Am Abend des 8. November, fand bei Sotheby's die erste Versteigerung einer Single-Owner-Collection der Herbstsaison 2023 statt: die unglaubliche Sammlung moderner Kunst von Kunstpatronin Emily Fisher Landau umfasste Werke bedeutender Künstler wie Picasso, Warhol, Rothko und O'Keeffe. Die Auktion erfüllte auf die ambitionierten Erwartungen des Hauses und erzielte insgesamt 406,4 Millionen US-Dollar (ca. 380,7 Millionen Euro), wobei 100% der Lose verkauft wurden. Diese enorme Summe ist die bislang höchste, die ein weiblicher Sammler auf dem Auktionsmarkt erzielt hat.
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Das absolute Highlight der Auktion war der 139,4-Millionen-Dollar-Verkauf (ca. 130,6 Millionen Euro) von Pablo Picassos Femme à la montre, dessen Entstehungsjahr, 1932, ein ausgesprochen produktives Jahr für den Künstler war, der in jenem Zeitraum viele gefeierte Werke schuf, für die seine Muse und Geliebte Marie-Thérèse Walter Modell saß. Das vorliegende Porträt, eine eigenwillige geometrische Komposition, ausgeführt in kräftigen Primärfarben, zeigt Picasso auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Widergespiegelt wird dies durch den beeindruckenden Verkaufspreis, der der bislang höchste des laufenden Auktionsjahres ist und zudem der zweithöchste, der jemals für ein Picasso-Gemälde gezahlt wurde. Die Spitzenposition wird seit 2015 von Les femmes d'Alger (Version 'O') gehalten, das bei Christie's für 179,4 Millionen US-Dollar einen neuen Besitzer fand.
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Weitere Top-Verkäufe wurden mit den amerikanischen Pop Art-Meistern Jasper Johns und Ed Ruscha erzielt. Für eines von Johns ikonischen Flags-Werken gab es 41 Millionen US-Dollar (ca. 38,4 Millionen Euro) – der bislang höchste Preis für eine von Johns amerikanischen Flaggen auf dem Auktionsmarkt. Ed Ruschas Securing the Last Letter (Boss) konnte mit 39 Millionen US-Dollar (ca. 36,5 Millionen Euro) eine fast ebenso hohe Summe erzielen.
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Ein weiteres Highlight des Abends war der neue Auktionsrekord für die abstrakte Minimalistin Agnes Martin (1912-2004). Grey Stone II (1961), eine Komposition aus Ölfarbe, Blattgold und Bleistift, erzielte 18,7 Millionen US-Dollar (ca. 17,5 Millionen Euro), nachdem es auf 6-8 Millionen US-Dollar geschätzt worden war. Anspruchsvolle Sammler rissen sich um das Werk, bei dem es sich um eine von nur fünf Arbeiten handelt, bei der die Künstlerin Blattgold in ihre Gittermuster einarbeitete. Das Museum of Modern Art in New York und das San Francisco Museum of Modern Art besitzen jeweils eines dieser fünf Werke und die zwei weiteren sind wesentlich kleiner als die vorliegende 182,9 x 189,2 cm messende Version. Einen neuen Rekord gab es außerdem für den amerikanischen Künstler Mark Tansey (*1949), dessen Triumph Over Mastery II (1987) 11,8 Millionen US-Dollar (ca. 11,1 Millionen Euro) erzielte.
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„Emily Fisher Landaus vorausschauender und zielsicherer Blick ermöglichte es uns, am heutigen Abend jene großen Künstler ins Rampenlicht zu rücken, die das Fundament der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts bilden“, sagte Brooke Lampley, Sotheby’s Global Chairman und Head of Global Fine Art. „Dadurch, dass jedes einzelne Los ein neues Zuhause fand, wurde die anhaltende Anziehungskraft dieser Meister erneut bestätigt – wobei Picasso seinen rechtmäßigen Platz als Top-Los des Jahres einnahm und amerikanische Maler neue Höhen erreichten.“
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