Am frühen morgen des 8. September erschütterte ein weiterer Einbruchsdiebstahl in ein Museum Frankreichs Kunstwelt, als zwei maskierte Männer in das Musée Renoir in Cagnes-sur-Mer eindrangen und zwei Werke des Impressionisten Pierre-Auguste Renoir, Portrait de Madame Colonna Romano und La Jeune Femme au puits, stahlen. Auch Portrait de Madame Stephen Pichon und Coco lisant waren bereits in Schutzfolie verpackt, wurden jedoch zurückgelassen, als die durch den Alarm herbeigerufene Polizei unerwartet früh am Tatort eintraf. Und genau diese Schutzfolie wurde den Tätern nun zum Verhängnis, hatten sie auf ihr doch Spuren hinterlassen, die zu ihrer Identifizierung beitrugen.
Lesen Sie auch: Wertvolle Gemälde aus dem Musée Renoir gestohlen
„Wir haben DNA eines 29-jährigen Mannes aus der Region Var gefunden, der der Polizei bekannt ist“, zitiert Le Figaro den Marseiller Staatsanwalt Nicolas Bessone, der sich am Montag auf einer Pressekonferenz geäußert hatte. Als zweiter Hauptverdächtiger wurde im Laufe der Ermittlungen ein gleichermaßen polizeibekannter 41-jähriger identifiziert. Wie der ebenfalls anwesende Eric Antonetti, Direktor des Service interdépartemental de la police judiciaire (SIPJ) in Alpes-Maritimes, berichtete, wurde der 29-jährige am 3. Oktober observiert, wobei ein Treffen mit einem „Kunsthändler von zweifelhaftem Ruf“ sowie ein Besuch der Fondation Maeght in Saint-Paul-de-Vence beobachtet wurden, was zu dem Verdacht führte, dass ein weiterer Einbruch bereits in Planung sein könnte.
Lesen Sie auch: Gold und Juwelen im Fokus von Museumsdieben
Am 7. Oktober wurden die beiden Hauptverdächtigen sowie vier weitere verdächtige Personen verhaftet. Am Tag darauf wurden die gestohlenen Gemälde, die hinter einer „falschen Wand“ in einem Haus in Clermont-l’Hérault versteckt worden waren, sichergestellt, sodass der Einbruch ins Musée Renoir genau einen Monat nach der Tat zu einem glücklichen Ende führte. Die Gemälde werden nun von den Spezialisten des Centre interdisciplinaire de conservation et de restauration du patrimoine in Marseille restauriert, denn der Rahmen von La Jeune Femme au puits wurde leicht beschädigt, während die Leinwand von Portrait de Madame Colonna Romano sogar einen Riss aufweist.
Einen Hinweis auf einen Drahtzieher oder Auftraggeber hinter dem Einbruch ins Musée Renoir gibt es nicht.
Weitere Neuigkeiten aus der Kunstwelt finden Sie im Barnebys Magazine




