Die vier Jahre andauernden Ermittlungen zu einem Diebstahl, der sich 2019 in Genf zugetragen hatte, führten jetzt in London zu einem erfreulichen Teilerfolg.
Im Juni 2019 waren im Genfer Museum der fernöstlichen Kunst drei Objekte der Ming-Dynastie gestohlen worden, darunter eine weiße Vase der Yongle-Periode, deren Wert 2 Millionen GBP (ca. 2,2 Millionen CHF) beträgt. Eine auf 80.000 GBP (ca. 89.000 CHF) geschätzt Schale wurde 2019 in Hongkong versteigert, anschließend jedoch an das Museum zurückgegeben. Einen wichtigen Tipp erhielten die Ermittler schließlich im Juli 2020, als sich ein Auktionshaus meldete, das zuvor von einer unbekannten Person kontaktiert worden war, die den Wert besagter Ming-Vase gerne ermitteln lassen wollte. Die IP-Adresse dieser Person führte nach London.
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Die Metropolitan Police sah jedoch von einer sofortigen Verhaftung ab und entschied sich für eine verdeckte Ermittlung, um auf diesem Weg nicht nur an die Täter, sondern auch an das Diebesgut zu gelangen. Sobald die Vase zum Verkauf angeboten wurde, gaben sich die Ermittler als Kaufinteressenten aus. Nachdem man sich auf einen Preis in Höhe von 450.000 GBP geeinigt hatte, kam es am 15. Oktober 2021 zu einem Treffen in einem Londoner Hotel, bei dem die Vase sichergestellt und drei Verdächtige, Mitglieder einer international operierenden Gruppe, verhaftet werden konnten.
Einer der drei in London wohnhaften Männer im Alter zwischen 27 und 48 Jahren bekannte sich bereits im März 2023 schuldig der „Verschwörung zur Umwandlung von kriminellem Eigentum“, die anderen beiden wurden am 18. August 2023 vom Southwark Crown Court für schuldig befunden. Das Urteil wird für den 13. Oktober erwartet.
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„Diese Schuldsprüche sind das Ergebnis einer vierjährigen Arbeit über internationale Grenzen hinweg und in Zusammenarbeit mit vielen internen und externen Partnern“, sagt Detective Chief Inspector Matt Webb von Specialist Crime der Metropolitan Police. „Die an dieser Straftat beteiligte organisierte Verbrechergruppe war davon überzeugt, dass sie international schwere Straftaten begehen könnte und dass es keine Konsequenzen geben würde. Sie haben sich geirrt und die Stärke unserer Beziehungen zu internationalen Strafverfolgungspartnern und unsere Fähigkeit, über internationale Grenzen hinweg zu arbeiten, betont.“
Um die Aufklärung dieses Verbrechens perfekt zu machen, muss allerdings auch noch das dritte der gestohlenen Objekte wiedergefunden werden, bei dem es sich um eine Porzellanschale im doucai-Stil handelt. Für Hinweise wurde eine Belohnung in Höhe von 10.000 GBP ausgesetzt.




