Dillon Boys Porträt wurde wie auch das von Fairey in der Zeitschrift TIME abgebildet. Fairey gehört, genauso wie der mysteriöse britische Künstler Banksy zu Dillon Boys größten Inspirationquellen der Street- und Pop-Art-Szene.
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Doch nicht nur diese Zeitgenossen sind es, die Dillon Boy anregen, auch den Meistern vergangener Jahrhunderte gilt seine Bewunderung. Bereits in der Highschool begann er sich für die Alten Meister der europäischen Kunstgeschichte zu interessieren, aber auch für die große Porträtistin der Art-déco-Ära Tamara de Lempicka.
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So richtig in die Vergangenheit eintauchen konnte er während eines mehrjährigen Aufenthaltes in Italien, während dem er kreuz und quer durch Europa reiste, um sich die dortige Kunst anzusehen und in seinem Stil zu zeichnen. Seine absolute Favoritin wurde Botticellis berühmte Venus, aber auch die antike Nike von Samothrake, die über einen Treppenaufgang im Louvre wacht, hatte es ihm besonders angetan.
Wer Kunst von Dillon Boy kaufen möchte, schaut am besten mal auf seiner Website vorbei. Da seine Gemälde und Drucke dort aber nicht selten bereits vergriffen sind, sollte jeder Sammler den Auktionsmarkt auf jeden Fall im Auge behalten.



